Windows Server gibt es in zwei Editionen für Unternehmen: Standard und Datacenter. Technisch unterscheiden sie sich für die meisten Häuser kaum. Der Unterschied liegt in der Lizenz – und er entscheidet darüber, wie viele virtuelle Server auf einer Maschine laufen dürfen. Wer das bei der Planung übersieht, kauft entweder zu viel oder betreibt Server ohne gültige Lizenz.
Lizenziert wird der Prozessorkern
Beide Editionen werden je physischem Prozessorkern lizenziert. Nach den Lizenzbedingungen von Microsoft sind mindestens 8 Kernlizenzen je Prozessor und mindestens 16 je Server nötig. Ein Server mit zwei Prozessoren zu je 8 Kernen braucht also 16 Kernlizenzen, einer mit zwei Prozessoren zu je 16 Kernen 32. Verkauft werden Kernlizenzen in Paketen zu 2 und zu 16.
Daraus folgt etwas, das in vielen Angeboten untergeht: Die Kernzahl des Prozessors ist auch eine Lizenzfrage. Ein Prozessor mit mehr Kernen als nötig kostet nicht nur beim Kauf, sondern bei jeder Windows-Server-Lizenz darauf.
Standard: zwei virtuelle Server je Lizenzierung
Sind alle Kerne mit Standard lizenziert, dürfen darauf zwei virtuelle Windows-Server laufen. Für zwei weitere müssen alle Kerne ein weiteres Mal lizenziert werden. Bei vier virtuellen Servern zahlt man also zweimal die volle Kernzahl, bei sechs dreimal.
Datacenter: beliebig viele
Datacenter erlaubt auf dem lizenzierten Server beliebig viele virtuelle Windows-Server. Es kostet je Kern deutlich mehr als Standard, rechnet sich aber ab einer bestimmten Zahl virtueller Server – wo genau, hängt von der Kernzahl und den aktuellen Preisen ab. Wir rechnen die Grenze für Ihre Kernzahl mit den aktuellen Preisen aus, statt eine Faustregel anzunehmen.
Was außerdem dazugehört
- Zugriffslizenzen (CALs): Jeder Nutzer oder jedes Gerät, das auf den Server zugreift, braucht eine. Geräte-CALs lohnen sich, wo sich mehrere Menschen einen Arbeitsplatz teilen.
- RDS-CALs zusätzlich für Terminalserver, ebenfalls je Nutzer oder je Gerät.
- Der Notfallserver: Ersatzinstanzen sind über die Software Assurance abgedeckt, sonst braucht er eigene Lizenzen.
- Betrieb beim Dienstleister: Gekaufte Lizenzen dürfen auf Hardware laufen, die ein Dienstleister fest für Sie betreibt – nicht aber bei den großen Cloud-Anbietern, die Microsoft ausdrücklich ausnimmt.
So rechnen wir
Zuerst zählen wir, welche virtuellen Server Ihr Haus wirklich braucht – Domäne, Datei- und Druckdienste, Datenbank, Fachanwendung, Terminalserver – und wie viele in den nächsten Jahren dazukommen. Dann wählen wir Prozessor und Edition gemeinsam, nicht nacheinander. Das Ergebnis steht mit Begründung im Begründungsdokument, das jeder Kunde unseres Pakets „Dedizierter Server mit Notfallserver“ erhält. Selbst nachrechnen können Sie es mit unserem Lizenzrechner.
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Im Text erwähnt
Quellen
- Microsoft Product Terms: Windows Server (Standard, Datacenter, Essentials) · Microsoft
- Microsoft Licensing Guidance: Windows Server 2025 · Microsoft
- Microsoft Product Terms: Software Assurance Benefits – Disaster Recovery Rights · Microsoft
- Microsoft Product Terms: Universal License Terms for all Software (Lizenzübertragung, Outsourcing) · Microsoft





