Woraus setzt sich der Monatspreis zusammen?
Der Preis eines betreuten Servers besteht aus vier Teilen, und nur der erste steht üblicherweise im Angebot. Die Hardware macht dabei den kleineren Anteil aus – was den Betrag bestimmt, ist der Betrieb drumherum.
Wer Angebote vergleicht, sollte deshalb nicht auf die Monatszahl schauen, sondern darauf, welche dieser vier Teile darin enthalten sind. Ein Angebot über 89 Euro, bei dem Sicherung und Überwachung fehlen, ist teurer als eines über 149 Euro, bei dem sie drin sind – nur merkt man das erst im Störfall.
- Rechenleistung und Speicher: die eigentliche Maschine, dediziert oder geteilt
- Rechenzentrumsbetrieb: Strom, Kühlung, Notstrom, Netzanbindung, Zutrittsschutz
- Sicherung: tägliche Kopien, ein zweiter Ort, geprüfte Rückspielbarkeit
- Betreuung: Aktualisierungen, Überwachung, eine Nummer im Störfall
Im Betrieb: Die Frage, die den Preis wirklich bestimmt, ist selten die Leistung, sondern: Wie lange darf er ausfallen? Zwischen „bis morgen“ und „gar nicht“ liegt der Faktor drei.
Mieten oder kaufen – was rechnet sich?
Kaufen ist günstiger, wenn Sie das Gerät fünf Jahre lang unverändert betreiben, den Platz und die Stromversorgung ohnehin haben und jemanden beschäftigen, der sich kümmert. Dann liegen die Gesamtkosten über fünf Jahre meist 15 bis 25 Prozent unter der Miete – und Sie haben eine Anlage in der Bilanz statt einer laufenden Ausgabe.
Mieten ist günstiger, sobald sich etwas ändert. Ein Server, der nach zwei Jahren zu klein ist, ist beim Kauf ein Verlust und bei der Miete ein Telefonat. Dazu kommt, was beim Kauf gern übersehen wird: Die Garantie läuft nach drei Jahren aus, die Festplatten altern, und ab Jahr vier wird jede Störung zur Frage, ob sich eine Reparatur noch lohnt.
Es gibt einen dritten Fall, der in der Rechnung fast immer gewinnt und den kaum jemand aufmacht: Der Server steht gemietet im Rechenzentrum, die Daten liegen zusätzlich im eigenen Haus. Damit haben Sie die Verfügbarkeit des Rechenzentrums und trotzdem einen schnellen Zugriff vor Ort.
Welche Größe brauchen wir wirklich?
Die verbreitetste Fehlinvestition ist ein zu großer Server. Wer einmal kauft, kauft mit Reserve für fünf Jahre – und bezahlt fünf Jahre lang Leistung, die drei Jahre lang brachliegt. Bei einem gemieteten Server entfällt diese Rechnung: Er wächst mit, und die Reserve kostet erst, wenn sie gebraucht wird.
Was die Größe bestimmt, ist selten die Zahl der Arbeitsplätze. Es sind die Anwendungen: Eine Warenwirtschaft mit dreißig gleichzeitigen Nutzern braucht weniger als eine Datenbank, auf die nachts eine Auswertung läuft. Deshalb fragen wir nach den Programmen, nicht nach den Köpfen – und rechnen mit den Zahlen Ihres Softwareherstellers, nicht mit Erfahrungswerten.
Häufige Anschlussfragen
Was kostet ein Server im eigenen Serverraum zusätzlich?
Strom für Gerät und Kühlung schlägt bei einem typischen Server mit 400 bis 900 Euro im Jahr zu Buche, dazu eine unterbrechungsfreie Stromversorgung samt Batterietausch alle drei bis vier Jahre und die Klimatisierung des Raums. Was selten gerechnet wird: der Raum selbst. Ein abgeschlossener, gekühlter Raum ist Fläche, die anders genutzt werden könnte.
Ist ein Server in der Cloud nicht billiger?
Bei gleichmäßiger Last meist nicht. Cloud rechnet sich, wo die Last schwankt – wer nachts abschaltet oder zum Quartalsende hochskaliert, zahlt nur, was er nutzt. Ein Server, der rund um die Uhr gleichmäßig läuft, ist in der Cloud oft teurer als gemietet. Dazu kommen die Kosten für Datenabfluss, die in keinem Angebot vorn stehen.
Was passiert nach Ablauf der Mietzeit?
Bei uns geht es weiter oder es endet – ohne dass Sie etwas zurückbauen müssen. Wichtiger als die Laufzeit ist die Frage, die vor der Unterschrift gestellt gehört: Wie kommen die Daten wieder heraus, in welchem Format und in welcher Zeit? Das lassen wir uns von jedem Anbieter schriftlich geben, auch von uns selbst.
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