Warum Beratung vor Beschaffung kommt
Die meisten IT-Fehlentscheidungen im Mittelstand entstehen nicht aus Unwissen, sondern aus Zeitdruck. Ein Server fällt aus, ein Vertrag läuft ab, ein Kunde verlangt einen Nachweis – und die Entscheidung fällt auf Grundlage des ersten Angebots, das auf dem Tisch liegt. Wer so entscheidet, kauft Lösungen für Symptome. Die Ursache – fehlende Übersicht, fehlende Verantwortung, fehlende Planung – bleibt bestehen und meldet sich beim nächsten Ausfall wieder.
IT-Beratung setzt davor an. Bevor etwas beschafft wird, muss klar sein, was vorhanden ist, was davon trägt und was nicht, welche Risiken offen sind und was das Unternehmen in drei Jahren von seiner IT verlangt. Das ist keine akademische Übung: Eine Bestandsaufnahme dauert bei einem Unternehmen mit 50 Arbeitsplätzen wenige Tage und verhindert Investitionen, die nach einem Jahr wieder infrage stehen.
Herstellerunabhängigkeit ist dabei kein Schlagwort, sondern eine Arbeitsweise. Wir sind Partner von Microsoft, Securepoint, G DATA, Wortmann und Terracloud – und empfehlen deren Produkte dort, wo sie passen. Wo sie nicht passen, sagen wir das. Der Beratungsbericht nennt für jede Empfehlung die Alternative, die wir verworfen haben, und den Grund.
Was eine Bestandsaufnahme umfasst
Eine Bestandsaufnahme, die diesen Namen verdient, erfasst nicht nur Geräte. Sie erfasst vier Ebenen: die Technik (Server, Arbeitsplätze, Netz, Speicher, Sicherungen, Cloud-Dienste), die Verträge (Lizenzen, Wartung, Dienstleister, Laufzeiten, Kündigungsfristen), die Sicherheit (Zugänge, Rechte, Schutzmaßnahmen, Notfallfähigkeit) und die Kosten (was die IT im Jahr tatsächlich kostet, verteilt auf Betrieb, Erneuerung und Vorhaben).
Jede Ebene wird gegen drei Fragen geprüft: Was passiert, wenn dieses Element ausfällt? Wer ist dafür verantwortlich? Wann läuft es ab? Aus den Antworten entsteht die Risikoliste – sortiert nach Schaden und Eintrittswahrscheinlichkeit, nicht nach technischer Eleganz.
- Inventar aller Systeme mit Alter, Support-Ende und Verantwortlichem
- Vertragsübersicht mit Laufzeiten und Kündigungsfristen
- Rechte- und Zugangsprüfung: wer kann was, und wer sollte es nicht mehr können
- Wiederherstellungsfähigkeit: welche Sicherung wurde wann zuletzt geprobt
- Kostenbild über zwölf Monate, aufgeteilt nach Betrieb, Erneuerung, Projekte
Vom Befund zum Fahrplan
Der Fahrplan ordnet die Maßnahmen in Zeit und Budget. Zuerst kommt, was den größten Schaden abwendet und wenig kostet – meist Mehrfaktor-Anmeldung, geprüfte Sicherungen und das Schließen bekannter Lücken. Dann folgt, was abläuft und ersetzt werden muss, in der Reihenfolge der Support-Enden. Zuletzt kommen Vorhaben, die das Unternehmen weiterbringen: Standortvernetzung, Cloud-Umzug, Automatisierung.
Jede Maßnahme im Fahrplan hat einen Zeitraum, ein Budget und ein Ergebnis, an dem sich prüfen lässt, ob sie erledigt ist. Die Geschäftsführung bekommt damit ein Dokument, das sie ohne Übersetzung lesen kann – und das sie auch gegenüber einem anderen Dienstleister verwenden könnte. Das ist Absicht: Ein Fahrplan, der nur mit uns funktioniert, wäre keine unabhängige Beratung.
Beratung, die Betrieb kennt
Unser Gründer betreibt seit 2012 IT für Unternehmen in Deutschland, Europa und dem Nahen Osten, seit 2020 als DAVINCI Rechenzentrum GmbH – in ISO-27001-zertifizierten Partner-Rechenzentren und im eigenen privaten Rechenzentrum. Diese Erfahrung fließt in die Beratung: Wir wissen, welche Empfehlung sich nach zwei Jahren als Wartungslast erweist, welche Cloud-Migration am Datenvolumen scheitert und welches Sicherheitskonzept im Alltag ausgehebelt wird, weil es zu umständlich ist.
Deshalb endet unsere Beratung nicht mit dem Bericht. Wer möchte, bekommt die Umsetzung aus derselben Hand – und einen Ansprechpartner, der den Fahrplan geschrieben hat und ihn verantwortet. Wer die Umsetzung anders vergibt, bekommt einen Bericht, der das trägt.