
IT für die Halbleiter-fertigung in Lampertheim.
Ein Los ist Wochen unterwegs, und am Ende hat jeder einzelne Chip darauf eine Position und ein Messergebnis. Beides muss länger aufbewahrt werden als das Fahrzeug fährt, in dem er landet.
14Jahre
unternehmerisch im IT-Betrieb, GmbH seit 2020
InternationaleExpertise
Betreuung in Deutschland, Europa und dem Nahen Osten
99,9 %Verfügbarkeit
der Cloud-Services, je Kalendermonat
15 Min.Reaktionszeit
im Notfall, rund um die Uhr
ISO 27001zertifiziert
Partner-Rechenzentren in Deutschland
Von Metehan KurtFachlich geprüft von Seamand Mala7 Min. Lesezeit
KI-generiertes BildIhr Ansprechpartner
Metehan Kurt
Ansprechpartner für Prüfdatenhaltung und Losverfolgung, Standort Viernheim
Lampertheim erreichen wir von Viernheim aus – rund zwanzig Minuten. Wenn Testdaten heute in einem Archiv liegen, das man lesen aber nicht abfragen kann: darüber sprechen wir am besten vor dem nächsten Feldfall.
01 · Halbleiterfertigung in Lampertheim
Wochen Durchlaufzeit, Millionen Einzelergebnisse.
In Lampertheim sitzen zwei Gesellschaften einer internationalen Gruppe der Elektronikindustrie: Schaltungsschutz – Sicherungen und Schutzbauelemente – und Leistungshalbleiter wie Thyristoren und Gleichrichter. Abnehmer sind Fahrzeug- und Luftfahrttechnik, Industrie und Energietechnik, erreicht überwiegend über Distributoren.
Die Fertigung unterscheidet sich von fast jeder anderen. Ein Los durchläuft hunderte Prozessschritte über Wochen; was heute an einer Anlage steht, ist ein kleiner Teil dessen, was gerade im Haus unterwegs ist. Zwischenprodukte sind unverkäuflich und trotzdem wertvoll.
Am Ende steht keine Stückprüfung im üblichen Sinn, sondern eine Messung je Position auf dem Wafer. Aus einem Los werden damit Millionen Einzelergebnisse, und die gehören zu Bauteilen, die in Fahrzeugen zwanzig Jahre arbeiten.
Für die IT heißt das zweierlei: Die Datenmenge ist hier keine Begleiterscheinung, sondern das Erzeugnis – Testergebnisse je Position, Prozesswerte je Schritt, über Jahre auswertbar zu halten. Und eine Störung wirkt nicht auf eine Maschine, sondern auf alles, was gerade zwischen zwei Prozessschritten liegt.
KI-generiertes Bild02 · Typische Engpässe
Sechs Stellen, an denen es in der Halbleiterfertigung hakt.
03 · Zwei Dinge, die nur hier so sind
Ihre Daten sind Teil des Erzeugnisses.
KI-generiertes BildEin Los, Millionen Ergebnisse, zwanzig Jahre Aufbewahrung.
In der Serienfertigung ist Prüfen eine Stichprobe: Man misst einige Teile und schließt auf das Los. In der Halbleiterfertigung wird jede Position auf dem Wafer einzeln gemessen, weil sie einzeln ausfallen kann – und weil die Abnehmer in der Fahrzeugtechnik genau das verlangen.
Damit entsteht eine Datenmenge, die sich nicht wie Dokumentation verhält, sondern wie Produktionsmaterial. Sie ist zu groß für eine Ablage und zu wichtig für ein Archiv, das man nur lesen kann. Gebraucht wird sie Jahre später, punktgenau, zu einer einzelnen Bauteilkennung aus einem Feldfall.
Wir behandeln sie deshalb als Bestand mit Lebenszyklus: strukturiert gespeichert, maschinell abfragbar, bei jedem Systemwechsel ausgeleitet statt migriert. Das ist unauffällige Arbeit über Jahre – und im Feldfall der Unterschied zwischen einer Eingrenzung auf vier Lose und einer Rückrufkampagne über einen Produktionszeitraum.
KI-generiertes BildDer Bestand besteht aus Dingen, die man nicht verkaufen kann.
In den meisten Fertigungen ist der größte Teil des Bestands entweder Rohmaterial oder Fertigware, und beides hat einen Marktwert. Hier liegt der größte Teil dazwischen: Wafer in Prozessschritt 140 von 300, angearbeitet, unverkäuflich, und trotzdem das teuerste im Haus.
Diese Eigenart verschiebt, was eine Störung bedeutet. Fällt eine Anlage aus, ist der Schaden nicht die Stillstandszeit dieser Anlage, sondern das Risiko für jedes Los, das nun im falschen Zustand wartet – manche Zwischenzustände halten Stunden, andere Tage, und danach beginnt der Wert zu verfallen.
Deshalb richten wir die Überwachung nicht auf Anlagen aus, sondern auf Lose: Welches Los steht wo, seit wann, und wie lange darf es dort stehen. Das ist keine neue Software, sondern eine andere Sicht auf vorhandene Daten – und sie entscheidet im Störungsfall darüber, was zuerst gerettet wird.
Vom Modell bis an die Maschine
Konstruktion, Halle und Service stellen drei verschiedene Ansprüche an dieselbe IT. Welcher zuerst drückt, hängt an Ihrer Größe.
Drei Angaben genügen – Sie sehen sofort, was bei Ihnen trägt.
04 · Häufige Fragen
Was Halbleiterhersteller wissen wollen.
- Wie lange müssen Testdaten verfügbar bleiben?
- So lange, wie das Erzeugnis des Kunden lebt – in der Fahrzeugtechnik sind das regelmäßig fünfzehn Jahre und mehr. Entscheidend ist nicht die Speicherung, sondern die Abfragbarkeit: Gebraucht wird ein einzelner Datensatz zu einer Bauteilkennung, nicht ein lesbares Archiv.
- Warum sollte die Überwachung auf Lose statt auf Anlagen schauen?
- Weil der Schaden bei einer Störung nicht an der Anlage entsteht, sondern an den Losen, die im falschen Zustand warten. Manche Zwischenzustände halten Stunden, andere Tage. Wer weiß, welches Los wo steht und wie lange es dort darf, rettet zuerst das, was verfällt.
- Unsere Nachfrage schwankt stärker als der Markt. Woran liegt das?
- Meist am Lager der Distributoren zwischen Ihnen und dem Endkunden. Sie sehen ein geglättetes, verzögertes Signal. Wer Bestandsmeldungen der Distributoren regelmäßig einsammelt, verkürzt den blinden Abschnitt – bei wochenlanger Durchlaufzeit ist das viel wert.
- Wie kündigen wir ein Bauteil ordentlich ab?
- Mit einer vollständigen Liste, wer es in welcher Anwendung verbaut. Abnehmer in Fahrzeug- und Luftfahrttechnik müssen requalifizieren oder bevorraten und brauchen Vorlauf. Eine Meldung an eine Vertriebsliste erreicht einen Teil nicht – und dann gibt es Ärger wegen der Information, nicht wegen des Teils.
- Lohnt eine automatische Prozessüberwachung überall?
- Nein. Sie lohnt an den wenigen Schritten, an denen die Ausbeute hängt, und die kennt die Fertigung selbst. Überall eingeführt erzeugt sie Meldungen, die nach einem Monat niemand mehr ansieht – und dann ist auch die nützliche Meldung wirkungslos.
- Sie sitzen in Viernheim. Wie schnell sind Sie in Lampertheim?
- Auf eine Meldung reagieren wir innerhalb von 15 Minuten, in aller Regel per Fernwartung. Muss jemand kommen, sind es rund zwanzig Minuten. Für Reinraum und Endtest im Mehrschichtbetrieb vereinbaren wir die Erreichbarkeit schriftlich, auch nachts.
Sagen Sie uns, wo es hakt.
Ein Anruf, zehn Minuten. Wenn wir nicht der richtige Partner sind, sagen wir das im ersten Gespräch.
