Woran Sie erkennen, dass es dieser Fall ist
- Keine Verbindung – dieses Netzwerk kann keine Verbindung herstellen.
- Verbindung zum Netzwerk wurde getrennt.
- Eingeschränkte Konnektivität
- Das WLAN-Netzwerk ist nicht mehr in Reichweite.
Zugehörige Fehlercodes
- 2,4 GHz
- 5 GHz
- Kanal 1, 6, 11
- Roaming
Die schnelle Hilfe, in dieser Reihenfolge
Muster bestimmen: wer, wo, wann
Betrifft es alle Geräte oder eines? Einen Raum oder das ganze Haus? Immer oder zu bestimmten Zeiten? Diese drei Antworten grenzen die Ursache stärker ein als jede Einstellung. Abbrüche jeden Tag zur selben Uhrzeit haben eine andere Ursache als Abbrüche in nur einem Raum.
Damit wissen Sie: Sie wissen, ob es um Ausleuchtung, um ein Gerät oder um Störungen geht.
Signalstärke am Ort des Problems messen
Windows zeigt die Stärke als Prozentwert an, aussagekräftiger ist der Wert in dBm. Unter −70 dBm wird es unzuverlässig, unter −75 dBm ist mit Abbrüchen zu rechnen. Wichtig: am Arbeitsplatz messen, nicht auf dem Flur – eine Wand macht den Unterschied.
Damit wissen Sie: Ein schlechter Wert am Arbeitsplatz erklärt die Abbrüche vollständig.
Nachsehen, wie viele Netze auf dem Kanal liegen
Im 2,4-GHz-Band gibt es nur drei Kanäle, die sich nicht überlappen. In einem Bürogebäude teilen sich diese drei Kanäle oft zwanzig Netze. Was dann passiert, ist kein Fehler, sondern Physik: Alle warten aufeinander.
Damit wissen Sie: Viele Netze auf demselben Kanal erklären Abbrüche ohne jede Fehlfunktion.
Energiesparen der Netzwerkkarte abschalten
Windows darf die Funkkarte zum Stromsparen abschalten. Bei Notebooks, die am Netzteil hängen, ist das unnötig und eine häufige Ursache für Abbrüche in Ruhephasen – etwa während einer Besprechung, in der man nur zuhört.
Damit wissen Sie: Abbrüche nach Pausen sind damit meist erledigt.
Den Treiber der Funkkarte prüfen
Funktreiber sind ein häufiger Grund für sporadische Abbrüche, und Windows-Updates ersetzen sie gern durch eine allgemeine Fassung. Der Treiber des Geräteherstellers ist hier fast immer der bessere. Prüfen Sie Datum und Herkunft der installierten Fassung.
Damit wissen Sie: Beginnen die Abbrüche mit einem Treiberwechsel, ist die Ursache benannt.
Dasselbe in PowerShell
Für alle, die mehr als einen Rechner betreuen
Zwei Dinge, die sich ohne Zusatzprogramm nicht ablesen lassen, stehen in der Konsole: die tatsächliche Signalstärke mit Kanal und Übertragungsrate – und ein Bericht über alle Verbindungsabbrüche der letzten Tage.
PowerShell mit erweiterten Rechten starten – so geht es
- Windows 11
- Rechtsklick auf das Startsymbol – oder die Tastenkombination Windows + X – und dann Terminal (Administrator) wählen.
- Windows 10
- Dieselbe Tastenkombination, der Eintrag heißt dort Windows PowerShell (Administrator). Steht dort stattdessen die Eingabeaufforderung, lässt sich das in den Taskleisteneinstellungen umstellen – oder Sie nehmen den Weg darunter.
- Auf jedem Windows
- Startmenü öffnen, powershell tippen und den Treffer mit Strg + Umschalt + Eingabe öffnen. Das ist der Weg, der überall funktioniert.
- Woran Sie erkennen, dass es geklappt hat
- In der Titelleiste des Fensters steht Administrator, und die Eingabeaufforderung beginnt in C:\Windows\System32 statt in Ihrem Benutzerordner. Vorher bestätigen Sie die Abfrage der Benutzerkontensteuerung mit Ja.
- Wenn nach Zugangsdaten gefragt wird
- Dann sind Sie auf diesem Rechner kein Administrator. Im Firmennetz ist das der Regelfall und Absicht: Wer täglich mit erhöhten Rechten arbeitet, gibt einer Schadsoftware dieselben Rechte. Der richtige Weg ist die Zuarbeit durch die Administration – nicht das dauerhafte Hochstufen des eigenen Kontos.
Ein Hinweis, der wichtiger ist als er klingt: Führen Sie keinen Befehl aus, dessen Wirkung Sie nicht benennen können – auch keinen von uns. Die Blöcke unten sagen jeweils dazu, was sie tun; die, die etwas verändern, sind gekennzeichnet.
Die aktuelle Verbindung mit allen Werten
Signal, Kanal, Funkart und Übertragungsrate. Unter etwa 60 Prozent Signal wird es am Arbeitsplatz unzuverlässig.
PS C:\> netsh wlan show interfacesSSID : Firma-WLANBSSID : a4:2b:8c:11:22:34Funktyp : 802.11acKanal : 44Empfangsrate (MBit/s) : 433Signal : 62%# Die Stärke über eine Zeit beobachten, während man durch das Haus gehtPS C:\> 1..30 | ForEach-Object { (netsh wlan show interfaces | Select-String 'Signal').ToString().Trim(); Start-Sleep 2 }Den Verbindungsbericht erzeugen
Windows schreibt einen Bericht über alle Funkverbindungen, Abbrüche und deren Gründe der letzten Tage. Das ist das aussagekräftigste Werkzeug in diesem Bereich – und fast niemand kennt es.
PS C:\> netsh wlan show wlanreportBericht geschrieben nach:C:\ProgramData\Microsoft\Windows\WlanReport\wlan-report-latest.html# Bericht öffnenPS C:\> Start-Process 'C:\ProgramData\Microsoft\Windows\WlanReport\wlan-report-latest.html'Die Abbrüche im Ereignisprotokoll nachlesen
Wer keinen Bericht öffnen will: Dieselben Ereignisse als Liste, mit Zeitpunkt. Ein Muster nach Tageszeit ist damit sofort sichtbar.
PS C:\> Get-WinEvent -FilterHashtable @{LogName='Microsoft-Windows-WLAN-AutoConfig/Operational'; StartTime=(Get-Date).AddDays(-7)} |>> Where-Object Id -in 8003,8002,11004,11010 |>> Select-Object TimeCreated, Id, @{n='Meldung';e={($_.Message -split "`n")[0]}} | Format-Table -AutoSizeDie Nachbarnetze und ihre Kanäle ansehen
Zeigt, wie viele Netze auf demselben Kanal senden. Im 2,4-GHz-Band gibt es nur drei, die sich nicht überlappen – Kanal 1, 6 und 11.
PS C:\> netsh wlan show networks mode=bssid | Select-String 'SSID|Kanal|Signal'# Oder gezählt: wie viele Netze liegen auf welchem Kanal?PS C:\> (netsh wlan show networks mode=bssid | Select-String 'Kanal\s+:\s+(\d+)').Matches |>> ForEach-Object { $_.Groups[1].Value } | Group-Object | Sort-Object Count -Descending |>> Select-Object @{n='Kanal';e={$_.Name}}, CountEnergiesparen der Funkkarte abschalten
Die häufigste Ursache für Abbrüche in Ruhephasen: Windows schaltet die Karte zum Stromsparen ab. Bei Geräten am Netzteil ist das unnötig.
PS C:\> $k = Get-NetAdapter | Where-Object { $_.InterfaceDescription -match 'Wi-Fi|Wireless|WLAN' }PS C:\> $k | Get-NetAdapterPowerManagement | Select-Object Name, AllowComputerToTurnOffDevice# AbschaltenPS C:\> $k | Set-NetAdapterPowerManagement -AllowComputerToTurnOffDevice DisabledDas verändert etwas: Ändert eine Energieeinstellung der Netzwerkkarte. Bei Notebooks im Akkubetrieb steigt dadurch der Verbrauch messbar – für Geräte, die überwiegend am Netzteil hängen, ist der Tausch richtig, für reine Mobilgeräte nicht unbedingt.
Warum ist 2,4 GHz so anfällig?
Weil dieses Band von allen genutzt wird: Nachbarnetze, Funkmäuse, drahtlose Kopfhörer, Bewegungsmelder, einige Beleuchtungssysteme – und Mikrowellenherde, die genau in diesem Bereich senden. Dazu kommt, dass es nur drei Kanäle gibt, die sich nicht gegenseitig stören.
Der Vorteil des Bandes ist seine Reichweite: Es kommt besser durch Wände. Genau das ist im Bürogebäude aber auch der Nachteil – die Netze der Nachbarn kommen ebenso gut durch.
Das 5-GHz-Band hat mehr Kanäle und weniger Konkurrenz, dafür geringere Reichweite. In der Praxis heißt das: mehr Zugangspunkte mit weniger Leistung statt einer starken Quelle. Wer versucht, eine große Fläche mit einem einzigen kräftigen Gerät zu versorgen, bekommt genau die Abbrüche, um die es hier geht.
Warum bricht die Verbindung beim Gehen ab?
Weil das Endgerät entscheidet, wann es den Zugangspunkt wechselt – nicht das Netz. Viele Geräte halten dabei stur an der einmal gewählten Station fest, bis das Signal fast weg ist, obwohl zwei Räume weiter eine deutlich bessere steht. Das Ergebnis ist eine Verbindung, die formal besteht und praktisch nicht mehr trägt.
Abhilfe schafft eine Anlage, die diesen Wechsel unterstützt: Die Zugangspunkte arbeiten zusammen und geben dem Gerät einen Hinweis, wann es wechseln soll. Voraussetzung ist eine gemeinsame Steuerung – drei einzeln eingerichtete Geräte mit gleichem Netznamen können das nicht.
Der zweite Hebel ist die Sendeleistung: Sie herunterzusetzen klingt widersinnig, führt aber dazu, dass Geräte früher wechseln. Eine Anlage mit vier leisen Stationen trägt besser als eine mit einer lauten.
Was bringen Verstärker und Mesh-Sets?
Ein einfacher Verstärker wiederholt, was er empfängt, und braucht dafür dieselbe Funkzeit noch einmal – die verfügbare Kapazität halbiert sich. Für einen Raum mit wenig Bedarf ist das in Ordnung, für einen Arbeitsbereich mit Videobesprechungen nicht.
Mesh-Sets machen es besser, weil sie den Wechsel zwischen den Stationen unterstützen. Solange die Stationen sich aber über Funk untereinander verbinden, bleibt der Kapazitätsverlust. Was tatsächlich trägt, sind Zugangspunkte mit Netzwerkkabel – und das ist in einem Betrieb fast immer die richtige Lösung.
Im Betrieb
Fast jede WLAN-Planung, die wir vorfinden, beruht auf Quadratmetern statt auf Messung.
Die übliche Rechnung lautet: ein Zugangspunkt pro Etage, vielleicht zwei. Sie geht von freier Fläche aus. Tatsächlich entscheiden Wände, Decken, Aufzugsschächte, Metallregale und Brandschutztüren – und die stehen in keiner Quadratmeterzahl.
Dazu kommt die Zahl der Geräte. Auf einen Büroarbeitsplatz kommen heute leicht drei Funkgeräte: Notebook, Telefon, Headset. Bei dreißig Arbeitsplätzen sind das neunzig, dazu Drucker, Tablets und Besuchergeräte. Eine Anlage, die vor fünf Jahren für vierzig Geräte geplant wurde, trägt das nicht mehr.
Was hilft, ist eine Messung vor Ort: Ausleuchtung an den Arbeitsplätzen, Belegung der Kanäle, Störer im Band. Daraus ergibt sich die Zahl und die Platzierung der Zugangspunkte – und die Antwort weicht regelmäßig von der Vermutung ab, in beide Richtungen.
Wann Sie aufhören sollten zu probieren
Wenn die Abbrüche mehrere Geräte in mehreren Räumen betreffen, ist es kein Einstellungsthema mehr. Weiteres Probieren an einzelnen Geräten verbraucht Zeit, ohne die Frage zu beantworten, wie gut das Haus tatsächlich ausgeleuchtet ist.
Häufige Anschlussfragen
Hilft es, das Netz auf einen festen Kanal zu stellen?
In einer Umgebung mit vielen Nachbarnetzen ja, wenn Sie vorher messen. Die automatische Kanalwahl entscheidet beim Einschalten und prüft danach selten nach – wenn abends ein Nachbarnetz dazukommt, bleibt die alte Wahl stehen. Ohne Messung ist ein fester Kanal allerdings eine Wette.
Warum ist das WLAN nachmittags schlechter?
Weil dann mehr Geräte funken – im eigenen Haus und nebenan. Ein Muster nach Tageszeit ist deshalb ein starker Hinweis auf Belegung und nicht auf einen Defekt. Es ist zugleich der Fall, in dem ein zusätzlicher Zugangspunkt tatsächlich hilft.
Kann ein Gerät das ganze WLAN stören?
Ja. Ein altes Gerät, das nur langsame Übertragungsarten beherrscht, belegt für dieselbe Datenmenge ein Vielfaches der Funkzeit und bremst damit alle anderen. In Betrieben sind das meist Handscanner, Etikettendrucker oder Steuerungen. Sie gehören in ein eigenes Netz, nicht in das der Arbeitsplätze.
Sind Videobesprechungen ein besonderer Fall?
Ja, weil sie gleichmäßig und dauerhaft senden. Eine Verbindung, die zum Surfen völlig reicht, lässt eine Besprechung stocken, sobald kurze Aussetzer dazukommen – beim Surfen merkt man sie nicht, im Gespräch sofort. Deshalb sind Besprechungsräume der Ort, an dem sich eine WLAN-Planung als erstes bewährt oder als erstes versagt.
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