
IT für Energieversorgerin Viernheim.
Ein Stadtwerk ist nicht ein Betrieb, sondern mehrere unter einem Dach: Strom, Gas, Wasser, Wärme – dazu Bäder, Stadtbus und CarSharing. Jede Sparte bringt eigene Fristen mit, eigene Aufsicht und eigene Software. Die IT muss alle tragen, ohne dass eine die andere gefährdet.
14Jahre
unternehmerisch im IT-Betrieb, GmbH seit 2020
InternationaleExpertise
Betreuung in Deutschland, Europa und dem Nahen Osten
99,9 %Verfügbarkeit
der Cloud-Services, je Kalendermonat
15 Min.Reaktionszeit
im Notfall, rund um die Uhr
ISO 27001zertifiziert
Partner-Rechenzentren in Deutschland
Von Metehan KurtFachlich geprüft von Seamand Mala8 Min. Lesezeit
KI-generiertes BildIhr Ansprechpartner
Metehan Kurt
Ansprechpartner für Versorger und Netzbetrieb, Standort Viernheim
Wir sitzen in der Edisonstraße, wenige Minuten entfernt. Wenn Sie wissen wollen, wie weit Ihr Prozessnetz heute tatsächlich vom Büronetz getrennt ist oder was der Messdatenstrom für Ihre Ablage bedeutet, rufen Sie an – zehn Minuten, und danach wissen Sie, ob sich ein Termin lohnt.
01 · Energieversorgung in Viernheim
Ein Haus, sechs Betriebe, eine Verantwortung.
Viernheim versorgt sich selbst. Das eigene Stadtwerk liefert Strom, Gas, Wasser und Wärme, betreibt das Hallenbad, fährt den Stadtbus und stellt Fahrzeuge fürs CarSharing. Für eine Stadt dieser Größe ist das ungewöhnlich viel – und es ist der Grund, warum die IT hier anders aussieht als bei einem reinen Versorger.
Denn jede dieser Sparten bringt ihre eigene Welt mit: Die Abrechnung folgt dem Energiewirtschaftsrecht, der Bus einem Fahrplan und einer Fahrgastinformation, das Bad einer Kassenanlage mit Drehkreuz. Dazu kommt seit dem Rollout der modernen Messeinrichtungen ein Datenstrom, den es vor zehn Jahren nicht gab.
Was all diese Bereiche verbindet, ist die Erwartung der Bürger: Es läuft. Ein Versorger hat keine Saison und keine Betriebsferien – und wenn etwas ausfällt, steht es am nächsten Tag in der Lokalzeitung.
Für die IT heißt das: Die Aufgabe ist nicht ein System, sondern die saubere Trennung vieler. Was die Abrechnung betrifft, darf die Leitstelle nicht erreichen – und was am Drehkreuz im Bad hängt, hat im Netz der Messdaten nichts zu suchen.
KI-generiertes Bild02 · Typische Engpässe
Sechs Stellen, an denen es bei Versorgern hakt.
03 · Zwei Dinge, die nur hier so sind
Warum ein Stadtwerk keine normale Firmen-IT hat.
KI-generiertes BildDie Anlage läuft weiter, auch wenn die IT steht – und das ist das Problem.
In einem Büro merkt jeder sofort, wenn die IT ausfällt: Der Bildschirm ist schwarz. In der Versorgung ist es umgekehrt. Pumpen laufen, Ventile stehen, wo sie standen, Strom fließt. Nur sehen Sie es nicht mehr, und Sie können nicht mehr eingreifen.
Genau deshalb ist die Trennung von Büro- und Prozessnetz keine Formalie. Sie entscheidet darüber, ob ein Verschlüsselungsangriff am Arbeitsplatz Sie blind macht oder nicht. Und sie muss so gebaut sein, dass der Weg in die andere Richtung – von der Leitstelle ins Internet – gar nicht erst existiert.
Was dabei oft übersehen wird: Der Fernzugriff des Anlagenherstellers. Er ist vertraglich zugesagt, technisch dauerhaft offen und in vielen Häusern der einzige Weg, der die Trennung durchbricht. Er lässt sich einhegen, ohne den Servicevertrag zu verletzen – aber nicht, ohne ihn anzusehen.
KI-generiertes BildVerbrauchsdaten sind Verhaltensdaten.
Ein Lastgang im Viertelstundentakt zeigt, wann jemand aufsteht, wann er kocht, wann er verreist. Das ist kein Nebeneffekt, sondern der Zweck der Messung – und es macht die Daten zu einer anderen Kategorie als eine Rechnungsadresse.
Daraus folgt nichts Dramatisches, aber etwas Konkretes: Der Zugriff gehört begrenzt, protokolliert und regelmäßig überprüft. Nicht weil jemand Böses vorhat, sondern weil gewachsene Berechtigungen dazu neigen, immer nur größer zu werden.
Wir sehen uns bei solchen Häusern zuerst an, wer heute tatsächlich zugreifen kann – nicht, wer zugreifen soll. Die Liste ist fast immer länger als erwartet, und das Aufräumen dauert einen Nachmittag.
Vom Modell bis an die Maschine
Konstruktion, Halle und Service stellen drei verschiedene Ansprüche an dieselbe IT. Welcher zuerst drückt, hängt an Ihrer Größe.
Drei Angaben genügen – Sie sehen sofort, was bei Ihnen trägt.
04 · Häufige Fragen
Was Versorger aus der Region wissen wollen.
- Wie weit müssen Büronetz und Prozessnetz getrennt sein?
- So weit, dass ein befallener Bürorechner die Anlagentechnik nicht erreicht – und zwar auf keinem Weg, auch nicht über einen Sprungrechner, den jemand vor Jahren eingerichtet hat. Physische Trennung ist die sauberste Lösung, eigene Netzbereiche mit einer Firewall dazwischen die übliche. Entscheidend ist weniger die Bauart als die Frage, ob jemand sie regelmäßig nachprüft: Eine Trennung, die vor fünf Jahren stimmte, stimmt heute oft nicht mehr.
- Was ändert der Rollout der modernen Messeinrichtungen für unsere IT?
- Drei Dinge. Erstens die Menge: Aus einer Jahresablesung werden Messwerte in kurzen Abständen, und die Ablage muss das über Jahre tragen. Zweitens der Schutzbedarf: Lastgänge sind Verhaltensdaten, nicht nur Verbrauchszahlen. Drittens die Erreichbarkeit: Die Gateways brauchen einen Weg zu Ihnen, und dieser Weg gehört so gebaut, dass er nur in eine Richtung nutzbar ist. Wir sehen uns das an, bevor die Menge da ist – danach ist es ein Umbau im laufenden Betrieb.
- Wir betreiben Bad, Bus und CarSharing mit. Muss das alles in dieselbe IT?
- Nein, und meistens sollte es das auch nicht. Was diese Bereiche brauchen, ist eine gemeinsame Anmeldung und eine gemeinsame Sicherung – nicht ein gemeinsames Netz. Die Badkasse gehört nicht in dieselbe Umgebung wie die Abrechnung, und die Fahrgastinformation hat im Messdatennetz nichts zu suchen. Getrennt aufgestellt und zentral verwaltet ist der Aufbau, der sich bewährt: Ein Vorfall bleibt dann in einem Bereich.
- Wie lange müssen wir Abrechnungs- und Netzdaten aufbewahren?
- Die Fristen ergeben sich aus dem Energiewirtschaftsrecht, dem Handels- und Steuerrecht und Ihren Konzessionsverträgen – sie gehen oft über zehn Jahre hinaus. Wichtiger als die Dauer ist die Lesbarkeit: Wir legen die Daten in einem Format ab, das sich ohne die ursprüngliche Anwendung öffnen lässt, und prüfen einmal jährlich, ob das noch stimmt. Ein Archiv, das man nur mit einem abgekündigten Programm öffnen kann, erfüllt die Frist formal, aber nicht praktisch.
- Der Anlagenhersteller hat einen Fernzugang. Ist das ein Problem?
- Es ist der Zugang, den wir bei Versorgern am häufigsten als offen vorfinden – dauerhaft aktiv, oft ohne Protokoll, meist vertraglich zugesagt. Lösen lässt sich das, ohne den Servicevertrag zu verletzen: Der Zugang wird auf Anforderung geöffnet statt dauerhaft, läuft über einen kontrollierten Weg und wird mitgeschrieben. Der Hersteller kommt weiterhin herein, wenn er gebraucht wird – nur nicht mehr, wann er will.
- Wir sind ein kleines Stadtwerk. Rechnet sich das für Sie und für uns?
- Für uns ja, weil wir in Viernheim sitzen und der Weg kurz ist. Für Sie hängt es davon ab, was Sie heute haben: Wenn eine eigene IT-Abteilung von zwei Personen alles trägt, geht es um Entlastung an den Stellen, die selten vorkommen und dann schwierig sind – Netztrennung, Wiederanlauf, Messdatenweg. Wenn gar niemand zuständig ist, geht es um den Grundaufbau. Was von beidem zutrifft, sagen wir Ihnen im ersten Gespräch, und wenn es sich nicht rechnet, sagen wir das auch.
Sagen Sie uns, wo es hakt.
Ein Anruf, zehn Minuten. Wenn wir nicht der richtige Partner sind, sagen wir das im ersten Gespräch.
