Was ist der Unterschied zwischen einfachen und verwalteten Switches?
Ein einfacher Switch verteilt Daten und tut sonst nichts. Er kostet vierzig Euro, funktioniert sofort und ist für einen Besprechungsraum genau richtig. Was er nicht kann: unterscheiden. Alles, was an ihm hängt, liegt im selben Netz und kann miteinander sprechen – die Überwachungskamera mit dem Buchhaltungsrechner inbegriffen.
Ein verwalteter Switch kann Bereiche trennen. Er legt auf derselben Verkabelung mehrere getrennte Netze an: eines fürs Büro, eines für Gäste, eines für Maschinen und Drucker. Das ist kein Luxus, sondern die Antwort auf die häufigste Ausbreitungsart eines Angriffs – ein befallenes Gerät findet nur noch, was in seinem Bereich steht.
Der dritte Unterschied fällt erst im Störfall auf: Ein verwalteter Switch sagt, was an welchem Anschluss hängt und wie viel dort läuft. Wer eine Störung sucht, findet sie in Minuten statt in Stunden. Bei einem einfachen Switch bleibt nur, Kabel zu ziehen und zu schauen, was ausfällt.
Im Betrieb: Faustregel: Alles, was ein Gast oder eine Maschine anfassen kann, gehört nicht ins Büronetz. Dafür braucht es einen verwalteten Switch – sonst hängt alles zusammen.
Worauf kommt es bei der Auswahl an?
Die Zahl der Anschlüsse ist die einfachste Frage und die am häufigsten falsch beantwortete: Rechnen Sie die vorhandenen Geräte, addieren Sie die Zugangspunkte und Drucker, und legen Sie ein Drittel Reserve obendrauf. Ein Switch, der voll ist, ist ein Switch, an den jemand einen zweiten daneben hängt – und ab da wird es unübersichtlich.
- Stromversorgung über das Netzwerkkabel (PoE) für Zugangspunkte, Kameras und Telefone
- Geschwindigkeit: 1 GBit/s je Arbeitsplatz genügt, zum Server hin mehr
- Verwaltbarkeit, wenn Bereiche getrennt werden sollen – im Betrieb praktisch immer
- Lüfterlos, wenn er nicht im Technikraum steht, sondern im Büro
- Ein Drittel freie Anschlüsse als Reserve
Häufige Anschlussfragen
Was bringt ein Switch gegenüber mehr WLAN?
Verlässlichkeit. Ein Kabel liefert immer dieselbe Leistung, unabhängig davon, wer sonst funkt. Alles, was ortsfest steht – Arbeitsplatzrechner, Drucker, Kassen, Maschinen –, gehört ans Kabel. Funk ist für alles da, was sich bewegt. Diese Aufteilung spart mehr Störungen als jedes zusätzliche Funkgerät.
Reicht nicht der Switch im Router?
Für vier Geräte ja. Darüber hinaus gilt: Router sind für die Verbindung nach draußen gebaut, nicht für den Verkehr im Haus. Wer den gesamten internen Datenverkehr über den Router leitet, macht ihn zum Nadelöhr – und bemerkt es erst, wenn gleichzeitig gesichert und gearbeitet wird.
Können wir später erweitern?
Ja, aber planen Sie es. Zwei Switches werden über eine kräftige Verbindung gekoppelt, nicht über einen beliebigen freien Anschluss – sonst läuft der gesamte Verkehr zwischen beiden über eine einzelne Leitung. Bei der Erstinstallation kostet die richtige Kopplung nichts; nachträglich bedeutet sie eine Umverkabelung.
Dazu passt
