Was ein gut gebauter Serverraum leistet
Ein Serverraum hat drei Aufgaben: Er hält die Geräte kühl, versorgt sie zuverlässig mit Strom und macht jede Verbindung nachvollziehbar. Wo eine davon fehlt, zahlt man später – mit Leistungsverlust, Ausfällen oder Stunden der Suche bei jeder Störung.
Wir planen und bauen das ganze Bild: vom einzelnen Serverschrank in einer Kanzlei bis zum kleinen Rechenzentrum mit mehreren Racks. Unser Maßstab sind die Standards, die unser Geschäftsführer aus internationalen Rechenzentrumsprojekten mitbringt, in denen er an Rollouts der SAP HANA Enterprise Cloud mitgewirkt hat.
Was wir planen und bauen
- ServerschrankGeschlossene Schränke mit perforierten, luftdurchlässigen Türen, Geräte auf Schienen, Platz für Wachstum.
- Kühlung und LuftführungKühlung passend zu Raum und Last, Luftwege frei, offene Höheneinheiten mit Blindplatten verschlossen.
- Strom und USVUnterbrechungsfreie Stromversorgung, getrennte Stromkreise, geordnetes Herunterfahren bei längerem Ausfall.
- VerkabelungKurz, beschriftet, in Kabelführungen – nie vor Lüftungsöffnungen.
- ÜberwachungTemperatur, Luftfeuchte und Strom laufend erfasst, mit Alarm, bevor es kritisch wird.
- DokumentationSchrankbelegung, Verkabelungsplan und Messprotokolle – übergeben, nicht nur im Kopf eines Technikers.
Kühlung: Es gibt nicht die eine ideale Temperatur
Die richtige Temperatur hängt davon ab, wie der Raum gebaut ist, wie groß er ist und wie die Kühlluft kommt: aus einem Doppelboden, von oben oder passiv, ohne gezielte Zuluft. Entscheidend ist nicht die Temperatur irgendwo im Raum, sondern die der Luft, die der Server ansaugt. Der Fachverband ASHRAE empfiehlt dafür 18 bis 27 °C.
Was die Kühlung wirklich wirksam macht, sind Details am Schrank. Perforierte, luftdurchlässige Türen sind praktisch immer besser als geschlossene. Bei passiver Klimatisierung brauchen Server und andere Geräte mindestens eine Höheneinheit Abstand zueinander, sonst heizen sie sich gegenseitig auf. Und die Front wird immer verschlossen: Offene Höheneinheiten bekommen Blindplatten, damit die Geräte kalte Luft ansaugen und nicht ihre eigene warme Abluft – sonst entstehen Verwirbelungen, und Kälte geht ungenutzt verloren.
Das BSI verlangt im IT-Grundschutz für Serverräume, dass Temperatur und Luftfeuchte in den Grenzwerten bleiben, aufgezeichnet werden und die Wärmelast nach größeren Umbauten neu geprüft wird. Wir bauen die Überwachung dafür gleich mit ein.
So bauen wir Ihren Serverraum
- BestandsaufnahmeRaum, Wärmelast, Strom, vorhandene Geräte, Temperatur an den Ansaugseiten – gemessen, nicht geschätzt.
- PlanungSchrank, Kühlung, Stromversorgung, Verkabelung und Platz für Wachstum als ein Plan.
- AufbauSchrank, Schienen, Blindplatten, Stromverteilung, USV – meist außerhalb der Arbeitszeit.
- Umzug der GeräteBestehende Systeme in den neuen Schrank, in festgelegter Reihenfolge, mit Rückfallplan.
- Verkabelung und BeschriftungNeu verlegt, beschriftet, gemessen.
- Abnahme und DokumentationTemperaturen gemessen, Überwachung scharf geschaltet, alles schriftlich übergeben.
Aus der Praxis
In mehreren Steuerkanzleien lief die Kanzleisoftware langsam, mit Zeitüberschreitungen und Programmfehlern. Teils gab es keinen Serverschrank, der Serverraum wurde sehr warm, und die Server drosselten dauerhaft ihre Leistung. Mit Serverschränken und ordnungsgemäß neu verlegter Verkabelung war das Temperaturproblem behoben – und die Anlagen deutlich schneller, ohne neuen Server.
Bei einer Unternehmensberatung mit 150 Mitarbeitenden haben wir Serverschränke, Verkabelung, Beschriftung und Dokumentation in kurzer Zeit komplett neu aufgebaut – die Grundlage für einen Betrieb ohne tägliche Ausfälle.
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Häufige Fragen
- Welche Kühlung braucht ein Serverraum?
- Das hängt von Raum, Wärmelast und Art der Luftzufuhr ab. Maßgeblich ist die Temperatur der Luft vor den Servern – ASHRAE empfiehlt 18 bis 27 °C. Oft bringen perforierte Schranktüren, Blindplatten und freie Luftwege mehr als eine stärkere Klimaanlage.
- Brauchen wir überhaupt einen Serverschrank?
- Sobald Server, Speicher und Netzwerk zusammen betrieben werden: ja. Ein Schrank ordnet Luftwege, Strom und Kabel. Geräte, die offen im Raum stehen, werden wärmer, schwerer zu warten und leichter beschädigt.
- Was gehört in einen Serverraum?
- Ein Serverschrank mit passender Kühlung, eine unterbrechungsfreie Stromversorgung, geordnete und beschriftete Verkabelung, eine Überwachung von Temperatur und Luftfeuchte, ein geregelter Zutritt und eine Dokumentation dessen, was wo steht.
- Warum werden meine Server langsamer, obwohl sie nicht alt sind?
- Häufig ist es Hitze: Ein zu warmer Server drosselt seine Leistung, um nicht auszufallen. Die Hardware-Überwachung zeigt das. Dann hilft eine bessere Luftführung mehr als ein neuer Server.
Quellen und Nachweise
- ASHRAE: 2021 Thermal Guidelines for Air Cooling – Referenzkarte zu „Thermal Guidelines for Data Processing Environments“, 5. Auflage · ASHRAE
- IT-Grundschutz-Kompendium, Baustein INF.2 „Rechenzentrum sowie Serverraum“ (Edition 2023) · Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnikamtlich

