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DAVINCI Rechenzentrum
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    Partner-Rechenzentren in Deutschland

Was bedeutet Rollout in der IT?

Ein Rollout ist die geplante Einführung von Hardware, Software oder Infrastruktur im ganzen Unternehmen – vom ersten Testgerät bis zum letzten Arbeitsplatz. Der Begriff kommt vom englischen „to roll out“, ausrollen: Etwas wird nicht auf einen Schlag, sondern Schritt für Schritt in die Fläche gebracht.

Der Unterschied zur Installation liegt im Drumherum. Ein Gerät aufzustellen ist eine Stunde Arbeit. Hundert Geräte so einzuführen, dass Daten, Zugänge, Drucker und Programme am ersten Tag funktionieren, die alten Geräte geordnet verschwinden und alles dokumentiert ist – das ist ein Rollout. Er entscheidet sich in der Planung, nicht beim Auspacken.

Was wir ausrollen

Die Arten unterscheiden sich in der Technik, nicht im Prinzip: vorbereiten, testen, in Wellen umstellen, abnehmen.

  • Server-RolloutNeue Server oder ein neuer Cluster: vorkonfiguriert, getestet, in den Schrank gebaut und im Wartungsfenster übernommen – die alten Systeme laufen, bis die neuen abgenommen sind.
  • Arbeitsplätze und NotebooksGeräte vorab mit Software, Zugängen und Einstellungen vorbereitet, je Abteilung in Wellen getauscht, Daten übernommen, Altgeräte zurückgenommen.
  • TelefonieNeue Telefonanlage oder Wechsel in die Cloud: Rufnummern, Durchwahlen und Weiterleitungen geplant, Umschaltung zu einer Zeit, in der niemand anruft.
  • Netzwerk und WLANSwitches, Firewall und Zugangspunkte im laufenden Betrieb getauscht – mit Ausweichweg, falls eine Umstellung nicht greift. Mehr dazu unter Netzwerk & Verkabelung.
  • StandorteNeue Niederlassung, zusätzliches Büro, Auslandsstandort: in dieselbe Umgebung eingebunden, mit denselben Zugängen und derselben Sicherheit wie die Zentrale.
  • UmzügeBüro, Serverraum oder ganzes Rechenzentrum – meist über Nacht, mit Rückfallplan. Mehr dazu unter IT-Umzug.

Welche Rollout-Strategien gibt es?

Vier Wege, ein Rollout anzulegen. Welcher passt, hängt davon ab, wie viel Ausfall sich das Haus leisten kann und wie gleichartig die Arbeitsplätze sind.

StrategieSo läuft esPasst, wenn …Risiko
Stichtag („Big Bang“)Alles wird zu einem Zeitpunkt umgestellt.wenige, gleichartige Systeme; Umstellung am Wochenende möglichEin Fehler trifft alle gleichzeitig.
Pilot, dann WellenEine kleine Gruppe testet, danach folgen Abteilungen oder Standorte nacheinander.viele Arbeitsplätze, mehrere Standorte, laufender BetriebGering – Fehler fallen in der ersten Welle auf.
ParallelbetriebAlt und Neu laufen eine Zeit nebeneinander.Systeme, deren Ausfall nicht vertretbar istHöherer Aufwand, doppelte Pflege.
Schrittweise nach FunktionErst Netzwerk, dann Server, dann Arbeitsplätze.Umbauten, bei denen eine Ebene auf der anderen aufbautLängere Gesamtdauer.

So läuft ein Rollout bei uns

Die Reihenfolge ist fest. Sie ist der Grund, warum am Morgen nach der Umstellung gearbeitet wird und nicht gesucht.

  1. BestandsaufnahmeWas ist da, was kommt, was hängt woran? Geräte, Zugänge, Programme, Drucker, Sonderfälle – vollständig, bevor geplant wird.
  2. PilotEine kleine Gruppe arbeitet zuerst mit dem Neuen. Was dort hakt, wird behoben, bevor der Rest folgt.
  3. Wellenplan mit RückfallplanWer wann umgestellt wird, steht fest – ebenso, was passiert, wenn ein Schritt nicht klappt. Jede Welle hat einen Punkt, an dem man zurück kann.
  4. Umstellung in WellenAußerhalb der Arbeitszeit oder abteilungsweise, damit nie alle gleichzeitig betroffen sind.
  5. AbnahmeJedes Gerät, jeder Dienst wird geprüft, bevor die Welle als erledigt gilt – nicht nach Gefühl, sondern nach Liste.
  6. Dokumentation und ÜbergabeWas wo steht, wie es eingerichtet ist und wer es betreut, liegt am Ende schriftlich vor.

Rollout-Erfahrung aus internationalen Rechenzentrumsprojekten

Unser Geschäftsführer hat an internationalen Rollouts der SAP HANA Enterprise Cloud in Europa und Asien mitgewirkt. Dort gilt, was auch im Mittelstand gelten sollte: kein Schritt ohne Plan, keine Umstellung ohne Rückweg, keine Abnahme ohne Protokoll.

Wir arbeiten nach den Standards, die er aus diesen Projekten mitbringt – angepasst an die Größe eines mittelständischen Hauses. Das heißt nicht mehr Papier, sondern weniger Überraschungen.

Aus der Praxis

Für eine Unternehmensberatung mit rund 150 Mitarbeitenden und mehreren Standorten haben wir die Telefonie ausgerollt, alle Standorte vernetzt, später ein Auslandsbüro eingebunden – und am Hauptsitz eine große Anlage in einer einzigen Nacht umgezogen. Am Morgen arbeitete das Haus weiter, und niemand hatte etwas bemerkt.

Rollout & Umzüge im Einzelnen

Häufige Fragen

Was bedeutet Rollout?
Ein Rollout ist die geplante, schrittweise Einführung von Hardware, Software oder Infrastruktur im ganzen Unternehmen – mit Vorbereitung, Test, Umstellung in Wellen, Abnahme und Dokumentation.
Welche Rollout-Strategien gibt es?
Die vier üblichen sind die Umstellung zu einem Stichtag, der Pilot mit anschließenden Wellen, der Parallelbetrieb von Alt und Neu und die schrittweise Umstellung nach Funktion. Für den Mittelstand mit laufendem Betrieb ist der Pilot mit Wellen meist der sicherste Weg.
Läuft der Betrieb während des Rollouts weiter?
Ja, das ist der Zweck der Planung. Umgestellt wird außerhalb der Arbeitszeit oder in Wellen, sodass nie alle gleichzeitig betroffen sind. Für jede Welle gibt es einen Rückfallplan.
Wie lange dauert ein IT-Rollout?
Das hängt von Zahl und Art der Geräte, der Zahl der Standorte und dem Pilotergebnis ab. Den Zeitplan nennen wir nach der Bestandsaufnahme – vorher wäre jede Zahl geraten.

Ihr nächster Schritt

Steht ein Rollout an?

Sagen Sie uns, was ausgerollt werden soll und bis wann. Wir melden uns mit einem Ablauf, der Ihren Betrieb nicht anhält.