Zum Inhalt springen
0621 877 55 990
DAVINCI Rechenzentrum

StörungenZugriff und Anmeldung

Zugriff verweigert oder Netzwerkpfad nicht gefunden – was steckt dahinter?

Die beiden Meldungen sehen ähnlich aus, bedeuten aber Gegensätzliches: Netzwerkpfad nicht gefunden heißt, dass die Gegenstelle nicht antwortet – Zugriff verweigert heißt, dass sie antwortet und Sie ablehnt. Das erste ist ein Namens- oder Netzproblem, das zweite ein Rechte- oder Anmeldeproblem. Prüfen Sie zuerst, welche der beiden Meldungen wirklich dasteht; sie trennt zwei völlig verschiedene Suchwege.

Von Metehan Kurt · Fachlich geprüft von Seamand Mala · 27. September 2026

  • 14Jahre

    unternehmerisch im IT-Betrieb, GmbH seit 2020

  • InternationaleExpertise

    Betreuung in Deutschland, Europa und dem Nahen Osten

  • 99,9 %Verfügbarkeit

    der Cloud-Services, je Kalendermonat

  • 15 Min.Reaktionszeit

    im Notfall, rund um die Uhr

  • ISO 27001zertifiziert

    Partner-Rechenzentren in Deutschland

Woran Sie erkennen, dass es dieser Fall ist

  • Auf „\\server\freigabe“ kann nicht zugegriffen werden.
  • Der Netzwerkpfad wurde nicht gefunden.
  • Zugriff verweigert. Wenden Sie sich an Ihren Netzwerkadministrator.
  • Sie verfügen nicht über die erforderlichen Berechtigungen für den Zugriff auf diese Freigabe.
  • Die angegebenen Anmeldeinformationen stimmen nicht mit den vorhandenen überein.

Zugehörige Fehlercodes

  • 0x80070035
  • 0x80004005
  • 0x8007052E
  • 0x80070005

Die schnelle Hilfe, in dieser Reihenfolge

  1. Die Meldung genau lesen

    Netzwerkpfad nicht gefunden und Zugriff verweigert führen zu verschiedenen Ursachen. Wer die beiden verwechselt, sucht im falschen Bereich – etwa Berechtigungen, obwohl gar keine Verbindung zustande kommt.

    Damit wissen Sie: Sie wissen, ob es ein Verbindungs- oder ein Rechteproblem ist.

  2. Mit der Adresse statt mit dem Namen versuchen

    Öffnen Sie die Freigabe einmal über die IP-Adresse des Servers statt über seinen Namen. Klappt es damit, ist der Weg in Ordnung und die Namensauflösung das Problem. Klappt es auch damit nicht, liegt es tiefer.

    Damit wissen Sie: Die Unterscheidung zwischen Namensauflösung und Erreichbarkeit ist damit erledigt.

  3. Gespeicherte Anmeldedaten prüfen

    Windows merkt sich Zugangsdaten zu Freigaben in der Anmeldeinformationsverwaltung. Wurde ein Kennwort geändert, meldet sich der Rechner weiterhin mit dem alten – und bekommt Zugriff verweigert, obwohl die neuen Daten richtig sind. Alten Eintrag löschen, Verbindung neu aufbauen.

    Damit wissen Sie: Das löst die Mehrzahl der Fälle, in denen es gestern noch ging.

  4. Erreichbarkeit auf dem richtigen Weg prüfen

    Ein Ping sagt nur, dass das Gerät antwortet – nicht, dass die Dateifreigabe läuft. Aussagekräftiger ist ein Verbindungsversuch auf den Freigabedienst selbst. Antwortet der Server auf Ping, aber nicht auf den Dienst, ist der Dienst gestoppt oder eine Firewall dazwischen.

    Damit wissen Sie: Sie trennen Gerät erreichbar von Dienst erreichbar.

  5. Bei älteren Geräten: das Protokollalter prüfen

    Ältere Netzwerkspeicher und Kopierer bieten Freigaben teils nur über eine veraltete Protokollfassung an, die Windows aus gutem Grund nicht mehr verwendet. Dann meldet Windows, der Pfad sei nicht gefunden, obwohl das Gerät antwortet. Die richtige Antwort ist, das Gerät zu aktualisieren – nicht, das alte Protokoll wieder einzuschalten.

    Damit wissen Sie: Sie erkennen den Fall daran, dass nur ein bestimmtes Gerät betroffen ist, nicht der Server.

Dasselbe in PowerShell

Für alle, die mehr als einen Rechner betreuen

Die Trennung, um die es auf dieser Seite geht – antwortet die Gegenstelle überhaupt, oder antwortet sie und lehnt ab –, klärt sich in zwei Befehlen. Danach steht fest, ob Sie Rechte prüfen oder den Weg.

PowerShell mit erweiterten Rechten starten – so geht es
Windows 11
Rechtsklick auf das Startsymbol – oder die Tastenkombination Windows + X – und dann Terminal (Administrator) wählen.
Windows 10
Dieselbe Tastenkombination, der Eintrag heißt dort Windows PowerShell (Administrator). Steht dort stattdessen die Eingabeaufforderung, lässt sich das in den Taskleisteneinstellungen umstellen – oder Sie nehmen den Weg darunter.
Auf jedem Windows
Startmenü öffnen, powershell tippen und den Treffer mit Strg + Umschalt + Eingabe öffnen. Das ist der Weg, der überall funktioniert.
Woran Sie erkennen, dass es geklappt hat
In der Titelleiste des Fensters steht Administrator, und die Eingabeaufforderung beginnt in C:\Windows\System32 statt in Ihrem Benutzerordner. Vorher bestätigen Sie die Abfrage der Benutzerkontensteuerung mit Ja.
Wenn nach Zugangsdaten gefragt wird
Dann sind Sie auf diesem Rechner kein Administrator. Im Firmennetz ist das der Regelfall und Absicht: Wer täglich mit erhöhten Rechten arbeitet, gibt einer Schadsoftware dieselben Rechte. Der richtige Weg ist die Zuarbeit durch die Administration – nicht das dauerhafte Hochstufen des eigenen Kontos.

Ein Hinweis, der wichtiger ist als er klingt: Führen Sie keinen Befehl aus, dessen Wirkung Sie nicht benennen können – auch keinen von uns. Die Blöcke unten sagen jeweils dazu, was sie tun; die, die etwas verändern, sind gekennzeichnet.

Namensauflösung und Freigabedienst getrennt prüfen

Der erste Befehl klärt, ob der Name zur richtigen Adresse führt; der zweite, ob der Dateifreigabedienst annimmt. Ein Ping beantwortet weder das eine noch das andere.

Windows PowerShell
PS C:\> Resolve-DnsName fileserver | Select-Object Name, Type, IPAddress# Anschluss 445 ist die Dateifreigabe – Ping sagt nur, dass das Gerät lebtPS C:\> Test-NetConnection -ComputerName fileserver -Port 445ComputerName : fileserverRemoteAddress : 192.168.10.12TcpTestSucceeded : True# Welche Freigaben bietet der Server an?PS C:\> Get-ChildItem \\fileserver\ -ErrorAction SilentlyContinue

Gespeicherte Zugangsdaten ansehen und entfernen

Die häufigste Ursache für Zugriff verweigert, obwohl es gestern noch ging: ein alter Eintrag, mit dem sich Windows weiterhin anmeldet.

Windows PowerShell
PS C:\> cmdkey /listZielname: Domain:target=fileserver Typ: Domänenkennwort Benutzer: ALT\m.mustermann# Den veralteten Eintrag entfernen, danach neu verbindenPS C:\> cmdkey /delete:Domain:target=fileserver

Das verändert etwas: Entfernt einen gespeicherten Zugang. Beim nächsten Zugriff fragt Windows erneut nach Benutzer und Kennwort – gewollt, aber nicht mitten in einem Termin.

Die eigenen Gruppen und die Rechte am Ordner nebeneinanderlegen

Beantwortet die Frage, warum es beim Kollegen geht: Rechte hängen an Gruppen, und der Ausweis des Rechners kennt nur die Gruppen vom Zeitpunkt der Anmeldung.

Windows PowerShell
# Die Gruppen, mit denen dieser Rechner gerade arbeitetPS C:\> whoami /groups# Die Rechte am Zielordner, lesbar aufbereitetPS C:\> (Get-Acl '\\fileserver\daten\buchhaltung').Access |>> Select-Object IdentityReference, FileSystemRights, AccessControlType, IsInherited | Format-Table -AutoSize

Auf dem Server: Freigabe- und Dateirechte vergleichen

Wirksam ist immer die engere der beiden Angaben. Dass sie auseinanderlaufen, ist die häufigste Ursache für Rechte, die sich niemand erklären kann.

Windows PowerShellAdministrator
# Die FreigabeebenePS C:\> Get-SmbShare | Select-Object Name, Path, DescriptionPS C:\> Get-SmbShareAccess -Name Daten | Select-Object Name, AccountName, AccessRight# Die Dateiebene am selben PfadPS C:\> (Get-Acl 'D:\Daten').Access | Select-Object IdentityReference, FileSystemRights, IsInherited# Wer ist gerade verbunden?PS C:\> Get-SmbSession | Select-Object ClientComputerName, ClientUserName, NumOpens

Warum geht es bei einem Kollegen und bei mir nicht?

Weil an einer Freigabe zwei Rechtesätze übereinanderliegen: die Freigabeberechtigung und die Berechtigung im Dateisystem. Wirksam ist immer die engere von beiden. Wer an einer Stelle Vollzugriff hat und an der anderen nichts, bekommt nichts – und sieht dieselbe Meldung wie jemand, der gar nicht vorgesehen ist.

Dazu kommt die Gruppenzugehörigkeit: Rechte hängen fast immer an Gruppen, nicht an Personen. Wird jemand einer Gruppe hinzugefügt, greift das erst nach einer neuen Anmeldung – der Rechner arbeitet bis dahin mit dem Berechtigungsausweis, den er beim Anmelden bekommen hat. Das ist der Grund, warum abmelden und neu anmelden hier tatsächlich hilft, während es sonst ein Verlegenheitsrat ist.

Was bedeutet der Fehler 0x80070035?

Das ist der Code hinter Der Netzwerkpfad wurde nicht gefunden. Er bedeutet nicht, dass die Freigabe nicht existiert, sondern dass Windows auf dem eingeschlagenen Weg nichts erreicht hat. Die häufigsten Ursachen sind ein Name, der nicht aufgelöst wird, ein blockierter Dateifreigabedienst und eine Trennung zwischen zwei Netzbereichen.

Besonders häufig taucht er auf, wenn Geräte in verschiedenen Netzen hängen – etwa Notebooks im Gäste-WLAN, während der Server im Firmennetz steht. Aus Sicht des Notebooks ist der Server dann tatsächlich nicht vorhanden, und das ist richtig so.

  • Mit der IP-Adresse versuchen – klappt das, ist es die Namensauflösung.
  • Prüfen, in welchem Netz das Gerät hängt. Ein Gastnetz erreicht das Firmennetz nicht, und das ist Absicht.
  • Auf dem Server prüfen, ob der Dienst für Datei- und Druckerfreigabe läuft und in der Firewall freigegeben ist.

Warum verschwindet das Netzlaufwerk nach dem Neustart?

Verbundene Laufwerke werden beim Anmelden wiederhergestellt. Ist der Server zu diesem Zeitpunkt noch nicht erreichbar – weil das WLAN später kommt oder ein VPN erst aufgebaut werden muss –, scheitert die Wiederherstellung, und das Laufwerk trägt ein rotes Kreuz. Ein Doppelklick verbindet es dann meist sofort.

Im Betrieb gehört das nicht repariert, sondern ersetzt: Laufwerksverbindungen, die per Anmeldeskript oder Richtlinie erst nach dem Netzaufbau gesetzt werden, haben dieses Problem nicht. Wo mobil gearbeitet wird, ist ohnehin ein Zugriffsweg sinnvoller, der ohne dauerhafte Laufwerksverbindung auskommt.

Im Betrieb

Rechte, die gewachsen sind, erklären sich irgendwann selbst nicht mehr.

In gewachsenen Umgebungen sind Berechtigungen der Bereich mit den meisten stillen Widersprüchen: Rechte direkt an Personen statt an Gruppen, Vererbung an einzelnen Ordnern unterbrochen, Freigabe- und Dateirechte, die sich gegenseitig aufheben. Das Ergebnis ist ein Zustand, in dem niemand mehr sagen kann, wer worauf zugreifen darf – und genau diese Frage stellt ein Prüfer als erste.

Die Störung, um die es hier geht, ist meist nur das Symptom. Wer sie einzeln löst, indem er einer Person ein Recht direkt zuweist, macht den Zustand ein Stück unübersichtlicher.

Der Weg heraus ist unspektakulär: Rechte ausschließlich über Gruppen, Vererbung nur an wenigen, bewusst gesetzten Stellen unterbrechen, und eine Übersicht, die zeigt, wer wo hineinkommt. Das ist Arbeit von Tagen, nicht von Wochen – und sie beendet eine ganze Gattung von Störungen.

Wann Sie aufhören sollten zu probieren

Sobald jemand anfängt, Berechtigungen zu setzen, um eine Störung loszuwerden, ist die Grenze überschritten. Ein Recht, das zur Fehlerbehebung vergeben wurde, wird nie wieder entzogen – und steht Jahre später in der Prüfung.

Häufige Anschlussfragen

Hilft es, die Freigabe für jeden freizugeben?

Es löst die Störung und schafft ein größeres Problem. Freigaben für alle sind der Grund, warum Verschlüsselungsangriffe in Betrieben so weitreichend sind: Was jeder Benutzer schreiben darf, darf auch die Schadsoftware verschlüsseln, die unter seinem Konto läuft. Der Aufwand für saubere Gruppen ist einmalig, der Schaden ist es nicht.

Warum werde ich ständig nach dem Kennwort gefragt?

Meist wegen eines veralteten gespeicherten Zugangs, der abgelehnt wird, während der Dialog neue Daten erfragt und sie nicht dauerhaft übernimmt. Den alten Eintrag in der Anmeldeinformationsverwaltung löschen und die Verbindung mit gesetztem Haken für das Merken neu aufbauen. Bleibt es dabei, stimmt die Anmeldung gegen die Domäne nicht.

Kann ein Virenschutz Freigaben blockieren?

Ja, und das ist ein Fall, an den zuletzt gedacht wird. Schutzprogramme mit Netzwerkfilter oder mit einem Schutz gegen Verschlüsselungsangriffe greifen in den Zugriff auf Freigaben ein. Der Test ist einfach: Schutz für einige Minuten anhalten und erneut versuchen – aber nur an einem Gerät und nur, solange jemand davorsitzt.

Was ist der Unterschied zwischen Freigabe- und NTFS-Rechten?

Freigaberechte gelten für den Zugriff über das Netz, NTFS-Rechte für den Zugriff auf die Dateien selbst, egal auf welchem Weg. Wirksam ist die engere Angabe. Übliche Praxis ist, die Freigabe großzügig zu setzen und die eigentliche Steuerung im Dateisystem zu machen – sonst pflegt man zwei Rechtesätze, die auseinanderlaufen.

Dazu passt

Was Ihr Haus schützen muss

Wie viel Schutz nötig ist, entscheidet sich an Branche und Größe – nicht an der Angst.

1Wie viele Arbeitsplätze hat Ihr Unternehmen?
2In welcher Branche?
3Welche Software setzen Sie ein?

Erscheint nach der Branche.

Drei Angaben genügen – Sie sehen sofort, was bei Ihnen trägt.