Woran Sie erkennen, dass es dieser Fall ist
- Drucker ist offline
- Der Drucker reagiert nicht
- Fehler beim Drucken
- Dokument wird gedruckt – aber nichts passiert
- Der angegebene Netzwerkname ist nicht mehr verfügbar.
Zugehörige Fehlercodes
- 0x00000709
- 0x0000011b
- 0x00000bcb
Die schnelle Hilfe, in dieser Reihenfolge
Adresse am Drucker ablesen
Fast jeder Netzwerkdrucker zeigt seine IP-Adresse im Bedienfeld oder druckt sie über eine Konfigurationsseite aus. Notieren Sie sie. Das ist die Tatsache, gegen die alles andere geprüft wird.
Damit wissen Sie: Sie haben die Adresse, unter der der Drucker tatsächlich erreichbar ist.
Adresse im Druckeranschluss vergleichen
Systemsteuerung, Geräte und Drucker, Druckereigenschaften, Anschlüsse. Dort steht die Adresse, an die Windows sendet. Stimmen die beiden nicht überein, ist die Ursache gefunden: Der Drucker hat eine neue Adresse bekommen. Anschluss auf die richtige Adresse ändern – fertig.
Damit wissen Sie: Bei Abweichung ist der Fall erledigt, und Sie wissen, dass die Adressvergabe die eigentliche Baustelle ist.
Das Häkchen bei Offline verwenden prüfen
Windows setzt bei einem nicht erreichbaren Drucker manchmal selbst den Schalter Drucker offline verwenden – und nimmt ihn nicht wieder weg, wenn der Drucker zurückkommt. Im Druckerfenster unter Drucker steht der Schalter. Ist er gesetzt, abwählen.
Damit wissen Sie: Der Drucker wechselt sofort auf bereit, wenn er sonst erreichbar ist.
Warteschlange und Druckdienst zurücksetzen
Ein hängender Auftrag blockiert alle folgenden, und löschen lässt er sich oft nicht. Der Weg, der immer funktioniert: Dienst Druckwarteschlange anhalten, den Inhalt von C:\Windows\System32\spool\PRINTERS löschen, Dienst starten. Danach ist die Schlange leer.
Damit wissen Sie: Bleiben Aufträge danach erneut hängen, liegt es am Treiber, nicht an der Schlange.
Den Weg prüfen, nicht das Gerät
Ping auf die Adresse des Druckers. Antwortet er, ist das Netz in Ordnung und das Problem liegt bei Anschluss, Treiber oder Dienst. Antwortet er nicht, hat es nichts mit Windows zu tun: Kabel, Netzwerkanschluss, WLAN oder eine Trennung zwischen den Netzbereichen.
Damit wissen Sie: Sie wissen, ob Sie auf dem Rechner weitersuchen oder im Netz.
Dasselbe in PowerShell
Für alle, die mehr als einen Rechner betreuen
Der Abgleich zwischen der Adresse am Gerät und der im Anschluss hinterlegten – die Ursache in den meisten Fällen – lässt sich in einer Zeile erledigen, und zwar für alle Drucker eines Rechners zugleich.
PowerShell mit erweiterten Rechten starten – so geht es
- Windows 11
- Rechtsklick auf das Startsymbol – oder die Tastenkombination Windows + X – und dann Terminal (Administrator) wählen.
- Windows 10
- Dieselbe Tastenkombination, der Eintrag heißt dort Windows PowerShell (Administrator). Steht dort stattdessen die Eingabeaufforderung, lässt sich das in den Taskleisteneinstellungen umstellen – oder Sie nehmen den Weg darunter.
- Auf jedem Windows
- Startmenü öffnen, powershell tippen und den Treffer mit Strg + Umschalt + Eingabe öffnen. Das ist der Weg, der überall funktioniert.
- Woran Sie erkennen, dass es geklappt hat
- In der Titelleiste des Fensters steht Administrator, und die Eingabeaufforderung beginnt in C:\Windows\System32 statt in Ihrem Benutzerordner. Vorher bestätigen Sie die Abfrage der Benutzerkontensteuerung mit Ja.
- Wenn nach Zugangsdaten gefragt wird
- Dann sind Sie auf diesem Rechner kein Administrator. Im Firmennetz ist das der Regelfall und Absicht: Wer täglich mit erhöhten Rechten arbeitet, gibt einer Schadsoftware dieselben Rechte. Der richtige Weg ist die Zuarbeit durch die Administration – nicht das dauerhafte Hochstufen des eigenen Kontos.
Ein Hinweis, der wichtiger ist als er klingt: Führen Sie keinen Befehl aus, dessen Wirkung Sie nicht benennen können – auch keinen von uns. Die Blöcke unten sagen jeweils dazu, was sie tun; die, die etwas verändern, sind gekennzeichnet.
Alle Drucker mit Zustand und Anschluss auflisten
Zeigt in einem Blick, welcher Drucker auf welche Adresse zeigt und was Windows über seinen Zustand denkt. Das ersetzt das Durchklicken durch die Eigenschaften jedes einzelnen Geräts.
PS C:\> Get-Printer | Select-Object Name, PrinterStatus, PortName, DriverName | Format-Table -AutoSizeName PrinterStatus PortName DriverName---- ------------- -------- ----------Kopierer EG Offline IP_192.168.10.50 Kyocera Universal# Die Anschlüsse mit der Adresse dahinterPS C:\> Get-PrinterPort | Where-Object PrinterHostAddress | Select-Object Name, PrinterHostAddress, PortNumberPrüfen, ob der Drucker antwortet
Trennt die Frage Gerät erreichbar von Windows meint offline. Antwortet Anschluss 9100, ist der Drucker im Netz und die Ursache liegt auf dem Rechner.
PS C:\> Test-NetConnection -ComputerName 192.168.10.50 -Port 9100ComputerName : 192.168.10.50RemotePort : 9100TcpTestSucceeded : True# Hat der Drucker einen Namen im DNS, auf den Namen prüfenPS C:\> Resolve-DnsName kopierer-eg -ErrorAction SilentlyContinue | Select-Object Name, IPAddressWarteschlange und Druckdienst zurücksetzen
Das ist Schritt 4 der Liste oben – der Weg, der auch dann funktioniert, wenn sich ein Auftrag nicht löschen lässt.
PS C:\> Stop-Service -Name Spooler -ForcePS C:\> Remove-Item 'C:\Windows\System32\spool\PRINTERS\*' -Force -ErrorAction SilentlyContinuePS C:\> Start-Service -Name Spooler# Danach: steht noch etwas in der Schlange?PS C:\> Get-Printer | Get-PrintJob | Select-Object PrinterName, Id, DocumentName, JobStatusDas verändert etwas: Löscht ALLE wartenden Druckaufträge dieses Rechners – auf einem Druckserver also auch die der Kollegen. Dort nicht im laufenden Betrieb, sondern angekündigt.
Den Anschluss auf die richtige Adresse umstellen
Die dauerhafte Lösung nach einem Adresswechsel. Besser auf den Namen als auf die Nummer – dann übersteht der Anschluss auch den nächsten Wechsel.
PS C:\> Add-PrinterPort -Name 'IP_kopierer-eg' -PrinterHostAddress 'kopierer-eg'PS C:\> Set-Printer -Name 'Kopierer EG' -PortName 'IP_kopierer-eg'# KontrollePS C:\> Get-Printer -Name 'Kopierer EG' | Select-Object Name, PortName, PrinterStatusDas verändert etwas: Ändert die Einrichtung des Druckers. Der alte Anschluss bleibt bestehen; entfernen Sie ihn mit Remove-PrinterPort erst, wenn kein Drucker mehr darauf zeigt.
Den Zustand über mehrere Rechner vergleichen
Wenn es bei einem Kollegen geht und beim anderen nicht, liegt es fast immer an unterschiedlich eingerichteten Anschlüssen. Die Abfrage legt sie nebeneinander.
PS C:\> $rechner = 'PC-01','PC-02','PC-03'PS C:\> Invoke-Command -ComputerName $rechner -ScriptBlock {>> Get-Printer | Where-Object Name -like '*Kopierer*' | Select-Object Name, PortName, PrinterStatus>> } | Select-Object PSComputerName, Name, PortName, PrinterStatus | Format-Table -AutoSizeWarum bekommt der Drucker überhaupt eine neue Adresse?
Weil er sie sich leiht. In den meisten Netzen vergibt der Router Adressen auf Zeit; wenn ein Gerät länger aus ist als die vereinbarte Frist, kann seine Adresse an ein anderes gehen. Nach einem Wochenende, einem Stromausfall oder einem Routertausch ist genau das passiert.
Der Drucker ist danach völlig in Ordnung. Nur zeigt jeder Rechner im Haus weiterhin auf die alte Adresse – und dort ist jetzt vielleicht ein Notebook. Das erklärt auch das häufigste Begleitphänomen: Es funktioniert bei einem Kollegen und beim anderen nicht, je nachdem, wie der Anschluss eingerichtet wurde.
Die dauerhafte Lösung ist nicht, jedes Mal die Adresse nachzutragen, sondern dem Drucker eine feste zu geben – entweder im Gerät selbst oder als Reservierung im Router. Das ist eine Arbeit von zehn Minuten und beendet das Thema.
Was ist der Unterschied zwischen einem WSD-Anschluss und einem TCP/IP-Anschluss?
Windows richtet Netzwerkdrucker gern automatisch über WSD ein – ein Verfahren, bei dem sich der Drucker selbst im Netz ankündigt. Das ist bequem und im Betrieb die häufigste Quelle für sporadische Ausfälle: WSD hängt an Diensten für die Geräteerkennung, die in getrennten Netzbereichen, hinter Firewalls und im WLAN nicht zuverlässig funktionieren.
Ein Standard-TCP/IP-Anschluss macht etwas Einfacheres: Er sendet an eine Adresse. Keine Erkennung, keine Ankündigung, nichts, was ausfallen kann. Deshalb gehört im Unternehmen jeder Netzwerkdrucker auf einen TCP/IP-Anschluss – und wenn der Drucker einen Namen im DNS hat, besser auf den Namen als auf die Nummer.
- WSD erkennt man im Anschlussfeld an einem Eintrag der Form WSD-xxxxxxxx statt einer Adresse.
- Umstellen heißt: neuen Anschluss anlegen, Typ Standard TCP/IP, Adresse eintragen, Drucker darauf umhängen.
- Mit Namen statt Nummer überlebt der Anschluss sogar einen Adresswechsel.
Warum melden plötzlich alle Rechner denselben Fehler?
Wenn der Druck über einen Druckserver läuft, gibt es eine gemeinsame Stelle – und die erklärt, warum es alle gleichzeitig trifft. Dann ist der Fehler nicht zwanzigmal aufgetreten, sondern einmal, an einem Ort.
Zweiter Fall, der für Aufsehen sorgt: ein Sicherheitsupdate, das die Rechteprüfung beim Verbinden mit freigegebenen Druckern verschärft. Danach lassen sich Drucker nicht mehr verbinden oder verlieren die Verbindung, und die Meldungen tragen Codes wie 0x00000709 oder 0x0000011b. Das ist kein Defekt, sondern eine bewusste Änderung – die Lösung liegt in der Einrichtung des Druckservers, nicht im Zurücknehmen des Updates.
Im Betrieb
Drucken ist der Dienst, der am häufigsten ausfällt – und am seltensten geplant wird.
In fast jedem Betrieb, den wir übernehmen, sind Drucker der Bereich mit den meisten offenen Enden: gewachsene Anschlüsse, gemischte Treiberstände, Geräte mit geliehenen Adressen, Freigaben von einem Arbeitsplatz aus, der eigentlich kein Server ist. Es funktioniert – bis der Router getauscht wird.
Was daran teuer ist, ist nicht die einzelne Störung, sondern ihre Häufigkeit. Ein Drucker, der jede Woche einmal offline geht, erzeugt im Jahr fünfzig kleine Unterbrechungen, jede mit zwei Personen und zehn Minuten. Das ist mehr als ein Arbeitstag, für ein Problem, dessen dauerhafte Lösung eine halbe Stunde dauert.
Die drei Handgriffe, die das Thema beenden: feste Adressen für alle Drucker, Anschlüsse über TCP/IP auf den Namen, und eine Stelle, an der die Treiber gepflegt werden.
Wann Sie aufhören sollten zu probieren
Wenn der Drucker auf Ping antwortet, der Anschluss stimmt und die Warteschlange leer ist, es aber trotzdem nicht druckt, geht es um Treiber und Rechte. Das ist der Punkt, an dem Ausprobieren anfängt, Seiteneffekte zu erzeugen – etwa wenn jemand anfängt, Updates zu deinstallieren.
Häufige Anschlussfragen
Warum zeigt der Drucker offline, obwohl er druckt?
Weil Windows den Zustand nicht vom Gerät erfragt, sondern aus der letzten Antwort ableitet. Bleibt eine Rückmeldung einmal aus – etwa weil der Drucker im Energiesparen war –, merkt Windows sich offline und korrigiert das nicht von selbst. Das Häkchen bei Drucker offline verwenden ist dann oft mitgesetzt.
Hilft es, den Drucker zu löschen und neu einzurichten?
Oft ja, aber es verdeckt die Ursache. Beim Neueinrichten wird die aktuelle Adresse eingetragen, und es funktioniert wieder – bis zum nächsten Adresswechsel. Der Unterschied zwischen einmal reparieren und dauerhaft lösen liegt darin, ob danach eine feste Adresse vergeben wird.
Warum drucken manche Kollegen und andere nicht?
Weil ihre Rechner den Drucker auf verschiedenen Wegen kennen: der eine über eine Freigabe, der andere direkt, der dritte über einen WSD-Anschluss mit alter Adresse. Gewachsene Einrichtungen sehen genau so aus. Die Ungleichheit ist der Hinweis – funktioniert es überall gleich, ist es auch überall gleich eingerichtet.
Was bedeutet Fehler 0x0000011b beim Verbinden?
Der Code gehört zu einer verschärften Rechteprüfung beim Zugriff auf freigegebene Drucker, die mit einem Sicherheitsupdate eingeführt wurde. Er tritt typischerweise auf, wenn Clients einen Drucker von einem Server holen. Die saubere Lösung liegt in der Einrichtung des Druckservers und in gepflegten Treibern, nicht im Entfernen des Updates.
Dazu passt
