
IT für Raumfahrttechnikin Schwetzingen.
Ein Gerät, das gestartet ist, lässt sich nicht nachbessern. Alles, was später noch hilft, ist die Aufzeichnung darüber, wie es gebaut, geprüft und verändert wurde – und die muss die Mission überdauern.
14Jahre
unternehmerisch im IT-Betrieb, GmbH seit 2020
InternationaleExpertise
Betreuung in Deutschland, Europa und dem Nahen Osten
99,9 %Verfügbarkeit
der Cloud-Services, je Kalendermonat
15 Min.Reaktionszeit
im Notfall, rund um die Uhr
ISO 27001zertifiziert
Partner-Rechenzentren in Deutschland
Von Metehan KurtFachlich geprüft von Seamand Mala7 Min. Lesezeit
KI-generiertes BildIhr Ansprechpartner
Metehan Kurt
Ansprechpartner für Entwicklungsumgebungen und Langzeitarchive, Standort Mannheim
Wir sitzen in Mannheim, O4, 4 – gut zwanzig Minuten über die A 6. Wenn Sie Projektunterlagen über Jahrzehnte lesbar halten oder Ausstattung an die Auslastung koppeln wollen: rufen Sie an.
01 · Raumfahrttechnik in Schwetzingen
Instrumente aus der Kurpfalz, unterwegs im Sonnensystem.
Zwischen Schlossgarten und Gewerbegebiet arbeitet seit den frühen siebziger Jahren ein Haus an Instrumenten für Raumfahrtmissionen. Was dort entsteht, ist klein, teuer und einmalig – Messgeräte, Sensoren und Elektronik, die an Bord von Sonden und Satelliten fliegen.
Auftraggeber sind Raumfahrtagenturen, Forschungsinstitute und große Systemhäuser. Der Weg von der Ausschreibung bis zum Start dauert Jahre, manchmal ein Jahrzehnt, und läuft über Entwicklungsstufen mit förmlichen Prüfungen, an denen jeweils ein Projekt beendet werden kann.
Die Stückzahl ist dabei winzig: ein Flugmodell, ein Ersatzmodell, dazu Qualifikations- und Testmuster. Gefertigt wird im Reinraum, geprüft auf Rütteltischen und in Vakuumkammern – und wenn der Start erfolgt ist, ist jede Änderung ausgeschlossen.
Für die IT heißt das: Nicht die Stückzahl erzeugt den Aufwand, sondern die Nachweisführung. Jede Änderung, jede Prüfung, jede Abweichung muss dokumentiert sein – und diese Unterlagen werden gebraucht, solange die Mission fliegt, oft zwanzig Jahre und länger.
KI-generiertes Bild02 · Typische Engpässe
Sechs Stellen, an denen es in der Raumfahrttechnik hakt.
03 · Zwei Dinge, die nur hier so sind
Nach dem Start ist jede Änderung ausgeschlossen.
KI-generiertes BildDas Gerät ist weg, die Akte bleibt.
In fast jeder Fertigung ist die Dokumentation eine Begleiterscheinung des Produkts. In der Raumfahrt ist sie das, was übrig bleibt: Das Gerät selbst ist nach dem Start unerreichbar, und alles, was man später über sein Verhalten wissen will, muss aus den Aufzeichnungen kommen.
Das wird relevant, wenn eine Mission nach zehn oder zwölf Jahren Messwerte liefert, die niemand erwartet hat. Dann wird rekonstruiert: Wie war das Instrument kalibriert, welche Abweichung wurde damals freigegeben, welcher Softwarestand lief beim Start. Wer das nicht mehr öffnen kann, hat nicht nur ein Archivproblem, sondern beschädigt die wissenschaftliche Auswertung.
Wir gehen das von der Lesbarkeit her an: Was langfristig gebraucht wird – Kalibrierdaten, Abweichungen, Freigaben, ausgelieferte Softwarestände – wird zusätzlich in herstellerunabhängigen Formaten abgelegt, und einmal im Jahr wird ein alter Projektjahrgang stichprobenweise geöffnet. Ein Sicherungsprotokoll beweist nur, dass kopiert wurde.
KI-generiertes BildEin Projekt, dann Stille, dann das nächste.
Raumfahrt ist ein Geschäft in sehr großen Schritten. Eine Ausschreibung wird gewonnen, danach folgen Jahre konzentrierter Arbeit mit Entwicklungsstufen und Prüfungen – und wenn das Flugmodell geliefert ist, kann eine Lücke folgen, bis das nächste Vorhaben finanziert ist.
Für ein Haus dieser Größe ist das die eigentliche unternehmerische Schwierigkeit: Die Mannschaft muss gehalten werden, weil das Wissen nicht ersetzbar ist, während die Auslastung schwankt. Fest gekaufte IT-Ausstattung, bemessen am Projekthöhepunkt, steht in diesen Phasen ungenutzt herum und wird trotzdem abgeschrieben.
Wir legen die Ausstattung deshalb so aus, dass sie mitatmet: Was dauerhaft gebraucht wird, wird solide gebaut; was nur im Projekt gebraucht wird – Rechenleistung für Simulationen, zusätzliche Arbeitsplätze, Speicher für Testdaten –, wird zugeschaltet und danach wieder abbestellt. Das ist in ruhigen Zeiten spürbar günstiger und in der heißen Phase schneller verfügbar als jede Beschaffung.
Vom Entwurf bis zur Seriennummer
Alte Prüfplätze und neue Entwicklung am selben Netz – wie weit das auseinandergehalten werden muss, hängt an Ihrer Größe.
Drei Angaben genügen – Sie sehen sofort, was bei Ihnen trägt.
04 · Häufige Fragen
Was Raumfahrtzulieferer wissen wollen.
- Wie halten wir Projektunterlagen zwanzig Jahre lesbar?
- Durch Formatwahl und Stichproben. Was langfristig gebraucht wird – Kalibrierdaten, Abweichungen, Freigaben, ausgelieferte Softwarestände – bekommt zusätzlich eine herstellerunabhängige Fassung. Und einmal im Jahr wird ein alter Projektjahrgang geöffnet. Das ist die einzige Prüfung, die wirklich zeigt, dass das Archiv trägt.
- Unsere Abweichungen laufen über E-Mail. Was empfehlen Sie?
- Einen eigenen Vorgang je Abweichung, am Gerät hängend, mit Stand, Bewertung und Freigabe. In der Raumfahrt ist das ohnehin die Form, die der Auftraggeber erwartet – nur entsteht sie oft erst beim Meilenstein, aus Postfächern rekonstruiert. Wer sie laufend führt, spart die Rekonstruktion und findet später auch die Begründung wieder.
- Wie gehen wir mit ausfuhrbeschränkten Unterlagen um?
- Zugriff auf Projektebene steuern und protokollieren – Weitergabe beginnt nicht beim Versand ins Ausland, sondern beim Zugriff durch jemanden ohne Berechtigung. Die rechtliche Einordnung trifft Ihr Ausfuhrverantwortlicher; unsere Aufgabe ist, dass Sie die Frage Ihres Auftraggebers dazu belegbar beantworten können.
- Unsere Auslastung schwankt stark. Müssen wir für den Höhepunkt kaufen?
- Nein, und das ist bei Ihrem Geschäftsmodell der größte Hebel. Was dauerhaft gebraucht wird, bauen wir solide; was nur im Projekt anfällt – Rechenleistung für Simulationen, zusätzliche Arbeitsplätze, Speicher für Testdaten –, wird zugeschaltet und danach abbestellt. In der ruhigen Phase kostet das deutlich weniger, in der heißen ist es schneller da als jede Beschaffung.
- Dürfen wir unsere Prüfstände aktualisieren?
- Nur mit Bedacht: Die Software gehört zum Prüfverfahren, und ein Update kostet im Zweifel die Vergleichbarkeit mit früheren Messungen. Wir hegen die Prüfstände stattdessen ein – eigenes Netzsegment, kein Weg nach außen, vollständige Abbilder zum Wiederherstellen. Damit bleibt die Vergleichbarkeit unberührt.
- Sie sitzen in Mannheim. Wie schnell sind Sie in Schwetzingen?
- Auf eine Meldung reagieren wir innerhalb von 15 Minuten, in aller Regel per Fernwartung. Muss jemand kommen, sind es über die A 6 gut zwanzig Minuten. Für Prüfkampagnen, die über Nacht laufen, vereinbaren wir Bereitschaft schriftlich.
Sagen Sie uns, wo es hakt.
Ein Anruf, zehn Minuten. Wenn wir nicht der richtige Partner sind, sagen wir das im ersten Gespräch.
