Was „Managed“ tatsächlich umfasst
Der Begriff wird unterschiedlich verwendet. Bei uns heißt Managed Server: Wir stellen die Hardware im Rechenzentrum, installieren das Betriebssystem, richten Überwachung und Sicherung ein, spielen Updates im vereinbarten Wartungsfenster ein und reagieren auf Störungen – rund um die Uhr, mit vertraglicher Reaktionszeit. Sie erhalten Zugriff auf Ihre Anwendungen und Daten, nicht die Verantwortung für den Betrieb darunter.
Nicht enthalten ist der Betrieb Ihrer Anwendung selbst, wenn es sich um Software eines Dritten handelt – dafür ist deren Hersteller zuständig. Wir arbeiten mit ihm zusammen, stellen die Umgebung nach seinen Vorgaben bereit und übernehmen auf Wunsch die Anwendungsbetreuung als Zusatz. Was enthalten ist und was nicht, steht im Angebot – Posten für Posten.
- Dedizierte Hardware, kein geteilter Server
- Betriebssystem Windows Server oder Linux, von uns gepflegt
- Überwachung von Hardware, Diensten, Speicherplatz, Sicherungsstatus
- Tägliche Sicherung, 30 Tage Vorhaltung, Offline-Kopie
- Updates im Wartungsfenster, Störungsbehebung mit 15 Minuten Reaktion im Notfall
Richtig dimensionieren: weder Sparzwang noch Übermaß
Ein Server wird nach dem bemessen, was die Anwendung tatsächlich braucht – nicht nach dem, was der Hersteller als Maximum angibt, und nicht nach dem billigsten Paket. Prozessorkerne, Arbeitsspeicher, Speicherart und -größe, Netzanbindung und Sicherungsumfang hängen von Nutzerzahl, Datenbankgröße und Lastprofil ab. Eine Datenbank mit vielen kleinen Zugriffen braucht schnellen Speicher (NVMe), eine Dateiablage braucht Kapazität, ein Terminalserver braucht Arbeitsspeicher je Sitzung.
Der Server-Konfigurator auf dieser Website bildet diese Zusammenhänge ab: Sie wählen die Ausstattung, sehen den Monatspreis und können bestellen oder eine Beratungsanfrage stellen. Wer unsicher ist, beschreibt uns die Anwendung – wir dimensionieren und begründen.
Mieten oder kaufen – die Rechnung über fünf Jahre
Ein eigener Server kostet nicht nur die Anschaffung. Dazu kommen Strom und Kühlung, Wartungsvertrag, Betriebssystem-Lizenzen, Sicherungssoftware, Personalzeit für Updates und Störungen – und das Ausfallrisiko eines Einzelstücks. Ein Managed Server fasst das in einen Monatspreis, der über die Laufzeit feststeht und in dem Betrieb und Sicherung enthalten sind.
Über fünf Jahre gerechnet liegt der Managed Server bei den meisten Anwendungsfällen im Mittelstand gleichauf oder darunter – mit dem Unterschied, dass Verfügbarkeit und Reaktionszeit vertraglich geregelt sind und die Hardware nach Ablauf nicht Ihnen gehört, sondern erneuert wird. Wer trotzdem kaufen will, bekommt von uns Server von TERRA (Wortmann AG) mit Herstellergarantie – und auf Wunsch den Betrieb dazu.
Rechenzentrum, Anbindung, Zugriff
Die Server stehen in ISO-27001-zertifizierten Partner-Rechenzentren in Deutschland oder in unserem eigenen privaten Rechenzentrum: redundante Stromversorgung, Kühlung, Netzanbindung, geregelter Zutritt. Der Zugriff erfolgt über verschlüsselte Verbindungen – VPN für Standorte und Homeoffice, Terminalserver für Anwendungen, HTTPS für Webdienste. Öffentlich erreichbar ist nur, was öffentlich sein muss, hinter einer Firewall mit Regelwerk.
Für Unternehmen mit mehreren Standorten verbinden wir die Standorte mit dem Rechenzentrum, sodass der Server aus jedem Büro erreichbar ist, als stünde er nebenan – ohne dass er in einem Büro steht.