Private Cloud, Public Cloud – oder beides
Public Cloud heißt: geteilte Infrastruktur eines großen Anbieters, abgerechnet nach Verbrauch, weltweit verteilt. Private Cloud heißt: eine Umgebung, die nur Ihnen gehört, an einem Ort, den Sie kennen, zu einem Preis, der feststeht. Beides hat seinen Platz. Public Cloud trägt, was kurzfristig skalieren muss oder als fertiger Dienst bezogen wird – Microsoft 365 ist das bekannteste Beispiel. Private Cloud trägt, was dauerhaft läuft, vertrauliche Daten verarbeitet und planbar kosten soll: ERP, Dateiablage, Fachanwendungen, Datenbanken.
Der Fehler der letzten Jahre war, alles in die eine oder die andere Richtung zu schieben. Wer seine Dauerlast in die Public Cloud stellt, zahlt jeden Monat für Flexibilität, die er nicht braucht. Wer alles vor Ort behält, trägt Ausfallrisiko und Wartung allein. Wir planen die Grenze je System – und betreiben den privaten Teil.
Was Managed Private Cloud bei uns bedeutet
Sie erhalten eine dedizierte Umgebung – Rechenleistung, Speicher, Netz – in einem ISO-27001-zertifizierten Partner-Rechenzentrum in Deutschland oder in unserem eigenen privaten Rechenzentrum. Darauf laufen Ihre Systeme als virtuelle Maschinen, erreichbar über verschlüsselte Verbindungen von allen Standorten und aus dem Homeoffice. Wir übernehmen Betrieb, Überwachung, Updates der Plattform, tägliche Sicherung und die Erweiterung, wenn der Bedarf wächst.
Der Preis steht monatlich fest und richtet sich nach der bereitgestellten Umgebung, nicht nach dem Verbrauch. Erweiterungen werden vorher vereinbart. Es gibt keine Datenausgangsgebühren und keine versteckten Posten für Zugriffe oder Sicherungen.
- Dedizierte Umgebung, kein geteilter Speicher mit anderen Kunden
- Georedundanz und Offline-Sicherung als Bestandteil der Architektur, nicht als Zusatzoption
- Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO unter deutschem Recht
- Ausstieg geregelt: Ihre Daten und virtuellen Maschinen sind jederzeit exportierbar
Migration ohne Stillstand
Eine Cloud-Migration scheitert selten an der Technik, meist an der Reihenfolge. Wir beginnen mit Systemen, die wenig Abhängigkeiten haben und deren Umzug sofort etwas bringt: Dateiablage, Testsysteme, Anwendungen mit vielen externen Zugriffen. Das ERP kommt, wenn Netzanbindung und Anmeldung stehen und der Weg erprobt ist. Jedes System zieht einzeln um, mit Rückweg, in einem angekündigten Fenster außerhalb der Kernzeit.
Manche Systeme ziehen bewusst nicht um: Steuerungen, die Latenz nicht vertragen, Geräte mit Lizenzdongle, Software, deren Hersteller den Betrieb im Rechenzentrum nicht unterstützt. Diese Fälle benennen wir vorher – nicht während der Migration.
Datenhoheit ist eine Standortfrage – und eine Vertragsfrage
„Cloud in Deutschland“ sagt nur, wo der Server steht. Entscheidend ist, wer rechtlich Zugriff hat: der Betreiber, sein Mutterkonzern, dessen Rechtsordnung. Eine Umgebung bei einem deutschen Betreiber unter deutschem Recht, ohne Beteiligung eines Anbieters aus einem Drittland, macht die Frage nach Zugriffen auf Grundlage ausländischer Gesetze gegenstandslos. Das ist für Berufsgeheimnisträger, Medizintechnik, Zulieferer mit Geheimhaltungsvereinbarungen und die öffentliche Hand kein Detail, sondern die Voraussetzung.
Wir liefern dazu die Nachweise: Standort, Zertifizierung des Rechenzentrums, Auftragsverarbeitungsvertrag, technische und organisatorische Maßnahmen. Unterlagen, die Sie an Kunden, Prüfer und Versicherer weitergeben können.