Ein eigener Server im Serverraum ist eine Entscheidung für fünf Jahre: Hardware kaufen, dimensionieren, warten, ersetzen. Ein virtueller Server im Rechenzentrum ist eine Entscheidung für diesen Monat: Rechenleistung, Arbeitsspeicher und Speicher werden gebucht, erweitert, verkleinert. Beides hat seinen Platz – unser Beitrag „Server mieten oder kaufen“ wägt ab. Diese Seite beschreibt, wie die Miete im Rechenzentrum konkret aussieht.
Die virtuellen Maschinen laufen in Hyper-V-Clustern der TERRA CLOUD in Hüllhorst. Jedes Paket enthält nach Herstellerangabe ein privates Netz mit eigener IP-Adresse und eine Firewall-VM – TERRA nennt das Always Private: Kundennetze sind voneinander getrennt, nichts ist ohne Firewall erreichbar. Wir betreiben darauf Ihre Systeme: Einrichtung, Updates, Überwachung, Sicherung, Erweiterung.
Die Pakete nach Herstellerangabe
| Private Cloud Paket (Cluster) | VDI Private Cloud Paket | IaaS Basic (Single Host) | |
|---|---|---|---|
| Rechenleistung | Standard 1–16 vCores · Enterprise 1–12 vCores (Intel/AMD) | 2–8 vCores | 2–8 vCores, feste Konfigurationen |
| Arbeitsspeicher | 2–256 GB | 4–32 GB | 4–32 GB |
| Betriebssystem | Windows oder Linux | Windows 11 VDI | Windows oder Linux |
| Plattform | Hyper-V-Cluster, hochverfügbar | Hyper-V-Cluster | Einzelhost mit zugewiesenem Storage |
| Verfügbarkeit (SLA) | 99,95 % VM-Verfügbarkeit | 99,95 % | 99,95 % |
| Netz | Privates Netz + Firewall-VM inklusive | inklusive | inklusive |
Drei Storage-Klassen
Die Wahl des Speichers entscheidet mehr über die gefühlte Geschwindigkeit als die Zahl der Kerne.
| Klasse | Technik | Leistung (Herstellerangabe) | Größe | Wofür |
|---|---|---|---|---|
| Archiv Storage | SAS-HDD | 6.000 IOPS · 50 MB/s | 100 GB – 30 TB | Ablagen, Archive, Sicherungsziele |
| Standard Plus | NVMe | 30.000 IOPS · 250 MB/s | 100 GB – 15 TB | Dateiserver, Terminalserver, kleine Datenbanken |
| Performance | NVMe | 65.000 IOPS · 500 MB/s | 100 GB – 15 TB | ERP, SQL, Warenwirtschaft mit vielen Nutzern |
Was im Betrieb dazugehört
- Windows-Lizenz inklusiveWindows Server wird über SPLA monatlich mit der VM lizenziert – keine Kauflizenz, keine Nachzahlung beim Wachsen. Linux ohne Lizenzkosten.
- Anbindung der StandorteSite-to-Site über Firewall-as-a-Service oder Cloud Connector, VPN-Client für das Homeoffice – die Firewall-VM im Paket ist der Endpunkt.
- SicherungTägliche Sicherung der VMs in das Cloud-Backup mit georedundantem Zweitspeicher; Testwiederherstellung mit Protokoll.
- Managed IaaS für größere HäuserDedizierte Hyper-V-Cluster mit bis zu 8 Hosts, NVMe-Storage bis 240 TB, ohne Nachbarn auf derselben Hardware – nach Herstellerangabe mit Windows Server Datacenter SPLA inklusive.
Wo die Daten liegen – und was das belegt
Hüllhorst, Ostwestfalen; nach Herstellerangabe mehr als 8.000 m² Rechenzentrumsfläche, 800+ Racks, drei unabhängige Carrier mit 100-GE-Anbindung, DE-CIX, sechs Dieselgeneratoren mit Kraftstoff für eine Woche, ISO/IEC 27001:2022 für Entwicklung, Betrieb, Support und Rechenzentrumsdienste. Weitere Standorte in Düsseldorf und in der Schweiz; ein Betrieb außerhalb Deutschlands und der Schweiz findet laut Katalog nicht statt.
Für Ihre Nachweismappe heißt das: Beleg 6 (Dienstleister mit Nachweis) hat ein benanntes Rechenzentrum mit Zertifikat, Beleg 2 (Sicherung) ein Protokoll. Für NIS2 ist das die Lieferkette nach § 30 Abs. 2 Nr. 4 BSIG mit Beleg. Das Zertifikat trägt der Betreiber des Rechenzentrums; in der Mappe steht es als Nachweis der Lieferkette.
Dazu gehört
Häufige Fragen
- Wie unterscheidet sich das von einem vServer bei einem Hoster?
- Durch Betrieb und Umfeld: Ein vServer ist eine leere Maschine, die Sie selbst einrichten, absichern, sichern und warten. Hier bekommen Sie eine Umgebung mit privatem Netz und Firewall, und wir übernehmen Einrichtung, Updates, Überwachung und Sicherung – mit Service-Level und Ansprechpartner. Dafür ist es kein Angebot für neun Euro im Monat.
- Können wir unsere bestehenden Server umziehen?
- Ja. Physische Server werden virtualisiert, virtuelle Maschinen aus VMware oder Hyper-V übernommen. Die Reihenfolge: unkritische Systeme zuerst, dann die Anwendungen mit Datenbanken, zuletzt der Verzeichnisdienst – mit Rückfallweg bis zum Abschluss. Unser Beitrag „Servermigration“ beschreibt das Vorgehen.
- Was passiert, wenn ein Host ausfällt?
- Im Cluster starten die VMs auf einem anderen Host neu; dafür steht der Service-Level von 99,95 % VM-Verfügbarkeit. IaaS Basic auf einem Einzelhost hat diese Ausfallsicherheit nicht und ist für Systeme gedacht, die einen Neustart verkraften.
- Reicht die Anbindung für Terminalserver mit 50 Nutzern?
- Nach Herstellerangabe 1 GE Internetanbindung je MIaaS-Paket und mehrfach redundante Anbindung des Rechenzentrums; die Grenze ist eher Ihre Leitung am Standort. Für Terminalserver zählt die Latenz mehr als die Bandbreite – das prüfen wir vor der Entscheidung mit einer Messung von Ihrem Standort aus.
Quellen und Nachweise
- TERRA CLOUD 2026/2027 – Katalog (Rechenzentrum, Service-Level, Backup, IaaS, Housing, S3, SPLA, CSP) · WORTMANN AG / TERRA CLOUD GmbH, Hüllhorst (Art.-Nr. 9999928)
- § 30 BSIG – Risikomanagementmaßnahmen, Absatz 2 Nummer 3 (Backup-Management, Wiederherstellung) und Nummer 4 (Lieferkette) · Bundesministerium der Justiz (gesetze-im-internet.de)amtlich
- Verordnung (EU) 2016/679 (Datenschutz-Grundverordnung), Artikel 28 – Auftragsverarbeiter · Amtsblatt der Europäischen Unionamtlich

