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StörungenWindows und Arbeitsplatz

Wie prüfe ich, ob die Hardware in Ordnung ist?

Vier Bauteile verursachen fast alle Hardwareprobleme, und für jedes gibt es eine Prüfung, die Windows mitbringt: Arbeitsspeicher, Datenträger, Temperatur und Stromversorgung. Zusammen dauert der Durchgang etwa eine Stunde, davon zehn Minuten Arbeit. Machen Sie ihn, bevor Sie ein zähes oder abstürzendes Gerät neu aufsetzen – sonst installieren Sie ein System auf Bauteile, die den Fehler erneut erzeugen.

Von Metehan Kurt · Fachlich geprüft von Seamand Mala · 27. September 2026

  • 14Jahre

    unternehmerisch im IT-Betrieb, GmbH seit 2020

  • InternationaleExpertise

    Betreuung in Deutschland, Europa und dem Nahen Osten

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    der Cloud-Services, je Kalendermonat

  • 15 Min.Reaktionszeit

    im Notfall, rund um die Uhr

  • ISO 27001zertifiziert

    Partner-Rechenzentren in Deutschland

Woran Sie erkennen, dass es dieser Fall ist

  • Auf dem PC ist ein Problem aufgetreten.
  • Ein Gerät, das nicht vorhanden ist, wurde angegeben.
  • Die Anforderung konnte wegen eines E/A-Gerätefehlers nicht ausgeführt werden.
  • Der Computer wurde nach einem schwerwiegenden Fehler neu gestartet.

Zugehörige Fehlercodes

  • Ereignis 41
  • Ereignis 6008
  • WHEA
  • Ereignis 1001

Die schnelle Hilfe, in dieser Reihenfolge

  1. Das Ereignisprotokoll als Ausgangspunkt nehmen

    Bevor Sie prüfen, sehen Sie nach, was das System selbst gemeldet hat. Kritische Ereignisse der letzten Wochen nennen oft schon das Bauteil – Datenträgerfehler, Hardwarefehler, unerwartete Neustarts. Das erspart drei Prüfungen, wenn die vierte die richtige ist.

    Damit wissen Sie: Sie starten mit einem Verdacht statt mit einer Liste.

  2. Den Arbeitsspeicher prüfen

    Windows bringt eine Speicherdiagnose mit, die beim nächsten Start läuft. Für einen belastbaren Befund sollte sie mehrere Durchgänge machen – ein Speicherfehler, der bei einem von zehn Millionen Zugriffen auftritt, zeigt sich in fünf Minuten nicht. Planen Sie die Prüfung über Nacht.

    Damit wissen Sie: Ein gefundener Speicherfehler ist eindeutig und beendet die Suche.

  3. Die Laufwerke abfragen

    Zustand, Zählerwerte und Temperatur der Laufwerke sind ohne Zusatzprogramm abrufbar. Achten Sie besonders auf wachsende Fehlerzähler – ein einzelner verlagerter Bereich ist unauffällig, eine wachsende Zahl ist ein Ausfall mit Ankündigung.

    Damit wissen Sie: Sie wissen, ob ein Laufwerk auf dem Weg nach draußen ist.

  4. Die Temperatur unter Last ansehen

    Ein Gerät, das zu heiß wird, drosselt sich selbst. Das Muster ist eindeutig: die ersten Minuten normal, danach zäh. Prüfen Sie die Temperatur nicht im Leerlauf, sondern unter Last – im Leerlauf ist fast jedes Gerät unauffällig.

    Damit wissen Sie: Drosselung unter Last erklärt Zähigkeit, die im Leerlauf nicht messbar ist.

  5. Stromversorgung und Anschlüsse nicht vergessen

    Ein Netzteil, das unter Last einbricht, erzeugt Abstürze ohne jedes Muster – das unangenehmste Fehlerbild überhaupt, weil es wie ein Softwareproblem aussieht. Prüfen Sie außerdem Steckdosenleisten, Verlängerungen und bei Notebooks das Ladegerät, besonders wenn es ein Ersatzteil ist.

    Damit wissen Sie: Abstürze ohne Muster und ohne Protokolleintrag zeigen hierher.

Dasselbe in PowerShell

Für alle, die mehr als einen Rechner betreuen

Die vier Prüfungen dieser Seite liegen alle in Windows bereit. Was die Konsole hinzufügt, ist die Zusammenfassung: eine Übersicht über Bauteile, Zustand und Auffälligkeiten, die sich auch über mehrere Geräte erheben lässt.

PowerShell mit erweiterten Rechten starten – so geht es
Windows 11
Rechtsklick auf das Startsymbol – oder die Tastenkombination Windows + X – und dann Terminal (Administrator) wählen.
Windows 10
Dieselbe Tastenkombination, der Eintrag heißt dort Windows PowerShell (Administrator). Steht dort stattdessen die Eingabeaufforderung, lässt sich das in den Taskleisteneinstellungen umstellen – oder Sie nehmen den Weg darunter.
Auf jedem Windows
Startmenü öffnen, powershell tippen und den Treffer mit Strg + Umschalt + Eingabe öffnen. Das ist der Weg, der überall funktioniert.
Woran Sie erkennen, dass es geklappt hat
In der Titelleiste des Fensters steht Administrator, und die Eingabeaufforderung beginnt in C:\Windows\System32 statt in Ihrem Benutzerordner. Vorher bestätigen Sie die Abfrage der Benutzerkontensteuerung mit Ja.
Wenn nach Zugangsdaten gefragt wird
Dann sind Sie auf diesem Rechner kein Administrator. Im Firmennetz ist das der Regelfall und Absicht: Wer täglich mit erhöhten Rechten arbeitet, gibt einer Schadsoftware dieselben Rechte. Der richtige Weg ist die Zuarbeit durch die Administration – nicht das dauerhafte Hochstufen des eigenen Kontos.

Ein Hinweis, der wichtiger ist als er klingt: Führen Sie keinen Befehl aus, dessen Wirkung Sie nicht benennen können – auch keinen von uns. Die Blöcke unten sagen jeweils dazu, was sie tun; die, die etwas verändern, sind gekennzeichnet.

Die kritischen Ereignisse der letzten Wochen

Der Ausgangspunkt jeder Hardwaresuche. Diese vier Kennungen benennen in den meisten Fällen bereits das Bauteil.

Windows PowerShellAdministrator
PS C:\> Get-WinEvent -FilterHashtable @{LogName='System'; Id=41,6008,1001,7; StartTime=(Get-Date).AddDays(-30)} -ErrorAction SilentlyContinue |>> Select-Object TimeCreated, Id, ProviderName, @{n='Meldung';e={($_.Message -split "`n")[0]}} |>> Sort-Object TimeCreated -Descending | Format-Table -AutoSizeTimeCreated Id ProviderName Meldung----------- -- ------------ -------25.09.2026 14:02 41 Kernel-Power Das System wurde neu gestartet, ohne …# 41 = Ausfall ohne ordentliches Herunterfahren, 6008 = unerwartetes Ende,# 1001 = Absturz mit Prüfcode, 7 = Datenträger hat einen Fehler gemeldet.

Eine Übersicht über die verbauten Teile

Prozessor, Speicher, Hauptplatine und Laufwerke in einem Durchgang – die Grundlage für die Frage, ob sich ein Ausbau überhaupt lohnt.

Windows PowerShell
PS C:\> Get-CimInstance Win32_ComputerSystem | Select-Object Manufacturer, Model, @{n='Speicher_GB';e={[math]::Round($_.TotalPhysicalMemory/1GB)}}PS C:\> Get-CimInstance Win32_Processor | Select-Object Name, NumberOfCores, MaxClockSpeedPS C:\> Get-CimInstance Win32_PhysicalMemory | Select-Object BankLabel, @{n='GB';e={$_.Capacity/1GB}}, Speed, ManufacturerPS C:\> Get-PhysicalDisk | Select-Object FriendlyName, MediaType, @{n='GB';e={[math]::Round($_.Size/1GB)}}, HealthStatus# Wie alt ist das Gerät? Das BIOS-Datum ist ein guter Anhaltspunkt.PS C:\> Get-CimInstance Win32_BIOS | Select-Object Manufacturer, SMBIOSBIOSVersion, ReleaseDate, SerialNumber

Die Speicherprüfung vormerken

Die Prüfung läuft beim nächsten Neustart. Planen Sie sie über Nacht – ein kurzer Durchlauf ohne Befund beweist nichts.

Windows PowerShellAdministrator
PS C:\> mdsched.exe# Das Ergebnis steht danach im EreignisprotokollPS C:\> Get-WinEvent -FilterHashtable @{LogName='System'; ProviderName='Microsoft-Windows-MemoryDiagnostics-Results'} -MaxEvents 5 -ErrorAction SilentlyContinue |>> Select-Object TimeCreated, @{n='Ergebnis';e={$_.Message}}

Das verändert etwas: Der Aufruf fragt, ob sofort neu gestartet werden soll. Auf einem Server oder einem Arbeitsplatz mit offenen Dateien also nur mit Ankündigung.

Temperaturen ablesen

Nicht jede Hauptplatine liefert Werte, aber wo sie es tut, ist es die schnellste Antwort auf die Frage nach Drosselung. Die Angabe erfolgt in Zehntel-Kelvin.

Windows PowerShellAdministrator
PS C:\> Get-CimInstance -Namespace root/wmi -ClassName MSAcpi_ThermalZoneTemperature -ErrorAction SilentlyContinue |>> Select-Object InstanceName, @{n='Grad_C';e={[math]::Round(($_.CurrentTemperature - 2732) / 10, 1)}}InstanceName Grad_C------------ ------ACPI\ThermalZone\TZ00_0 48,5# Die Laufwerkstemperatur kommt aus den ZustandswertenPS C:\> Get-PhysicalDisk | Get-StorageReliabilityCounter | Select-Object DeviceId, Temperature, TemperatureMax

Die Systemdateien prüfen

Die Gegenprobe auf der Softwareseite: Wenn alle Hardwareprüfungen unauffällig sind, gehört dieser Schritt dazu, bevor jemand über eine Neuinstallation nachdenkt.

Windows PowerShellAdministrator
PS C:\> Repair-WindowsImage -Online -ScanHealthPS C:\> sfc /scannow# Die Zusammenfassung der letzten Prüfung nachlesenPS C:\> Get-Content 'C:\Windows\Logs\CBS\CBS.log' -Tail 50 | Select-String 'SR '

Welche Ereignisse sind wirklich aussagekräftig?

Nicht jede Warnung im Protokoll bedeutet etwas. Aussagekräftig sind vor allem vier: das Ereignis über einen unerwarteten Ausfall der Stromversorgung, der Eintrag über einen schwerwiegenden Fehler nach einem Absturz, Meldungen über Lese- oder Schreibfehler eines Datenträgers und Einträge über von der Hardware gemeldete Fehler.

Der letzte Punkt verdient besondere Aufmerksamkeit: Dabei meldet nicht Windows einen Verdacht, sondern das Bauteil selbst einen Fehler. Solche Einträge sind kein Softwarethema und werden auch von einer Neuinstallation nicht beseitigt.

  • Ereignis 41: Der Rechner wurde abgeschaltet, ohne sich ordentlich zu beenden – Strom, Netzteil oder Absturz.
  • Ereignis 6008: unerwartetes Herunterfahren, mit Zeitpunkt.
  • Ereignis 1001: ein Absturz mit Prüfcode.
  • Datenträgerfehler mit Angabe des Laufwerks: der klarste Hinweis, den es gibt.

Wie lange sollte eine Speicherprüfung laufen?

Für einen belastbaren Befund mehrere Stunden, besser über Nacht. Der Grund liegt in der Natur der Fehler: Ein Speicherbaustein, der bei bestimmten Mustern und bestimmter Temperatur einen Bitfehler erzeugt, wird von einem kurzen Durchlauf nicht getroffen.

Für den Alltag heißt das: Eine kurze Prüfung ohne Befund beweist nichts. Wer wegen wiederkehrender Abstürze prüft, sollte die Zeit einplanen – oder den Speicher versuchsweise tauschen, was bei zwei Riegeln oft schneller geht als jede Messung.

Woran erkenne ich ein Netzteilproblem?

An dem, was fehlt. Ein Rechner, der unter Last einfach ausgeht – ohne blauen Bildschirm, ohne Protokolleintrag außer dem über den unerwarteten Ausfall –, zeigt auf die Stromversorgung. Softwarefehler hinterlassen Spuren; ein Netzteil, das einbricht, hinterlässt keine.

Zweites Zeichen: Der Ausfall tritt reproduzierbar bei bestimmten Tätigkeiten auf, die viel Strom ziehen. Drittes: Das Gerät ist älter als fünf Jahre; Netzteile altern, und ihre Leistung nimmt ab.

In Betrieben kommt eine Variante dazu, an die selten gedacht wird: eine überlastete Steckdosenleiste oder eine unterbrechungsfreie Stromversorgung mit alten Akkus, die unter Last nicht mehr trägt. Dann fällt nicht ein Gerät aus, sondern mehrere gleichzeitig – und die Suche beginnt am falschen Ort.

Im Betrieb

Der Zustand der Geräte ist eine Kennzahl, kein Bauchgefühl.

In einem betreuten Netz sind Alter, Laufwerksart, Speichergröße und Zustandswerte jedes Geräts bekannt und werden regelmäßig gelesen. Daraus ergibt sich, welche Geräte im nächsten Jahr ersetzt werden – planbar, mit Angebot und Termin, statt als Notfall an einem Dienstagmorgen.

Ohne diese Erhebung passiert das Gegenteil: Geräte laufen, bis sie stehen, und werden dann unter Zeitdruck ersetzt. Das kostet mehr, nicht weniger – in Ausfallzeit, in überteuerten Sofortkäufen und in der Arbeit, die ein ungeplanter Aufbau macht.

Der Aufwand für die Erhebung ist einmalig gering und danach eine geplante Aufgabe. Was dabei herauskommt, ist eine Liste, die auch eine Geschäftsführung lesen kann: welche Geräte wie alt sind, welche auffällig sind und was der Austausch kosten würde.

Wann Sie aufhören sollten zu probieren

Wenn eine Prüfung einen Hardwarefehler findet, ist die Fehlersuche beendet. Weiterprobieren auf der Softwareseite kostet Zeit und ändert nichts – ab dort geht es um Reparatur oder Austausch.

Häufige Anschlussfragen

Gibt es eine eingebaute Rundumprüfung in Windows?

Keine einzelne. Windows bringt die Speicherdiagnose, die Laufwerksprüfung, die Systemdateiprüfung und den Zuverlässigkeitsverlauf mit – aber keinen Knopf, der alles prüft. Der Zuverlässigkeitsverlauf kommt dem am nächsten: Er zeigt Abstürze, Installationen und Fehler auf einer gemeinsamen Zeitachse und beantwortet damit die Frage, seit wann es klemmt.

Wie prüfe ich ein Notebook auf Überhitzung?

Temperatur unter Last messen und gleichzeitig auf die Taktrate sehen: Fällt sie, während die Temperatur hoch ist, drosselt das Gerät. Häufigste Ursache sind zugesetzte Lüfter und ausgetrocknete Wärmeleitpaste – beides ist eine Reinigung und keine Neuanschaffung, und beides trifft Geräte ab etwa drei Jahren.

Was mache ich, wenn alle Prüfungen unauffällig sind?

Dann ist es wahrscheinlich kein Hardwarefehler – und das ist ein Ergebnis, kein Misserfolg. Die Suche geht dann auf der Softwareseite weiter: Treiber, Erweiterungen, Schutzprogramme, eine Anwendung. Der Unterschied ist, dass Sie jetzt wissen, wo Sie nicht suchen müssen.

Lohnt sich eine Reparatur oder ist Ersatz günstiger?

Die Faustregel aus der Praxis: Bei Geräten über vier Jahren lohnt nur der Austausch von Laufwerk oder Speicher, alles andere selten. Bei jüngeren Geräten mit Garantie ist der Weg über den Hersteller fast immer der günstigste. Rechnen Sie die Ausfallzeit mit – sie ist bei einer Reparatur meist länger als bei einem Austausch.

Dazu passt

Einordnung in zwei Schritten

Was Ihre IT braucht, entscheidet sich an Branche und Größe – nicht am Katalog.

1Wie viele Arbeitsplätze hat Ihr Unternehmen?
2In welcher Branche?
3Welche Software setzen Sie ein?

Erscheint nach der Branche.

Drei Angaben genügen – Sie sehen sofort, was bei Ihnen trägt.