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StörungenWindows und Arbeitsplatz

Geräte-Manager meldet Code 43 oder Code 10 – was heißt das?

Die Codes im Geräte-Manager sagen, woran Windows gescheitert ist. Code 43 heißt, dass das Gerät selbst einen Fehler gemeldet hat und Windows es daraufhin angehalten hat; Code 10 heißt, dass es sich nicht starten ließ; Code 28 heißt, dass gar kein Treiber vorhanden ist. Der erste Handgriff ist derselbe: Gerät entfernen, Rechner neu starten, Windows erkennt es neu – das löst die Fälle, in denen nur die Zuordnung beschädigt war.

Von Metehan Kurt · Fachlich geprüft von Seamand Mala · 27. September 2026

  • 14Jahre

    unternehmerisch im IT-Betrieb, GmbH seit 2020

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Woran Sie erkennen, dass es dieser Fall ist

  • Windows hat dieses Gerät angehalten, da es Probleme gemeldet hat. (Code 43)
  • Das Gerät kann nicht gestartet werden. (Code 10)
  • Für dieses Gerät sind keine Treiber installiert. (Code 28)
  • Windows kann die für dieses Gerät erforderlichen Treiber nicht laden. (Code 31)
  • Die Programmausführung kann nicht fortgesetzt werden, da VCRUNTIME140.dll nicht gefunden wurde.

Zugehörige Fehlercodes

  • Code 43
  • Code 10
  • Code 28
  • Code 31
  • Code 45

Die schnelle Hilfe, in dieser Reihenfolge

  1. Gerät entfernen und neu erkennen lassen

    Im Geräte-Manager das Gerät entfernen, dabei die Option zum Löschen der Treibersoftware nur setzen, wenn ein passender Treiber bereitliegt. Danach Rechner neu starten. Windows erkennt das Gerät neu und legt die Zuordnung frisch an – das behebt beschädigte Einträge, ohne dass man sie suchen muss.

    Damit wissen Sie: War nur die Zuordnung beschädigt, ist der Fall erledigt.

  2. Anschluss und Kabel tauschen

    Bei Code 43 an USB-Geräten ist der Anschluss ein häufiger Verursacher – besonders an Dockingstationen und an Anschlüssen auf der Gehäusefront. Direkt an die Rückseite des Rechners stecken und ein anderes Kabel verwenden. Das kostet zwei Minuten und schließt die halbe Ursachenliste aus.

    Damit wissen Sie: Funktioniert es woanders, liegt es nicht am Gerät.

  3. Treiber vom Hersteller holen, nicht von einer Treiberseite

    Der richtige Treiber steht beim Hersteller des Geräts oder des Rechners – und bei Notebooks meist beim Hersteller des Notebooks, nicht beim Hersteller des Bauteils. Sammelseiten für Treiber und Programme, die Treiber suchen, sind ein bekannter Verbreitungsweg für Schadsoftware.

    Damit wissen Sie: Sie haben einen Treiber, der zum Gerät und zur Windows-Fassung passt.

  4. Energiesparen für den Anschluss abschalten

    Windows darf USB-Anschlüsse abschalten, um Strom zu sparen. Manche Geräte kommen danach nicht zurück und melden Code 43. In den Eigenschaften des USB-Root-Hubs unter Energieverwaltung lässt sich das abstellen – eine Einstellung, die auf Arbeitsplätzen mit angeschlossener Technik ohnehin sinnvoll ist.

    Damit wissen Sie: Traten die Ausfälle nach Pausen auf, ist das meist die Ursache.

  5. Bei fehlenden DLL-Dateien: die Laufzeitumgebung nachinstallieren

    Meldungen über fehlende Dateien wie VCRUNTIME140.dll oder MSVCP140.dll bedeuten fast immer, dass eine Laufzeitumgebung fehlt – ein Paket, das Programme mitbringen, aber nicht immer sauber installieren. Es gibt sie beim Hersteller des Betriebssystems zum Nachinstallieren.

    Damit wissen Sie: Die Meldung verschwindet, und zwar für alle Programme, die dieselbe Umgebung brauchen.

Dasselbe in PowerShell

Für alle, die mehr als einen Rechner betreuen

Der Geräte-Manager zeigt einen Fehlercode je Gerät – aber nur, wenn man jedes einzeln anklickt. Der erste Befehl listet alle betroffenen Geräte auf einmal, und das ist auf einem Rechner mit vielen angeschlossenen Geräten der eigentliche Gewinn.

PowerShell mit erweiterten Rechten starten – so geht es
Windows 11
Rechtsklick auf das Startsymbol – oder die Tastenkombination Windows + X – und dann Terminal (Administrator) wählen.
Windows 10
Dieselbe Tastenkombination, der Eintrag heißt dort Windows PowerShell (Administrator). Steht dort stattdessen die Eingabeaufforderung, lässt sich das in den Taskleisteneinstellungen umstellen – oder Sie nehmen den Weg darunter.
Auf jedem Windows
Startmenü öffnen, powershell tippen und den Treffer mit Strg + Umschalt + Eingabe öffnen. Das ist der Weg, der überall funktioniert.
Woran Sie erkennen, dass es geklappt hat
In der Titelleiste des Fensters steht Administrator, und die Eingabeaufforderung beginnt in C:\Windows\System32 statt in Ihrem Benutzerordner. Vorher bestätigen Sie die Abfrage der Benutzerkontensteuerung mit Ja.
Wenn nach Zugangsdaten gefragt wird
Dann sind Sie auf diesem Rechner kein Administrator. Im Firmennetz ist das der Regelfall und Absicht: Wer täglich mit erhöhten Rechten arbeitet, gibt einer Schadsoftware dieselben Rechte. Der richtige Weg ist die Zuarbeit durch die Administration – nicht das dauerhafte Hochstufen des eigenen Kontos.

Ein Hinweis, der wichtiger ist als er klingt: Führen Sie keinen Befehl aus, dessen Wirkung Sie nicht benennen können – auch keinen von uns. Die Blöcke unten sagen jeweils dazu, was sie tun; die, die etwas verändern, sind gekennzeichnet.

Alle Geräte mit Fehlerzustand auflisten

Zeigt in einer Zeile, was Windows beanstandet – ohne den Baum im Geräte-Manager aufzuklappen.

Windows PowerShell
PS C:\> Get-PnpDevice -Status Error, Degraded, Unknown |>> Select-Object Status, Class, FriendlyName, InstanceId | Format-Table -AutoSizeStatus Class FriendlyName InstanceId------ ----- ------------ ----------Error USB USB-Massenspeichergerät USB\VID_0781&PID_5583\...

Den Problemcode eines Geräts auslesen

Die Zahl hinter Code 43 oder Code 10, maschinell abgefragt. Nützlich, wenn man den Zustand protokollieren oder über mehrere Rechner vergleichen will.

Windows PowerShellAdministrator
PS C:\> $g = Get-PnpDevice -Status Error | Select-Object -First 1PS C:\> $g | Get-PnpDeviceProperty -KeyName 'DEVPKEY_Device_ProblemCode' | Select-Object InstanceId, DataInstanceId Data---------- ----USB\VID_0781&PID_5583\... 43

Ein Gerät aus- und wieder einschalten

Die Entsprechung zu Gerät entfernen und neu erkennen lassen – ohne Neustart. Das behebt beschädigte Zuordnungen, ohne dass man sie suchen muss.

Windows PowerShellAdministrator
PS C:\> $id = (Get-PnpDevice -Status Error | Select-Object -First 1).InstanceIdPS C:\> Disable-PnpDevice -InstanceId $id -Confirm:$falsePS C:\> Start-Sleep -Seconds 3PS C:\> Enable-PnpDevice -InstanceId $id -Confirm:$falsePS C:\> Get-PnpDevice -InstanceId $id | Select-Object Status, FriendlyName

Das verändert etwas: Schaltet ein Gerät für einige Sekunden ab. Auf der Netzwerkkarte, über die Sie gerade verbunden sind, oder auf dem Datenträgercontroller wäre das eine sehr kurze Sitzung – prüfen Sie vorher, welches Gerät $id trifft.

Installierte Laufzeitpakete auflisten

Für Meldungen über fehlende Dateien wie VCRUNTIME140.dll: Zeigt, welche Visual-C++-Pakete vorhanden sind. Bewusst über die Registrierung – nicht über Win32_Product.

Windows PowerShell
# ACHTUNG, was hier NICHT steht: Get-WmiObject Win32_Product löst auf# jedem installierten Paket eine Neukonfiguration aus. Nie benutzen.PS C:\> Get-ItemProperty 'HKLM:\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Uninstall\*',>> 'HKLM:\SOFTWARE\WOW6432Node\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Uninstall\*' |>> Where-Object DisplayName -like '*Visual C++*' |>> Select-Object DisplayName, DisplayVersion | Sort-Object DisplayName

Treiber eines Herstellers ansehen

Wenn ein Windows-Update den Treiber ersetzt hat, steht hier, welche Fassungen im Vorrat liegen – und damit, worauf sich zurücknehmen ließe.

Windows PowerShellAdministrator
PS C:\> pnputil /enum-drivers# Oder gezielt, mit Herkunft und DatumPS C:\> Get-WindowsDriver -Online | Where-Object ProviderName -like '*Intel*' |>> Select-Object ClassName, ProviderName, Version, Date | Sort-Object Date -Descending

Warum ist es gefährlich, eine fehlende DLL einzeln herunterzuladen?

Weil genau dafür Seiten existieren, die nichts anderes tun: Sie bieten einzelne Systemdateien zum Herunterladen an, gut auffindbar, weil sehr viele Menschen genau diesen Dateinamen suchen. Was man dort bekommt, ist eine Datei aus unbekannter Quelle, die man in das Systemverzeichnis legt und die von da an mit vollen Rechten läuft.

Der richtige Weg ist immer das vollständige Paket vom Hersteller. Eine fehlende Laufzeitdatei ist kein Einzelschaden, sondern ein Hinweis, dass eine Programmsammlung unvollständig installiert ist – und die installiert man nach, statt eine Datei hineinzukopieren.

Dasselbe gilt für Programme, die Treiber suchen und aktualisieren. Sie lösen selten ein Problem, installieren dafür oft unpassende Treiber und bringen Zusatzprogramme mit. Auf Firmengeräten haben sie nichts verloren.

Was unterscheidet Code 43 von Code 10?

Code 43 bedeutet, dass das Gerät selbst gemeldet hat, dass etwas nicht stimmt – Windows hat die Meldung entgegengenommen und das Gerät stillgelegt. Das ist ein Hinweis auf das Gerät, seinen Anschluss oder seine Stromversorgung, seltener auf den Treiber.

Code 10 bedeutet, dass der Startversuch fehlgeschlagen ist, ohne dass das Gerät einen Grund genannt hätte. Hier ist der Treiber der Hauptverdächtige, gefolgt von einem Konflikt mit einem anderen Gerät.

Praktisch heißt das: Bei 43 zuerst die Hardware prüfen, bei 10 zuerst den Treiber. Beide Codes werden oft synonym behandelt, und das führt dazu, dass man bei einem defekten Kabel stundenlang Treiber tauscht.

Warum verschwindet ein Gerät nach einem Windows-Update?

Weil Windows bei Updates auch Treiber mitbringt und bestehende ersetzt. Bei Standardgeräten geht das gut, bei Spezialtechnik nicht immer – Messgeräte, Kassensysteme, Zeiterfassung, Produktionstechnik. Dort ist der Treiber des Herstellers oft älter, aber der einzige, der funktioniert.

Der Ausweg ist nicht, keine Updates mehr zu installieren, sondern die betroffenen Treiber von der automatischen Aktualisierung auszunehmen. Das ist gezielt möglich und deutlich sinnvoller als die verbreitete Praxis, ein ganzes Gerät von Updates fernzuhalten – am Ende steht sonst ein Kassenrechner mit drei Jahren offener Sicherheitslücken.

Im Betrieb

Spezialtechnik ist der Grund, warum in Betrieben alte Systeme stehen bleiben.

In fast jedem Betrieb mit eigener Technik gibt es ein Gerät, das nur mit einem bestimmten Treiber läuft – und damit nur mit einer bestimmten Windows-Fassung. Daraus wird über die Jahre ein Rechner, den niemand anfassen darf, und der steht dann noch da, wenn seine Windows-Fassung längst keine Sicherheitsupdates mehr bekommt.

Das ist ein Risiko, das sich nicht wegdiskutieren lässt, aber eines, das sich beherrschen lässt. Der übliche Weg ist, dieses Gerät netzseitig zu trennen: eigener Netzbereich, nur die Verbindungen erlaubt, die es wirklich braucht, kein Internetzugang, kein Zugriff auf die Ablagen. Dann ist der alte Stand ein bekanntes, eingegrenztes Risiko statt eines offenen Zugangs in das ganze Netz.

Parallel dazu gehört die Frage auf den Tisch, was der Hersteller anbietet – und was ein Ersatz kosten würde. Diese Rechnung wird oft nie aufgemacht, weil sie unangenehm ist. Sie fällt aber regelmäßig anders aus, als alle vermutet haben.

Wann Sie aufhören sollten zu probieren

Wenn dasselbe Gerät an einem anderen Rechner ebenfalls Code 43 meldet, ist es defekt. Weitere Treiberversuche sind dann keine Fehlersuche mehr, sondern Zeitvertreib.

Häufige Anschlussfragen

Was bedeutet ein unbekanntes Gerät im Geräte-Manager?

Dass Windows Hardware sieht, sie aber nicht zuordnen kann – es fehlt der Treiber. Über die Eigenschaften und die Hardware-IDs lässt sich herausfinden, um was es sich handelt; die Kennung nennt Hersteller und Gerät. Damit findet man den richtigen Treiber, statt zu raten.

Soll ich Treiber regelmäßig aktualisieren?

Nur mit Anlass. Ein Treiber, der läuft, wird durch eine neuere Fassung selten besser, kann aber schlechter werden. Anlässe sind ein bekanntes Problem, eine benötigte Funktion oder eine Sicherheitskorrektur. Der verbreitete Rat, alle Treiber monatlich zu aktualisieren, erzeugt im Betrieb mehr Störungen, als er verhindert.

Warum funktioniert das Gerät an einem anderen Rechner?

Dann liegt es nicht am Gerät, sondern an diesem Rechner: Treiberstand, Energieeinstellungen, ein Konflikt oder ein beschädigter Eintrag. Dieser Test ist der wertvollste in diesem Bereich, weil er die Ursache auf die Hälfte eingrenzt – und er dauert zwei Minuten.

Hilft es, den Treiber im abgesicherten Modus zu installieren?

Manchmal, wenn ein laufendes Schutzprogramm oder ein anderer Treiber die Installation blockiert. Es ist aber ein später Schritt: Vorher gehören Anschluss, Kabel und die Frage, ob das Gerät woanders läuft, geprüft. Sonst installiert man mit Aufwand einen Treiber für ein defektes Gerät.

Dazu passt

Einordnung in zwei Schritten

Was Ihre IT braucht, entscheidet sich an Branche und Größe – nicht am Katalog.

1Wie viele Arbeitsplätze hat Ihr Unternehmen?
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