Eckdaten
- Branche
- renommierte Steuerberaterkanzlei, Mannheim
- Betroffen
- 18 Arbeitsplätze, Kanzleisoftware komplett aus der Cloud, Telefonie
- Ausgangslage
- Hauptleitung gestört; Ersatz über einen LTE-Router, ausgelegt höchstens für Wartungszugänge, mit wenigen Mbit/s
- Dauer
- seit drei Wochen kein stabiles Arbeiten, Telefonie sehr schlecht
- Unsere Rolle
- vom Kanzleiinhaber als zweites IT-Unternehmen hinzugezogen
- Lösung
- aktueller 5G-Router als Leihgerät
- Ergebnis in diesem Fall
- innerhalb weniger Minuten rund 100 Mbit/s – Kanzlei sofort wieder arbeitsfähig
Ausgangslage: Alles in der Cloud – und die Leitung steht
Die Kanzlei hatte ihre Kanzleisoftware vollständig in eine Cloud-Lösung ausgelagert, bereitgestellt über ihren betreuenden IT-Partner. Dann war die Hauptinternetleitung gestört. Als Ersatz stand ein LTE-Router älterer Generation im Büro, ausgelegt höchstens für Wartungszugänge, nicht für den Betrieb einer Kanzlei.
Über diese eine Verbindung mit wenigen Mbit/s mussten 18 Arbeitsplätze und die Telefonie laufen. Seit drei Wochen gab es kein richtiges Arbeiten mehr: ständige Unterbrechungen, Masken, die nicht luden, Telefonate, die abbrachen. Der Kanzleiinhaber hatte selbst einen Verdacht und zog uns als zweites IT-Consulting-Unternehmen hinzu.
Was wir getan haben
Wir kamen vorbereitet. Für genau solche Fälle halten wir aktuelle Geräte als Leihgeräte bereit.
- Ursache bestätigtDer Engpass war die Ersatzleitung, nicht die Cloud und nicht die Software: Dutzende Verbindungen teilten sich wenige Mbit/s.
- Aktuellen 5G-Router in Betrieb genommenDas Leihgerät ging innerhalb weniger Minuten mit rund 100 Mbit/s online. Der bisherige IT-Partner war in diesem Moment vor Ort.
- Kanzlei sofort wieder arbeitsfähigKanzleisoftware und Telefonie liefen wieder ohne Unterbrechungen – noch am selben Tag, ohne auf die Reparatur der Hauptleitung warten zu müssen.
Wenn Dutzende Arbeitsplätze an einer schwachen Leitung hängen
Eine Cloud-Lösung braucht für jeden Arbeitsplatz eine stabile Verbindung. Teilen sich 18 Arbeitsplätze und die Telefonie wenige Mbit/s, reicht es nicht einmal für den Normalbetrieb. Jede Sitzung wartet auf die andere, Telefonate zerfallen in Bruchstücke, Programme brechen mit Zeitüberschreitungen ab.
Der Router ging innerhalb weniger Minuten mit rund 100 Mbit/s online. Für alle Anwesenden war das ein Moment, der vieles erklärt hat.
Die Lehre: Cloud braucht eine belastbare, redundante Anbindung
Auch wer alles in die Cloud ausgelagert hat, steht still, wenn die Leitung steht. Die Cloud verschiebt den Serverraum, sie schafft die Abhängigkeit vom Internet nicht ab – sie verschärft sie. Eine zweite, unabhängige Anbindung, die im Ernstfall die volle Last tragen kann, gehört deshalb zu jeder Cloud-Entscheidung dazu.
Ergebnis: Nach drei Wochen sofort wieder arbeitsfähig
Die Kanzlei konnte noch am selben Tag wieder normal arbeiten, Telefonie eingeschlossen. Der Verdacht des Inhabers hatte sich bestätigt. Rund 100 Mbit/s sind der Wert aus diesem Fall – was eine Mobilfunkverbindung leistet, hängt vom Standort und vom Netz ab.
Für IT-Verantwortliche: Wie viel Leitung braucht eine Kanzlei in der Cloud?
- Nach unserer Erfahrung bestimmt nicht der Durchschnitt, sondern die Spitze die nötige Bandbreite: alle Arbeitsplätze gleichzeitig am Morgen, dazu Telefonie, Updates und Dateiübertragungen.
- Die Ersatzleitung muss die volle Last tragen können, nicht nur einen Notbetrieb. Ein Router für Wartungszugänge ist dafür nicht ausgelegt.
- Telefonie über das Internet reagiert zuerst: Wenn die Leitung voll ist, wird die Sprache abgehackt, lange bevor Programme abbrechen. Eine Priorisierung der Sprachdaten hilft, ersetzt aber keine ausreichende Leitung.
- Mobilfunk als zweiter Weg: aktuelle 5G-Router mit Außenantenne, wo nötig; vorher Netzabdeckung am Standort messen.
- Automatische Umschaltung: Firewall oder Router mit zwei Anschlüssen, die bei Ausfall der Hauptleitung selbst umschalten.
Erbrachte Leistungen
Diese Leistungen stecken in diesem Projekt. Jede Seite beschreibt, wie wir dabei vorgehen.
Häufige Fragen
- Internet in der Kanzlei ausgefallen – was tun?
- Zuerst klären, ob nur die Leitung oder auch das eigene Netz betroffen ist, und die Störung beim Anbieter melden. Damit die Kanzlei in der Zwischenzeit arbeiten kann, braucht es eine Ersatzleitung, die die volle Last trägt – etwa einen aktuellen 5G-Router. In diesem Fall war die Kanzlei damit nach wenigen Minuten wieder online.
- Lohnt sich ein 5G-Router als Ersatzleitung im Büro?
- Ja, wenn der Standort gut versorgt ist und das Gerät für den Betrieb ausgelegt ist, nicht nur für Wartung. In diesem Fall lieferte ein aktueller 5G-Router rund 100 Mbit/s. Ob LTE oder 5G besser ist, entscheidet die Netzabdeckung am Standort – sie sollte vorher gemessen werden.
- Warum klingt das Telefon abgehackt, wenn die Leitung schwach ist?
- Weil Telefonie über das Internet eine gleichmäßige Verbindung braucht. Ist die Leitung ausgelastet, kommen Sprachpakete zu spät oder gar nicht an – die Stimme wird abgehackt. Das ist meist das erste Zeichen dafür, dass die Leitung für die Zahl der Nutzer nicht reicht.
- Warum ist Kanzleisoftware aus der Cloud plötzlich langsam?
- Sehr oft liegt es an der Internetanbindung, nicht an der Cloud. Wenn viele Arbeitsplätze sich eine schwache Leitung teilen, wartet jede Sitzung auf die andere. In diesem Fall verschwanden die Probleme, sobald die Kanzlei wieder ausreichend Bandbreite hatte.
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