Woran Sie erkennen, dass es dieser Fall ist
- Replikation ausstehend – Rückstand 3 Tage
- Der Satellit ist nicht erreichbar.
- Speicherplatz auf dem Satelliten erschöpft
- Zeitüberschreitung bei der Verbindung mit dem Rechenzentrum
- Agent konnte keine Verbindung zum lokalen Sicherungsziel herstellen
Zugehörige Fehlercodes
- Satellit
- Replikation
- Vault
- Hybrid-Backup
- Port 443
Die schnelle Hilfe, in dieser Reihenfolge
Rückstand im Portal ablesen
Das Backup-Portal zeigt je Satellit, wie viel noch nicht ins Rechenzentrum repliziert ist und seit wann. Ein Rückstand von Stunden ist normal nach einer großen Sicherung; einer von Tagen heißt, dass die Replikation steht oder die Leitung nicht reicht. Die Zahl entscheidet, ob es eine Störung oder eine Dimensionierungsfrage ist.
Damit wissen Sie: Sie wissen, ob die Replikation steht oder nur langsam ist.
Erreichbarkeit in beide Richtungen
Agenten müssen den Satelliten erreichen, der Satellit das Rechenzentrum – jeweils über Port 443. Nach Firewall-Änderungen, einem neuen Internetanschluss oder einer DNS-Umstellung fällt eine der beiden Richtungen aus, und die Sicherungen laufen weiter – nur nicht mehr außer Haus. Das ist die gefährlichste Variante, weil sie nicht auffällt.
Damit wissen Sie: Beide Richtungen antworten; die Namensauflösung stimmt.
Platz auf dem Satelliten
Der Satellit hält die Sicherungen so lange, wie seine Aufbewahrung sagt – und braucht dafür Platz. Wächst die Datenmenge, läuft er voll, und er nimmt keine Sicherungen mehr an. Als VM: dynamische VHDX, die ihr Maximum erreicht hat, oder ein Host-Datenträger, der voll ist.
Damit wissen Sie: Freier Platz reicht für die nächste Vollsicherung.
Satelliten-VM: Prüfpunkte und Integrationsdienste
Ein Satellit, der als Hyper-V-VM läuft, ist eine VM wie jede andere: Ein verbliebener Prüfpunkt hält ihn an, fehlende Integrationsdienste machen ihn unsichtbar. Und er gehört nicht in die Sicherung, die er entgegennimmt – das ist die Schleife, die man einmal baut und dann nie wieder.
Damit wissen Sie: Keine Prüfpunkte, Integrationsdienste aktiv, Satellit nicht in der eigenen Sicherung.
Replikationsfenster gegen die Leitung rechnen
Wie viel ändert sich am Tag, wie viel schafft die Leitung in der Nacht? 80 GB Änderungen über 50 MBit/s Upload sind rechnerisch dreieinhalb Stunden – das passt. 400 GB passen nicht, und dann ist der Rückstand keine Störung, sondern eine Dimensionierung: Leitung, Fenster oder Änderungsrate müssen sich ändern.
Damit wissen Sie: Der Rückstand ist erklärt – und die Entscheidung, was wächst, steht an.
Dasselbe in PowerShell
Für alle, die mehr als einen Rechner betreuen
Der Satellit ist eine Appliance oder virtuelle Maschine in Ihrem Netz; seine Verwaltung läuft über die Oberfläche der Sicherungssoftware. Die Befehle hier prüfen das Umfeld, in dem er arbeitet – Erreichbarkeit, Platz, Replikation –, auf einem Windows-Rechner im selben Netz oder auf dem Hyper-V-Host, wenn der Satellit als VM läuft.
PowerShell mit erweiterten Rechten starten – so geht es
- Windows 11
- Rechtsklick auf das Startsymbol – oder die Tastenkombination Windows + X – und dann Terminal (Administrator) wählen.
- Windows 10
- Dieselbe Tastenkombination, der Eintrag heißt dort Windows PowerShell (Administrator). Steht dort stattdessen die Eingabeaufforderung, lässt sich das in den Taskleisteneinstellungen umstellen – oder Sie nehmen den Weg darunter.
- Auf jedem Windows
- Startmenü öffnen, powershell tippen und den Treffer mit Strg + Umschalt + Eingabe öffnen. Das ist der Weg, der überall funktioniert.
- Woran Sie erkennen, dass es geklappt hat
- In der Titelleiste des Fensters steht Administrator, und die Eingabeaufforderung beginnt in C:\Windows\System32 statt in Ihrem Benutzerordner. Vorher bestätigen Sie die Abfrage der Benutzerkontensteuerung mit Ja.
- Wenn nach Zugangsdaten gefragt wird
- Dann sind Sie auf diesem Rechner kein Administrator. Im Firmennetz ist das der Regelfall und Absicht: Wer täglich mit erhöhten Rechten arbeitet, gibt einer Schadsoftware dieselben Rechte. Der richtige Weg ist die Zuarbeit durch die Administration – nicht das dauerhafte Hochstufen des eigenen Kontos.
Ein Hinweis, der wichtiger ist als er klingt: Führen Sie keinen Befehl aus, dessen Wirkung Sie nicht benennen können – auch keinen von uns. Die Blöcke unten sagen jeweils dazu, was sie tun; die, die etwas verändern, sind gekennzeichnet.
Erreichbarkeit in beide Richtungen
Die Agenten müssen den Satelliten erreichen, der Satellit das Rechenzentrum. Fällt eines von beiden aus, laufen Sicherungen weiter – aber nur bis zum Satelliten, und das fällt erst auf, wenn der Replikationsrückstand groß ist.
# Vom Arbeitsplatz oder Server aus: der SatellitPS C:\> Test-NetConnection -ComputerName <Satellit> -Port 443 | Select-Object ComputerName, RemotePort, TcpTestSucceeded, PingSucceeded# Vom Satelliten aus (Konsole der Appliance) oder vom selben Netzsegment: das RechenzentrumPS C:\> Test-NetConnection -ComputerName <Sicherungsziel-Rechenzentrum> -Port 443# Namensauflösung – ein häufiger Grund nach Firewall- oder DNS-ÄnderungenPS C:\> Resolve-DnsName <Sicherungsziel-Rechenzentrum>Satellit als VM: Zustand, Platz, Prüfpunkte
Läuft der Satellit als virtuelle Maschine auf Hyper-V, gelten für ihn dieselben Regeln wie für jede VM: genug Platz auf der virtuellen Platte, kein hängender Prüfpunkt, Integrationsdienste aktiv. Und: Der Satellit selbst wird nicht in die Sicherung aufgenommen, die er entgegennimmt.
PS C:\> Get-VM -Name '<Satellit-VM>' | Select-Object Name, State, Uptime, MemoryAssigned, CPUUsagePS C:\> Get-VMHardDiskDrive -VMName '<Satellit-VM>' | ForEach-Object { Get-VHD -Path $_.Path } | Select-Object Path, @{ n = 'GrößeGB'; e = { [math]::Round($_.Size / 1GB) } }, @{ n = 'BelegtGB'; e = { [math]::Round($_.FileSize / 1GB) } }, VhdType# Dynamische VHDX: Belegt wächst bis Größe – danach stoppt der Satellit, ohne dass Windows es als Fehler siehtPS C:\> Get-VMSnapshot -VMName '<Satellit-VM>'# Freier Platz auf dem Host-Datenträger, auf dem die VHDX liegtPS C:\> Get-Volume | Where-Object DriveLetter | Select-Object DriveLetter, FileSystemLabel, @{ n = 'FreiGB'; e = { [math]::Round($_.SizeRemaining / 1GB) } }Replikation: läuft sie, und wie weit hinkt sie?
Den Rückstand zeigt das Portal der Sicherungssoftware; was sich von außen messen lässt, ist der Datenverkehr des Satelliten nach außen. Ein Satellit, der nachts nichts sendet, repliziert nicht.
# Aktive Verbindungen des Satelliten nach außen – vom Satelliten selbst oder über die Firewall-ProtokollePS C:\> Get-NetTCPConnection -State Established | Where-Object RemotePort -eq 443 | Select-Object LocalAddress, RemoteAddress, RemotePort, OwningProcess# Leitung: Was die Replikation nachts schaffen muss – Beispiel 80 GB Änderungen bei 50 MBit/s UploadPS C:\> [math]::Round(80 * 1024 * 8 / 50 / 3600, 1)3,6# = 3,6 Stunden. Passt das nicht ins Nachtfenster, muss die Leitung oder das Fenster wachsen – nicht die Hoffnung.Direkt ins Rechenzentrum oder mit Satellit – was passt zu uns?
Direkt, wenn die Datenmenge klein ist, die Leitung gut und die Wiederherstellungszeit großzügig: wenige Server, unter einem Terabyte, eine Gigabit-Leitung, ein Tag Wiederanlauf ist akzeptabel. Dann spart der Verzicht auf den Satelliten ein Gerät, das gepflegt werden muss.
Mit Satellit, wenn eines davon nicht gilt. Große Datenmengen laufen nachts in den Satelliten und von dort in Ruhe ins Rechenzentrum; die Sicherung selbst ist nach einer Stunde fertig, die Replikation darf den ganzen Tag dauern. Und die Wiederherstellung – das ist das stärkere Argument – kommt aus dem lokalen Netz: ein Server in der Zeit, die das Kopieren über das LAN dauert, nicht über das Internet.
Nach Herstellerangabe bietet das Cloud-Backup unseres Partners TERRA CLOUD den Satelliten als Hybrid-Variante an, als Appliance oder virtuelle Maschine. Die Faustregel aus unserem Betrieb: Ab einem Terabyte oder ab einer Wiederanlaufzeit unter vier Stunden für den wichtigsten Server kommt der Satellit dazu.
Ist der Satellit allein eine Sicherung?
Nein, und das ist der Punkt, an dem Häuser sich täuschen. Der Satellit steht im Haus, im selben Gebäude, meist im selben Netz wie die Server. Brand, Diebstahl, Wasserschaden treffen ihn mit; eine Verschlüsselung, die seine Verwaltung erreicht, trifft ihn auch. Er ist die schnelle Kopie – die sichere ist die im Rechenzentrum.
Deshalb ist der Replikationsrückstand die wichtigste Zahl auf dem Portal: Alles, was noch nicht repliziert ist, existiert nur einmal, im Haus. Ein Satellit mit drei Tagen Rückstand bedeutet drei Tage Arbeit, die bei einem Brand verloren wären – und niemand hat eine Fehlermeldung gesehen.
Die 3-2-1-Regel liest sich mit Satellit so: die Daten auf dem Server, die Kopie auf dem Satelliten, die Kopie im Rechenzentrum – und die vierte, der georedundante Zweitspeicher in einem weiteren Rechenzentrum in Deutschland, kommt nach Herstellerangabe dazu. Erst die dritte ist die, die zählt.
Wie groß muss der Satellit sein?
So groß wie die Sicherungen, die er halten soll: Vollsicherung aller Systeme nach Deduplizierung plus die täglichen Änderungen über die lokale Aufbewahrung, plus Reserve. Ein Haus mit 2 TB Daten, 20 GB Änderungen am Tag und 14 Tagen lokaler Aufbewahrung braucht rechnerisch rund 2,3 TB nach Deduplizierung – als Faustregel das Anderthalbfache der Daten.
Die lokale Aufbewahrung darf kürzer sein als die im Rechenzentrum: Der Satellit ist für die schnelle Wiederherstellung der letzten Tage; was älter ist, kommt aus dem Rechenzentrum, und das darf dauern. 14 bis 30 Tage lokal und die lange Frist außer Haus ist eine übliche Aufteilung.
Als VM auf einem vorhandenen Hyper-V-Host ist der Satellit schnell eingerichtet; als Appliance steht er getrennt von der Virtualisierung, die er sichert – was im Ernstfall ein Vorteil ist, wenn der Host selbst ausgefallen ist. Welche Variante, hängt daran, ob der Host die zusätzliche Last trägt.
Im Betrieb
Der Satellit ist die Antwort auf die Frage, wie schnell – nicht auf die Frage, ob.
In Gesprächen über Datensicherung geht es meist um die Frage, ob die Daten sicher sind. Die Frage, die im Ernstfall gestellt wird, ist eine andere: Wann können wir wieder arbeiten? Zwischen beiden liegt die Leitung. Ein Terabyte aus dem Rechenzentrum zurückzuholen dauert über eine 100-MBit/s-Leitung einen Tag – sicher, aber ein Tag Stillstand.
Der Satellit kürzt das auf die Zeit, die das lokale Netz braucht. Deshalb gehört er in unserer Planung zu jedem Haus, dessen wichtigster Server in weniger als einem Arbeitstag zurück sein muss – und das sind die meisten. Die Wiederanlaufzeit steht bei uns im Vertrag; der Satellit ist das, was sie einhaltbar macht.
Im Betrieb überwachen wir den Replikationsrückstand wie einen Füllstand: Ab einem Tag entsteht ein Ticket. Das ist der Unterschied zwischen einem Satelliten, der im Schrank steht, und einem, der im Ernstfall das hält, was er versprochen hat.
Wann Sie aufhören sollten zu probieren
Erreichbarkeit, Platz und Prüfpunkte prüft der Administrator selbst. Die Grenze ist die Replikationsschicht des Satelliten: Was dort hängt, wird über das Portal und mit dem Hersteller gelöst – nicht durch Neustarts auf Verdacht, die eine laufende Replikation abbrechen und den Rückstand vergrößern.
Häufige Anschlussfragen
Was passiert, wenn der Satellit ausfällt?
Die Agenten sichern dann direkt ins Rechenzentrum, wenn das so eingerichtet ist – langsamer, aber vollständig. Und alles, was der Satellit bereits repliziert hatte, liegt im Rechenzentrum. Verloren ist nur, was im Satelliten lag und noch nicht repliziert war – der Rückstand. Ein neuer Satellit wird eingerichtet und holt sich den Bestand aus dem Rechenzentrum zurück.
Kann der Satellit auch an einem zweiten Standort stehen?
Ja, und das ist für Häuser mit zwei Standorten eine naheliegende Anordnung: Jeder Standort sichert auf den Satelliten des anderen, beide replizieren ins Rechenzentrum. Die Verbindung zwischen den Standorten muss dann die Sicherung tragen – das ist meist die Standortvernetzung über die Firewall, und deren Bandbreite setzt die Grenze.
Braucht der Satellit eine eigene Sicherung?
Nein – er ist selbst eine Kopie und wird ins Rechenzentrum repliziert. Was er braucht, ist Ausschluss: Er darf nicht in der Sicherung stehen, die er entgegennimmt, sonst sichert er sich selbst, und das wächst ohne Ende. Das ist eine der ersten Prüfungen bei der Einrichtung.
Reicht statt des Satelliten ein NAS mit S3-Schnittstelle?
Für die lokale Kopie ja: QNAP- und Synology-Geräte können nach Herstellerangabe über ihre S3-Schnittstelle in den Speicher unseres Partners replizieren, und mit Object Lock wird die Kopie dort unveränderbar. Was das NAS nicht leistet, ist die Integration mit den Agenten – es ist eine Kopie der Sicherung, nicht ein Ziel der Sicherung. Für Häuser, die heute nur lokal sichern, ist es der einfachste erste Schritt außer Haus.
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