Warum ist ein Repeater im Betrieb die falsche Lösung?
Ein Repeater hat nur eine Funkeinheit. Er muss dieselbe Luft zum Empfangen und zum Senden benutzen, und das geht nur abwechselnd. Jedes Datenpaket läuft also zweimal durch dasselbe Nadelöhr – der Durchsatz halbiert sich, bevor überhaupt ein Gerät verbunden ist. Bei zwei hintereinandergeschalteten Repeatern bleibt ein Viertel übrig.
Dazu kommt ein zweites Problem, das erst im Betrieb auffällt: Der Repeater hängt selbst am Funk. Wird das Signal am Aufstellort schwächer – weil eine Tür zugeht, ein Regal eingeräumt wird oder im Nachbarbüro ein Gerät sendet –, reicht er diese Schwäche weiter. Der Fehler wandert, statt behoben zu werden.
Der dritte Punkt ist der, der Betriebe am meisten kostet: Ein Repeater spannt in vielen Fällen ein eigenes Netz auf. Endgeräte wechseln nicht sauber zwischen den Netzen, sondern klammern sich an das zuerst gefundene. Wer mit dem Tablet durch die Halle geht, bleibt am schwächsten Zugangspunkt hängen und wundert sich, warum es stockt, obwohl der Balken voll ist.
Im Betrieb: In einer Wohnung mit drei Geräten fällt das nicht auf. In einer Praxis, in der gleichzeitig Röntgenbilder übertragen und Termine gebucht werden, fällt es sofort auf.
Was gehört stattdessen ins Netz?
Die richtige Antwort ist unspektakulär und heißt Kabel: Zugangspunkte, die per Netzwerkleitung am Verteiler hängen und dort ihren Strom gleich mitbekommen. Jeder Zugangspunkt hat damit die volle Leitung nach hinten und muss nichts weiterreichen. Dass es das Netz eines Hauses ist und nicht drei nebeneinander, regelt die gemeinsame Verwaltung.
Wie viele es sind, entscheidet nicht die Quadratmeterzahl, sondern was dazwischen steht. Eine Rigipswand kostet kaum etwas, eine Stahlbetondecke fast alles, ein Hochregallager mit Metallträgern ändert die Lage zwischen leerem und beladenem Zustand vollständig. Deshalb messen wir im belegten Zustand, nicht im leeren – gemessen wird, wo gearbeitet wird.
- Zugangspunkte per Kabel, Strom über dieselbe Leitung (PoE)
- Ein Funknetz für das ganze Haus, nicht eines je Gerät
- Getrennte Netze für Büro, Gäste und Maschinen – am selben Gerät
- Ausleuchtung im beladenen Zustand geprüft, nicht im leeren Raum
Wann ist ein Repeater trotzdem vertretbar?
Es gibt einen Fall: ein einzelner, abgelegener Raum, in dem selten jemand arbeitet, ohne die Möglichkeit, ein Kabel zu ziehen – ein Lagerraum im Keller, eine Garage. Wenn dort nur ein Handscanner gelegentlich eine Zeile überträgt, ist ein Repeater die pragmatische Lösung und kostet niemanden etwas.
Sobald dort aber regelmäßig gearbeitet wird oder ein zweites Gerät dazukommt, kippt die Rechnung. Ein Kabel zu ziehen kostet einmal Geld; ein Repeater kostet jeden Tag ein bisschen Geduld und irgendwann einen Anruf, bei dem niemand erklären kann, warum es gestern ging und heute nicht.
Häufige Anschlussfragen
Bringt ein teurerer Repeater mehr?
Ein Gerät mit zwei Funkeinheiten kann eine davon fest für die Verbindung nach hinten reservieren und halbiert den Durchsatz dann nicht. Das Grundproblem bleibt: Die Verbindung läuft weiter durch die Luft und wird von allem beeinflusst, was dazwischenkommt. Für den Preis eines guten Doppelband-Repeaters bekommt man meist einen Zugangspunkt samt Kabelweg.
Was ist mit Mesh-Systemen?
Mesh löst das Wechselproblem – die Geräte übergeben sich verbundene Endgeräte sauber, und es gibt nur ein Netz. Das ist ein echter Fortschritt gegenüber einzelnen Repeatern. Der Weg nach hinten läuft aber weiter über Funk, solange die Knoten nicht verkabelt sind. Verkabelte Mesh-Knoten sind faktisch Zugangspunkte – und damit sind wir wieder bei der richtigen Lösung.
Reicht nicht einfach ein stärkerer Router?
Nein, und das hat einen physikalischen Grund: Die Sendeleistung ist gesetzlich begrenzt, und selbst wenn sie es nicht wäre, nützt sie nichts. Das Endgerät muss auch zurücksenden, und ein Notebook oder Handy hat eine kleine Antenne und wenig Leistung. Ein lauter Router, der eine leise Antwort nicht mehr hört, verbessert gar nichts.
Wie viele Zugangspunkte brauchen wir?
Als Richtwert für ein Bürogebäude: einer je 100 bis 150 Quadratmeter zusammenhängender Fläche, mehr bei vielen Wänden, deutlich mehr in Hallen mit Metallregalen. Das ist aber nur der Ausgangspunkt für die Messung. Wir gehen mit dem Messgerät durch Ihre Räume und liefern eine Karte, auf der steht, wo welche Stärke ankommt – vor dem Angebot, nicht danach.
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