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DAVINCI Rechenzentrum

Welcher Server trägt

Welche Serverleistung Sie brauchen, entscheidet sich an Branche und Größe – nicht am Datenblatt.

1Wie viele Arbeitsplätze hat Ihr Unternehmen?
2In welcher Branche?
3Welche Software setzen Sie ein?

Erscheint nach der Branche.

Drei Angaben genügen – Sie sehen sofort, was bei Ihnen trägt.

Der Terminalserver ist das älteste Stück Cloud, das es gibt, und das meistgenutzte im Mittelstand: Warenwirtschaft, Buchhaltung, Branchensoftware laufen auf einem Server, die Mitarbeiter arbeiten darauf – vom Büro, vom Homeoffice, vom Zweitstandort, von jedem Gerät. Die Daten verlassen das Rechenzentrum nicht, ein verlorenes Notebook enthält nichts, und ein neuer Arbeitsplatz ist in zehn Minuten eingerichtet.

Was sich geändert hat, ist die Zahl der Formen. Neben dem klassischen Sitzungshost mit Remote Desktop Services stehen heute der virtuelle Arbeitsplatz je Nutzer (VDI) und Microsofts eigene Angebote Windows 365 und Azure Virtual Desktop. Wir bieten die ersten beiden im Rechenzentrum unseres Partners TERRA CLOUD an und beraten zu den beiden anderen – weil die richtige Form an Anwendungen, Nutzern und Lizenzen hängt, und die Antwort nicht immer „bei uns“ heißt.

Drei Formen, ein Ziel

  • Sitzungshost (Remote Desktop Services)Ein Windows Server, auf dem viele Nutzer gleichzeitig Sitzungen haben. Sparsamste Form für Warenwirtschaft, Office und Branchensoftware, die Mehrbenutzerbetrieb unterstützt. Lizenz: Windows Server über SPLA plus eine RDS-Zugriffslizenz je Nutzer und Monat.
  • VDI-Arbeitsplatz je NutzerJeder Nutzer bekommt eine eigene virtuelle Maschine mit Windows 11. Für Anwendungen, die keinen Mehrbenutzerbetrieb erlauben, für Entwickler und Konstrukteure, für getrennte Mandanten. Nach Herstellerangabe im VDI-Paket unseres Partners: 2 bis 8 vCores, 4 bis 32 GB Arbeitsspeicher, Hyper-V-Cluster, 99,95 % Verfügbarkeit.
  • Cloud-PC bei Microsoft (Windows 365, Azure Virtual Desktop)Der Arbeitsplatz läuft in Microsofts Rechenzentrum – Windows 365 als fester Cloud-PC je Nutzer, Azure Virtual Desktop als gepoolte Mehrbenutzer-Umgebung nach Azure-Verbrauch. Beides setzt Microsoft-365-Lizenzen und eine Intune-/Entra-Umgebung voraus. Wir richten es ein, wenn es passt – und sagen, wann nicht.

Vergleich: Sitzungshost, VDI, Windows 365, Azure Virtual Desktop

Angaben zu TERRA CLOUD aus dem Katalog 2026/2027 (Herstellerangabe), zu Windows 365 und Azure Virtual Desktop aus Microsoft Learn (geprüft 02.10.2026). Preise nennt die Tabelle bewusst nicht.

Sitzungshost (RDS)VDI-PaketWindows 365Azure Virtual Desktop
BetriebssystemWindows Server, viele Nutzer je ServerWindows 11, eine VM je NutzerWindows 11 Cloud-PC, fest je NutzerWindows 11 Enterprise Multisession oder Windows Server, gepoolt
Wo laufen die DatenRechenzentrum unseres Partners, HüllhorstRechenzentrum unseres Partners, HüllhorstMicrosoft-Region, z. B. Deutschland West-MitteAzure-Region Ihrer Wahl
LizenzWindows Server je Kern (SPLA) + RDS SAL je NutzerIm Paket enthalten (Herstellerangabe)Windows-365-Lizenz je Nutzer; Enterprise zusätzlich Windows E3, Intune, Entra ID P1Microsoft-365-/Windows-Lizenz je Nutzer + Azure-Verbrauch; bei Windows-Server-Sitzungshosts RDS-CAL
AbrechnungJe VM und je Nutzer, monatlichJe Paket, monatlichFest je Nutzer und MonatNach Azure-Verbrauch (Rechenzeit, Speicher)
Passt, wennViele Nutzer, Mehrbenutzer-fähige Anwendungen, Kosten je Nutzer zählenAnwendung braucht eigene Maschine; getrennte Mandanten; KonstruktionMicrosoft-365-Umgebung mit Intune vorhanden; einfacher Arbeitsplatz je NutzerMicrosoft-365-Umgebung; stark schwankende Nutzerzahl; Azure-Erfahrung im Haus
Betrieb und SicherungDurch uns: Updates, Überwachung, Cloud-BackupDurch unsMicrosoft (Plattform), Sie oder wir (Konfiguration, Daten)Microsoft (Plattform), Sie oder wir (Hostpool, Images, Daten)

Vom Server im Keller zum Terminalserver im Rechenzentrum

  1. Anwendungen prüfenWelche Programme laufen im Mehrbenutzerbetrieb, welche verlangen eine eigene Maschine, welche brauchen Grafikleistung? Die Antwort entscheidet zwischen Sitzungshost und VDI – und sie steht in den Systemvoraussetzungen des Herstellers, nicht in unserer Erfahrung.
  2. Nutzer und Profile zählenGleichzeitig arbeitende Nutzer, nicht Mitarbeiter insgesamt. Dazu: Drucker, Scanner, Kartenleser, zweiter Bildschirm – alles, was durch die Sitzung muss.
  3. DimensionierenDer VM-Rechner auf der Seite zu virtuellen Servern rechnet aus Nutzern und Anwendungen eine erste Größe; vor dem Angebot prüfen wir sie an Ihren Anwendungen. Faustregel: Datenbank und Sitzungshost sind immer zwei Maschinen.
  4. Lizenzen bestimmenDer Lizenzrechner rechnet RDS-Zugriffslizenzen, Windows-Server-Kerne und SQL – für Kauf und für Miete über SPLA. Vorhandene Kauflizenzen prüfen wir auf Einbringbarkeit.
  5. Pilot mit fünf NutzernZwei Wochen echte Arbeit – mit Drucken, Scannen, Homeoffice-Leitung. Erst danach die Umstellung aller Nutzer, an einem Wochenende, mit Rückfallweg.

Warum wir auch zu Microsofts Angeboten beraten

Windows 365 und Azure Virtual Desktop sind für manche Häuser die bessere Wahl: wer ohnehin Microsoft 365 mit Intune betreibt, wenige Anwendungen außerhalb von Office hat und Arbeitsplätze schnell auf- und abbauen will. Dann ist ein Cloud-PC je Nutzer mit fester Monatslizenz einfacher als ein Terminalserver, den jemand betreiben muss. Wir sagen das, weil ein Angebot, das nicht passt, nach einem Jahr zurückkommt.

Der Terminalserver im Rechenzentrum unseres Partners bleibt die Wahl, wenn Branchensoftware, Datenbanken und Drucker in die Rechnung gehören, wenn die Daten in einem benannten deutschen Rechenzentrum liegen sollen, wenn die Kosten je Nutzer zählen – und wenn jemand den Betrieb verantworten soll, der am Telefon erreichbar ist. Beides nebeneinander ist möglich: Office und Mail über Microsoft 365, die Warenwirtschaft auf dem Sitzungshost.

Dazu gehört

Häufige Fragen

Wie viele Nutzer passen auf einen Terminalserver?
Das hängt an den Anwendungen, nicht an einer Tabelle: Eine Warenwirtschaft mit Office braucht je Nutzer deutlich weniger als eine Konstruktionssoftware. Der VM-Rechner auf der Seite zu virtuellen Servern gibt einen Startwert aus unseren Erfahrungswerten; die Grenze je VM liegt nach Herstellerangabe bei 16 vCores und 256 GB im Standard-Cluster – darüber werden es mehrere Sitzungshosts mit Lastverteilung.
Welche Lizenzen brauche ich für einen gemieteten Terminalserver?
Bei Miete über SPLA: Windows Server je Kern (im virtuellen Server enthalten) und eine RDS-Zugriffslizenz je Nutzer und Monat – Windows-Server-CALs entfallen. Dazu je nach Anwendung SQL Server und Office-Lizenzen, die für Terminalserver besondere Regeln haben. Der Lizenzrechner rechnet die Stückzahlen, das Angebot nennt den Betrag.
Funktioniert Drucken und Scannen über den Terminalserver?
Drucken ja, über Druckerumleitung oder einen Druckserver im Netz; Scannen ist der klassische Stolperstein, weil Scanner lokal hängen. Dafür gibt es Lösungen – Scan-to-Folder, Scan-to-Mail, Umleitung über den Client –, und genau deshalb steht der Pilot mit echten Geräten vor der Umstellung.
Was passiert bei einem Internetausfall im Büro?
Der Terminalserver läuft weiter, das Büro erreicht ihn nicht. Mitarbeiter mit Notebook arbeiten von überall weiter, wo es Internet gibt – Homeoffice, Mobilfunk. Für Standorte, die nicht stehen dürfen, gehört eine zweite Leitung dazu; die Firewall schaltet dann automatisch um.

Quellen und Nachweise

  1. TERRA CLOUD 2026/2027 – Katalog (Rechenzentrum, Service-Level, Backup, IaaS, Housing, S3, SPLA, CSP) · WORTMANN AG / TERRA CLOUD GmbH, Hüllhorst (Art.-Nr. 9999928)
  2. Remotedesktopdienste mit Clientzugriffslizenzen (CALs) lizenzieren – RDS-CAL je Benutzer/Gerät, Kulanzfrist, Versionskompatibilität · Microsoft Learn
  3. Was ist Azure Virtual Desktop? – Multisession Windows 11 Enterprise, gepoolte Sitzungshosts · Microsoft Learn
  4. Windows 365 – Anforderungen (Lizenzen: Windows E3, Intune, Microsoft Entra ID P1, Windows 365; Regionen) · Microsoft Learn
  5. Services Provider Use Rights (SPUR) – Windows Server unter SPLA: je Kern, unbegrenzte Benutzer, RDS SAL je Benutzer · Microsoft