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StörungenNetz, Server und Drucken

WLAN verbunden, aber kein Internet – woran liegt das?

Die Meldung bedeutet wörtlich, was sie sagt: Die Funkverbindung zum Zugangspunkt steht, aber dahinter geht es nicht weiter. In neun von zehn Fällen liegt es an einer von drei Stellen – der Namensauflösung, dem Weg nach draußen oder einer Anmeldeseite, die auf ihre Bestätigung wartet. Prüfen Sie zuerst, ob Sie eine reine Adresse wie 1.1.1.1 erreichen; klappt das und ein Name nicht, ist es die Namensauflösung.

Von Metehan Kurt · Fachlich geprüft von Seamand Mala · 27. September 2026

  • 14Jahre

    unternehmerisch im IT-Betrieb, GmbH seit 2020

  • InternationaleExpertise

    Betreuung in Deutschland, Europa und dem Nahen Osten

  • 99,9 %Verfügbarkeit

    der Cloud-Services, je Kalendermonat

  • 15 Min.Reaktionszeit

    im Notfall, rund um die Uhr

  • ISO 27001zertifiziert

    Partner-Rechenzentren in Deutschland

Woran Sie erkennen, dass es dieser Fall ist

  • Verbunden, kein Internet
  • Kein Internetzugriff
  • Verbunden, aber gesichert – kein Internet
  • Sie sind mit dem WLAN verbunden, aber es besteht keine Internetverbindung.
  • Die Website ist nicht erreichbar – DNS_PROBE_FINISHED_NO_INTERNET

Zugehörige Fehlercodes

  • DNS_PROBE_FINISHED_NO_INTERNET
  • ERR_NAME_NOT_RESOLVED
  • ERR_INTERNET_DISCONNECTED
  • 169.254.x.x

Die schnelle Hilfe, in dieser Reihenfolge

  1. Adresse gegen Name prüfen

    Rufen Sie eine reine Zahlenadresse auf, etwa 1.1.1.1 im Browser, und danach einen Namen. Funktioniert die Zahl und der Name nicht, ist die Namensauflösung die Ursache – und nur sie. Das ist die schnellste Trennung, die es in diesem Bereich gibt.

    Damit wissen Sie: Sie wissen, ob es an der Namensauflösung liegt oder am Weg selbst.

  2. Die eigene Adresse ansehen

    Beginnt die Adresse des Geräts mit 169.254, hat es vom Netz gar keine bekommen und sich selbst beholfen. Dann ist der Adressdienst nicht erreichbar – ausgefallen, überlastet oder ohne freie Adressen. Mit so einer Adresse kann nichts funktionieren, egal wie gut das Funksignal ist.

    Damit wissen Sie: Eine 169.254er-Adresse ist ein eindeutiger Befund und beendet die Suche sofort.

  3. Auf eine Anmeldeseite prüfen

    In Gäste-WLAN, Hotels und öffentlichen Netzen steht der Zugang erst nach einer Bestätigung offen. Das Gerät ist dann verbunden und kommt trotzdem nicht durch. Erkennbar daran, dass ein Aufruf ohne Verschlüsselung auf eine fremde Seite umgeleitet wird, während verschlüsselte Aufrufe ins Leere laufen.

    Damit wissen Sie: Erscheint eine Anmeldeseite, ist alles in Ordnung – es fehlt nur die Bestätigung.

  4. Vergleichen, ob andere Geräte durchkommen

    Funktioniert es auf dem Telefon und auf dem Notebook nicht, liegt es am Notebook. Funktioniert es nirgends, liegt es am Netz oder am Anschluss. Dieser Vergleich kostet eine Minute und halbiert die Suche – und er wird fast immer übersprungen.

    Damit wissen Sie: Sie wissen, ob Sie am Gerät suchen oder am Netz.

  5. Die Adresse neu holen lassen

    Hilft bei abgelaufenen Adressen, bei einem Wechsel des Zugangspunkts und nach einem Neustart des Routers. Der Weg ohne Neustart: Adresse freigeben und neu anfordern, danach den Zwischenspeicher der Namensauflösung leeren.

    Damit wissen Sie: Bekommt das Gerät danach eine richtige Adresse, war es die Vergabe.

Dasselbe in PowerShell

Für alle, die mehr als einen Rechner betreuen

Die Trennung zwischen Namensauflösung, Adressvergabe und Weg nach draußen ist in drei Befehlen erledigt – und damit steht fest, welche der drei Ursachen vorliegt, bevor irgendetwas umgestellt wird.

PowerShell mit erweiterten Rechten starten – so geht es
Windows 11
Rechtsklick auf das Startsymbol – oder die Tastenkombination Windows + X – und dann Terminal (Administrator) wählen.
Windows 10
Dieselbe Tastenkombination, der Eintrag heißt dort Windows PowerShell (Administrator). Steht dort stattdessen die Eingabeaufforderung, lässt sich das in den Taskleisteneinstellungen umstellen – oder Sie nehmen den Weg darunter.
Auf jedem Windows
Startmenü öffnen, powershell tippen und den Treffer mit Strg + Umschalt + Eingabe öffnen. Das ist der Weg, der überall funktioniert.
Woran Sie erkennen, dass es geklappt hat
In der Titelleiste des Fensters steht Administrator, und die Eingabeaufforderung beginnt in C:\Windows\System32 statt in Ihrem Benutzerordner. Vorher bestätigen Sie die Abfrage der Benutzerkontensteuerung mit Ja.
Wenn nach Zugangsdaten gefragt wird
Dann sind Sie auf diesem Rechner kein Administrator. Im Firmennetz ist das der Regelfall und Absicht: Wer täglich mit erhöhten Rechten arbeitet, gibt einer Schadsoftware dieselben Rechte. Der richtige Weg ist die Zuarbeit durch die Administration – nicht das dauerhafte Hochstufen des eigenen Kontos.

Ein Hinweis, der wichtiger ist als er klingt: Führen Sie keinen Befehl aus, dessen Wirkung Sie nicht benennen können – auch keinen von uns. Die Blöcke unten sagen jeweils dazu, was sie tun; die, die etwas verändern, sind gekennzeichnet.

Adresse, Standardweg und Namensdienst auf einen Blick

Zeigt die drei Angaben, aus denen sich fast alles ergibt. Eine Adresse, die mit 169.254 beginnt, oder ein fehlender Standardweg beantworten die Frage sofort.

Windows PowerShell
PS C:\> Get-NetIPConfiguration | Where-Object IPv4Address | Select-Object InterfaceAlias, IPv4Address, IPv4DefaultGateway, DNSServerInterfaceAlias : WLANIPv4Address : 192.168.10.48IPv4DefaultGateway : 192.168.10.1DNSServer : 192.168.10.5# Kurzform, wenn es nur um die Adresse gehtPS C:\> Get-NetIPAddress -AddressFamily IPv4 | Where-Object PrefixOrigin -ne 'WellKnown' | Select-Object InterfaceAlias, IPAddress, PrefixOrigin

Name gegen Adresse prüfen

Die entscheidende Unterscheidung dieser Seite: Kommt eine reine Adresse durch, aber ein Name nicht, ist es die Namensauflösung – und nur sie.

Windows PowerShell
# Der Weg nach draußen, ohne NamenPS C:\> Test-NetConnection 1.1.1.1 -Port 443TcpTestSucceeded : True# Derselbe Weg, aber über einen NamenPS C:\> Resolve-DnsName www.microsoft.com# Antwortet der vom Netz zugewiesene Namensdienst überhaupt?PS C:\> Resolve-DnsName www.microsoft.com -Server (Get-DnsClientServerAddress -AddressFamily IPv4 | Select-Object -First 1 -ExpandProperty ServerAddresses)

Adresse neu holen und Zwischenspeicher leeren

Die Standardmaßnahme nach einem Routerneustart oder bei einer abgelaufenen Adresse – ohne den Rechner neu starten zu müssen.

Windows PowerShellAdministrator
PS C:\> ipconfig /releasePS C:\> ipconfig /renewPS C:\> Clear-DnsClientCache# Danach die neue Lage ansehenPS C:\> Get-NetIPConfiguration | Where-Object IPv4Address | Select-Object InterfaceAlias, IPv4Address, IPv4DefaultGateway

Das verändert etwas: Zwischen Freigeben und Neuholen ist der Rechner für einige Sekunden ohne Netz. Auf einem Server oder über eine Fernwartungssitzung, die selbst über diese Verbindung läuft, wäre das das Ende der Sitzung.

Nach einem zweiten Adressdienst im Netz suchen

Der Befund, der im Betrieb am häufigsten übersehen wird: Zwei Stellen vergeben Adressen, und die Hälfte der Geräte bekommt den falschen Namensdienst.

Windows PowerShellAdministrator
# Von welchem Server kam die eigene Adresse?PS C:\> Get-CimInstance Win32_NetworkAdapterConfiguration | Where-Object DHCPEnabled |>> Select-Object Description, DHCPServer, IPAddress, DNSServerSearchOrderDescription : Intel(R) Wi-Fi 6 AX201DHCPServer : 192.168.10.1# Zum Vergleich auf mehreren Geräten abfragen – kommen zwei verschiedene# DHCP-Server heraus, ist die Ursache gefunden.PS C:\> Invoke-Command -ComputerName PC-01,PC-02,PC-03 -ScriptBlock {>> Get-CimInstance Win32_NetworkAdapterConfiguration | Where-Object DHCPEnabled |>> Select-Object DHCPServer, IPAddress, DNSServerSearchOrder>> }

Die Netzwerkeinstellungen zurücksetzen

Der letzte Schritt, wenn alles andere geprüft ist: Wegewahl, Zwischenspeicher und Netzwerkstapel auf den Auslieferungszustand bringen. Räumt auch Reste abgebrochener VPN-Verbindungen weg.

Windows PowerShellAdministrator
PS C:\> netsh winsock resetPS C:\> netsh int ip resetPS C:\> ipconfig /flushdns# Danach ist ein Neustart nötigPS C:\> Restart-Computer -Confirm

Das verändert etwas: Setzt die Netzwerkeinstellungen dieses Rechners zurück und erfordert einen Neustart. Feste Adressen, eingetragene Namensdienste und VPN-Einstellungen können dabei verlorengehen – notieren Sie sie vorher.

Warum ist so oft die Namensauflösung schuld?

Weil sie bei jedem Aufruf im Spiel ist und weil sie ausfallen kann, ohne dass sonst etwas ausfällt. Jeder Aufruf beginnt damit, einen Namen in eine Adresse zu übersetzen. Antwortet der zuständige Dienst nicht, bleibt die Verbindung stehen, bevor sie begonnen hat – und das sieht aus wie kein Internet, obwohl der Weg nach draußen frei ist.

Im Betrieb kommt eine hausgemachte Variante dazu: Die Arbeitsplätze bekommen vom Adressdienst einen internen Namensserver zugewiesen, weil sie die eigenen Server über ihre Namen finden müssen. Fällt dieser Server aus oder ist er falsch eingetragen, ist das ganze Haus offline – während der Internetanschluss einwandfrei funktioniert.

Das erklärt auch, warum der verbreitete Rat, einen öffentlichen Namensserver einzutragen, im Firmennetz nach hinten losgeht: Das Internet funktioniert danach, aber die eigenen Server sind nicht mehr auffindbar.

Was bedeutet eine Adresse, die mit 169.254 beginnt?

Sie bedeutet: Das Gerät hat keine Adresse bekommen und sich selbst eine gegeben. Diese Selbsthilfe ist dafür gedacht, dass zwei Geräte sich ohne jede Infrastruktur unterhalten können – für den Zugang zu einem Netz taugt sie nicht.

Die Ursachen sind überschaubar: Der Adressdienst ist ausgefallen, sein Vorrat ist erschöpft, oder das Gerät hängt in einem Netzbereich ohne Adressvergabe. Der erschöpfte Vorrat ist der unterschätzte Fall – ein Bereich für 50 Adressen reicht nicht mehr, wenn zu den 30 Arbeitsplätzen noch Telefone, Tablets, Drucker, Kameras und Gästegeräte kommen.

  • Trifft es ein Gerät, ist es dieses Gerät oder sein Anschluss.
  • Trifft es mehrere gleichzeitig, ist der Adressdienst die erste Adresse der Suche.
  • Trifft es immer dieselben Geräte zur selben Tageszeit, ist der Vorrat zu klein.

Warum funktioniert es bei den Kollegen und bei mir nicht?

Weil die Geräte nicht dasselbe tun. Häufigste Unterschiede: ein anderer Zugangspunkt bei gleichem Netznamen, eine hängengebliebene VPN-Verbindung, ein Schutzprogramm mit eigenem Netzfilter, oder ein Eintrag in der lokalen Namensdatei des Rechners, den vor Jahren jemand gesetzt hat.

Bei mobilen Geräten kommt eine moderne Eigenheit dazu: Viele Telefone und Notebooks melden sich je Netz mit einer zufällig erzeugten Gerätekennung an. Hängt die Vergabe von Adressen oder Rechten an dieser Kennung, bekommt dasselbe Gerät nach einem Wechsel der Einstellung plötzlich nichts mehr – ohne dass sich sonst etwas geändert hätte.

Im Betrieb

Ein Netz, in dem niemand weiß, wer Adressen vergibt, hat dieses Problem regelmäßig.

In gewachsenen Netzen gibt es die Adressvergabe oft zweimal: einmal im Router, den der Anbieter gestellt hat, und einmal auf dem Server, weil man für die eigene Umgebung eine gebraucht hat. Solange nur eine läuft, fällt das nicht auf. Wird die andere nach einem Stromausfall wieder aktiv, bekommen Geräte Adressen aus zwei Töpfen mit verschiedenen Namensservern – und die Hälfte des Hauses ist offline, die andere nicht.

Das ist keine seltene Störung, sondern eine der häufigsten Ursachen für Verbunden, kein Internet in kleinen und mittleren Betrieben. Und sie ist nicht zu finden, solange man am betroffenen Arbeitsplatz sucht.

Was sie dauerhaft beendet: eine Stelle, die Adressen vergibt, ein dokumentierter Bereich mit Reserve für Geräte, die dazukommen, feste Adressen für alles, was erreichbar sein muss, und eine Übersicht darüber, was im Netz hängt.

Wann Sie aufhören sollten zu probieren

Wenn mehrere Geräte gleichzeitig keine oder widersprüchliche Adressen bekommen, ist es kein Arbeitsplatzproblem mehr. Weiterprobieren am einzelnen Rechner findet die zweite Adressvergabe nicht – dafür muss man ins Netz sehen.

Häufige Anschlussfragen

Hilft es, einen öffentlichen Namensserver einzutragen?

Zu Hause ja, im Firmennetz meistens nein. Die Arbeitsplätze brauchen den internen Namensserver, um die eigenen Server, Freigaben und Drucker zu finden. Wer ihn durch einen öffentlichen ersetzt, hat danach Internet und kein Firmennetz mehr – und die zweite Störung ist unangenehmer als die erste.

Warum steht bei mir ein Ausrufezeichen am WLAN-Symbol?

Windows prüft nach dem Verbinden, ob es eine bestimmte Adresse im Internet erreicht. Bleibt die Antwort aus oder kommt eine andere als erwartet, setzt es das Zeichen für eingeschränkte Verbindung. In Netzen mit Anmeldeseite ist das der Normalfall vor der Bestätigung – und in Netzen mit strenger Filterung kann es stehen bleiben, obwohl alles funktioniert.

Kann ein VPN die Ursache sein?

Regelmäßig. Eine abgebrochene VPN-Verbindung hinterlässt manchmal Einträge in der Wegewahl, die den Verkehr weiterhin in einen Tunnel schicken, den es nicht mehr gibt. Erkennbar daran, dass das Problem genau seit dem letzten Verbindungsabbruch besteht. Das Trennen und Neuverbinden räumt es meist auf.

Warum geht es nach einem Neustart wieder?

Weil der Neustart alles zurücksetzt, was sich angesammelt hat – Adresse, Zwischenspeicher der Namensauflösung, Wegewahl, hängende Verbindungen. Das behebt das Symptom zuverlässig und sagt nichts über die Ursache. Wenn es wöchentlich nötig ist, ist der Neustart keine Lösung, sondern der Befund.

Dazu passt

Welcher Server trägt

Welche Serverleistung Sie brauchen, entscheidet sich an Branche und Größe – nicht am Datenblatt.

1Wie viele Arbeitsplätze hat Ihr Unternehmen?
2In welcher Branche?
3Welche Software setzen Sie ein?

Erscheint nach der Branche.

Drei Angaben genügen – Sie sehen sofort, was bei Ihnen trägt.