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StörungenWindows und Arbeitsplatz

Ist meine Festplatte defekt? So stellen Sie es fest

Jedes moderne Laufwerk führt über sich selbst Buch: Lesefehler, verlagerte Bereiche, Betriebsstunden, Temperatur. Diese Werte sind ohne Zusatzprogramm abrufbar und beantworten die Frage genauer als jedes Gefühl. Wichtig ist die Reihenfolge: erst die Werte lesen, dann entscheiden – ein Prüflauf, der schreibt, kann ein angeschlagenes Laufwerk endgültig erledigen.

Von Metehan Kurt · Fachlich geprüft von Seamand Mala · 27. September 2026

  • 14Jahre

    unternehmerisch im IT-Betrieb, GmbH seit 2020

  • InternationaleExpertise

    Betreuung in Deutschland, Europa und dem Nahen Osten

  • 99,9 %Verfügbarkeit

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  • 15 Min.Reaktionszeit

    im Notfall, rund um die Uhr

  • ISO 27001zertifiziert

    Partner-Rechenzentren in Deutschland

Woran Sie erkennen, dass es dieser Fall ist

  • Windows hat ein Festplattenproblem festgestellt.
  • Erstellen Sie sofort eine Sicherung Ihrer Dateien.
  • Die Anforderung konnte wegen eines E/A-Gerätefehlers nicht ausgeführt werden.
  • Der Datenträger weist möglicherweise einen Fehler auf.
  • SMART-Status: Bad

Zugehörige Fehlercodes

  • 0x8007045D
  • SMART
  • Reallocated Sectors
  • Pending Sectors

Die schnelle Hilfe, in dieser Reihenfolge

  1. Zuerst sichern, dann prüfen

    Wenn der Verdacht besteht, ist die erste Handlung keine Prüfung, sondern eine Sicherung der wichtigen Daten – auf ein anderes Laufwerk. Jede Prüfung belastet das Gerät, und bei einem angeschlagenen Laufwerk kann genau diese Belastung den Rest kosten.

    Damit wissen Sie: Was danach passiert, kann nicht mehr Daten kosten.

  2. Den Gesundheitszustand abfragen

    Windows liest den Selbstprüfungsstand des Laufwerks aus. Steht dort etwas anderes als gesund, ist die Frage beantwortet und die Entscheidung heißt Austausch – unabhängig davon, ob das Gerät gerade funktioniert.

    Damit wissen Sie: Ein negativer Befund ist eindeutig; ein positiver schließt einen Defekt nicht aus.

  3. Die Zählerwerte ansehen

    Aussagekräftiger als der Gesamtstatus sind die einzelnen Zähler: verlagerte Bereiche, schwebende Bereiche, Lesefehler, Betriebsstunden und – bei SSDs – der Abnutzungsgrad. Ein einzelner verlagerter Bereich ist unauffällig; eine Zahl, die über Wochen wächst, ist ein Ausfall mit Ankündigung.

    Damit wissen Sie: Ein wachsender Zähler ist ein Befund, ein stehender ist keiner.

  4. Auf Geräusche achten

    Bei Magnetplatten sind hörbare Zeichen die zuverlässigsten: regelmäßiges Klicken, ein Anlaufen, das abbricht und neu beginnt, ein Schleifen. Wer das hört, sollte das Gerät ausschalten und nicht wieder einschalten – jeder weitere Anlauf kann die Oberfläche zusätzlich beschädigen.

    Damit wissen Sie: Hörbare Zeichen bedeuten: Die Softwareprüfung ist beendet, es geht um Rettung.

  5. Das Dateisystem prüfen – schreibend nur bewusst

    Die Prüfung des Dateisystems lässt sich lesend ausführen. Erst wenn die Zählerwerte unauffällig sind und es tatsächlich nur um Unstimmigkeiten im Dateisystem geht, ist eine schreibende Reparatur sinnvoll.

    Damit wissen Sie: Sie haben das Dateisystem geprüft, ohne ein angeschlagenes Laufwerk zu belasten.

Dasselbe in PowerShell

Für alle, die mehr als einen Rechner betreuen

Die Selbstprüfungswerte eines Laufwerks sind ohne Zusatzprogramm abrufbar – und das ist die Antwort auf die Frage dieser Seite. Alle Befehle hier lesen nur; der einzige, der schreibt, steht am Schluss und ist gekennzeichnet.

PowerShell mit erweiterten Rechten starten – so geht es
Windows 11
Rechtsklick auf das Startsymbol – oder die Tastenkombination Windows + X – und dann Terminal (Administrator) wählen.
Windows 10
Dieselbe Tastenkombination, der Eintrag heißt dort Windows PowerShell (Administrator). Steht dort stattdessen die Eingabeaufforderung, lässt sich das in den Taskleisteneinstellungen umstellen – oder Sie nehmen den Weg darunter.
Auf jedem Windows
Startmenü öffnen, powershell tippen und den Treffer mit Strg + Umschalt + Eingabe öffnen. Das ist der Weg, der überall funktioniert.
Woran Sie erkennen, dass es geklappt hat
In der Titelleiste des Fensters steht Administrator, und die Eingabeaufforderung beginnt in C:\Windows\System32 statt in Ihrem Benutzerordner. Vorher bestätigen Sie die Abfrage der Benutzerkontensteuerung mit Ja.
Wenn nach Zugangsdaten gefragt wird
Dann sind Sie auf diesem Rechner kein Administrator. Im Firmennetz ist das der Regelfall und Absicht: Wer täglich mit erhöhten Rechten arbeitet, gibt einer Schadsoftware dieselben Rechte. Der richtige Weg ist die Zuarbeit durch die Administration – nicht das dauerhafte Hochstufen des eigenen Kontos.

Ein Hinweis, der wichtiger ist als er klingt: Führen Sie keinen Befehl aus, dessen Wirkung Sie nicht benennen können – auch keinen von uns. Die Blöcke unten sagen jeweils dazu, was sie tun; die, die etwas verändern, sind gekennzeichnet.

Den Gesamtzustand aller Laufwerke abfragen

Die kurze Antwort. Steht bei HealthStatus etwas anderes als Healthy, ist die Frage beantwortet und die Entscheidung heißt Austausch.

Windows PowerShell
PS C:\> Get-PhysicalDisk | Select-Object DeviceId, FriendlyName, MediaType,>> @{n='GB';e={[math]::Round($_.Size/1GB)}}, HealthStatus, OperationalStatusDeviceId FriendlyName MediaType GB HealthStatus OperationalStatus-------- ------------ --------- --- ------------ ----------------- 0 Samsung SSD 870 SSD 477 Healthy OK 1 WDC WD20EZBX HDD 1863 Warning Degraded

Die Zählerwerte lesen – das ist die eigentliche Aussage

Aussagekräftiger als der Gesamtstatus. Entscheidend ist nicht der einzelne Wert, sondern ob er über Wochen wächst.

Windows PowerShellAdministrator
PS C:\> Get-PhysicalDisk | Get-StorageReliabilityCounter |>> Select-Object DeviceId, Temperature, TemperatureMax, ReadErrorsUncorrected,>> ReadErrorsTotal, Wear, PowerOnHours, StartStopCycleCountDeviceId Temperature ReadErrorsUncorrected Wear PowerOnHours-------- ----------- --------------------- ---- ------------ 0 38 0 3 12844 1 44 27 0 48211# ReadErrorsUncorrected über null ist ein Befund.# Wear ist der Abnutzungsgrad einer SSD in Prozent.

Die Windows-Meldungen zum Laufwerk nachlesen

Windows meldet Datenträgerfehler im Ereignisprotokoll, oft Wochen vor dem Ausfall. Diese Einträge sieht in der Praxis niemand an.

Windows PowerShellAdministrator
PS C:\> Get-WinEvent -FilterHashtable @{LogName='System'; ProviderName='disk','Disk','Ntfs'} -MaxEvents 30 -ErrorAction SilentlyContinue |>> Select-Object TimeCreated, ProviderName, Id, @{n='Meldung';e={($_.Message -split "`n")[0]}} | Format-Table -AutoSize# Die vorausschauende Meldung, wenn sie kamPS C:\> Get-WinEvent -FilterHashtable @{LogName='System'; Id=52} -MaxEvents 5 -ErrorAction SilentlyContinue

Den Zustand regelmäßig erheben

Die Vorbeugung: einmal im Monat über alle Server und Arbeitsplätze, das Ergebnis mit Datum ablegen. Erst der Vergleich zeigt wachsende Zähler.

Windows PowerShellAdministrator
PS C:\> $heute = Get-Date -Format 'yyyy-MM-dd'PS C:\> $server = 'SRV-DC','SRV-FILE','PC-01'PS C:\> Invoke-Command -ComputerName $server -ScriptBlock {>> Get-PhysicalDisk | ForEach-Object {>> $z = $_ | Get-StorageReliabilityCounter>> [pscustomobject]@{>> Laufwerk = $_.FriendlyName; Zustand = $_.HealthStatus>> Lesefehler = $z.ReadErrorsUncorrected; Stunden = $z.PowerOnHours; Abnutzung = $z.Wear>> }>> }>> } | Export-Csv ".\laufwerke-$heute.csv" -NoTypeInformation -Encoding UTF8

Das Dateisystem prüfen

Nur bei unauffälligen Zählerwerten. Der erste Aufruf liest, der zweite schreibt.

Windows PowerShellAdministrator
# Nur prüfen, verändert nichtsPS C:\> Repair-Volume -DriveLetter D -ScanNoErrorsFound# Reparieren – erst nach dem Blick auf die ZählerwertePS C:\> Repair-Volume -DriveLetter D -OfflineScanAndFix

Das verändert etwas: Die Reparatur schreibt auf das Laufwerk und nimmt es kurz aus dem Betrieb. Auf einem Laufwerk mit unkorrigierten Lesefehlern kann sie den Rest unlesbar machen – dort gehört vorher ein Abbild gezogen, nicht repariert.

Was sagen die Selbstprüfungswerte wirklich aus?

Sie sind ein guter Frühwarnmelder und kein Orakel. Untersuchungen großer Rechenzentren haben gezeigt, dass ein erheblicher Teil der ausgefallenen Laufwerke vorher keinen auffälligen Wert gezeigt hat. Umgekehrt gilt aber: Laufwerke mit auffälligen Werten fallen deutlich häufiger aus als unauffällige.

Daraus folgt die richtige Lesart: Ein schlechter Wert ist ein Grund zum Handeln. Ein guter Wert ist kein Grund zur Beruhigung – schon gar nicht als Ersatz für eine Sicherung.

Die aussagekräftigsten Zähler sind die verlagerten und die schwebenden Bereiche. Schwebende Bereiche sind Stellen, die das Laufwerk nicht sicher lesen konnte und noch nicht als defekt markiert hat. Steigt diese Zahl, ist der Ausfall angekündigt.

Wie lange hält eine Festplatte oder SSD?

Für Planungszwecke rechnet man bei Magnetplatten mit drei bis fünf Jahren Dauerbetrieb, bei SSDs im Büroeinsatz mit fünf und mehr. Beides sind Erfahrungswerte, keine Zusagen: Ein Laufwerk kann im ersten Monat ausfallen und zehn Jahre laufen.

Bei SSDs ist die Abnutzung durch Schreibvorgänge der begrenzende Faktor, und sie wird als Prozentwert mitgeführt. Im gewöhnlichen Büroeinsatz wird sie selten ausgeschöpft – bei Datenbanken, Überwachungsaufzeichnungen und Zwischenspeichern dagegen schon, und dort lohnt der Blick.

Was für die Praxis daraus folgt: Alter ist ein Planungsmerkmal, kein Ausfallgrund. Ein Gerät im fünften Jahr gehört auf die Austauschliste, nicht in die Fehlersuche.

Was ist bei einem RAID-Verbund anders?

Ein Verbund verträgt je nach Bauart den Ausfall eines Laufwerks, ohne dass Daten verloren gehen. Das verführt dazu, ihn für eine Sicherung zu halten – er ist keine. Er schützt gegen einen Laufwerksausfall und gegen nichts sonst: nicht gegen versehentliches Löschen, nicht gegen Verschlüsselung durch einen Angriff, nicht gegen Feuer.

Die gefährliche Phase beginnt nach dem Ausfall des ersten Laufwerks: Während der Wiederherstellung werden alle verbleibenden Laufwerke vollständig gelesen – ausgerechnet Laufwerke gleichen Alters aus derselben Lieferung. Ein zweiter Ausfall in dieser Zeit ist nicht selten und beendet den Verbund.

Deshalb gilt bei einem defekten Laufwerk im Verbund: nichts überstürzen, den Zustand dokumentieren, Ersatz bereitlegen und vor der Wiederherstellung eine Sicherung prüfen.

Im Betrieb

Der Ausfall ist planbar – man muss nur hinsehen, bevor er kommt.

Laufwerke gehören zu den wenigen Bauteilen, die ihren Zustand selbst melden. Genau deshalb ist ein unerwarteter Laufwerksausfall in einem betreuten Netz die Ausnahme: Die Werte werden regelmäßig gelesen, ein wachsender Zähler erzeugt eine Meldung, und das Gerät wird getauscht, bevor es steht.

Ohne diese Abfrage passiert das Gegenteil, und zwar mit einem bemerkenswerten Muster: Der Ausfall trifft fast nie den Rechner, den man erwartet hätte, sondern den Server unter dem Schreibtisch, an den sich niemand erinnert, und auf dem eine Anwendung läuft, die eine Abteilung täglich braucht.

Der Aufwand für die Vorbeugung ist klein. Die Werte auszulesen dauert Sekunden, und ein monatlicher Durchlauf über alle Geräte ist eine geplante Aufgabe, kein Projekt.

Wann Sie aufhören sollten zu probieren

Bei hörbaren Geräuschen und bei Laufwerken mit wichtigen Daten ohne Sicherung: aufhören. Jeder Einschaltversuch, jeder Prüflauf und jedes Kopierprogramm kann die Aussicht auf eine professionelle Rettung verschlechtern.

Häufige Anschlussfragen

Kann ich eine defekte Festplatte reparieren?

Ein Dateisystem ja, das Laufwerk selbst nein. Was verlagerte Bereiche sind, bleiben verlagerte Bereiche; Programme, die das Gegenteil versprechen, markieren allenfalls weitere Bereiche als unbrauchbar. Ein Laufwerk mit wachsenden Fehlerzählern wird ersetzt, nicht repariert.

Warum meldet Windows ein Problem, obwohl alles läuft?

Weil die Meldung aus den Selbstprüfungswerten stammt und vorausschauend gemeint ist. Sie sagt nicht, dass etwas kaputt ist, sondern dass die Wahrscheinlichkeit deutlich gestiegen ist. Sie zu ignorieren, weil gerade alles funktioniert, ist der häufigste Fehler an dieser Stelle.

Sind SSDs zuverlässiger als Magnetplatten?

Sie haben keine beweglichen Teile und sind gegen Erschütterung unempfindlich – in Notebooks ein deutlicher Vorteil. Dafür fallen sie anders aus: oft ohne Vorwarnung und vollständig, während eine Magnetplatte sich häufiger ankündigt. Für die Sicherungsstrategie heißt das, dass man sich bei SSDs auf Vorwarnung noch weniger verlassen darf.

Wie entsorge ich ein defektes Laufwerk richtig?

Nicht im Restmüll und nicht ohne Löschung. Ein Laufwerk, das im Rechner nicht mehr anläuft, ist für einen Fachbetrieb oft noch lesbar. Für Firmendaten heißt das: physische Vernichtung mit Nachweis oder ein zertifiziertes Löschverfahren. Das ist keine Förmlichkeit – es ist der Nachweis, den Sie im Ernstfall brauchen.

Dazu passt

Einordnung in zwei Schritten

Was Ihre IT braucht, entscheidet sich an Branche und Größe – nicht am Katalog.

1Wie viele Arbeitsplätze hat Ihr Unternehmen?
2In welcher Branche?
3Welche Software setzen Sie ein?

Erscheint nach der Branche.

Drei Angaben genügen – Sie sehen sofort, was bei Ihnen trägt.